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Mehrere Tote bei Schneesturm in den USA

23.01.2016 | 19:55 Uhr
Die Behörden haben die Menschen dazu aufgerufen, drinnen zu bleiben, und viele halten sich daran.
Die Behörden haben die Menschen dazu aufgerufen, drinnen zu bleiben, und viele halten sich daran.Foto:  Jim Lo Scalzo/dpa
Die Behörden haben die Menschen dazu aufgerufen, drinnen zu bleiben, und viele halten sich daran.
Die Hauptstadt hält vergleichsweise wenig Winterdienstfahrzeuge bereit, weil sich das über die Jahre gesehen angesichts vieler eher sanfter Winter finanziell nicht rechnet.
Ein wenig Wärme aus dem Untergrund: In Washington gibt es etliche Menschen, die auf der Straße leben, wie in so vielen großen Städten in den USA.
Auch New York ist von dem Blizzard betroffen.
Räumfahrzeuge haben in diesen Stunden eine Menge zu tun.
Einer der schwersten Schneestürme seit vielen Jahren hat in der Nacht zum Samstag die US-Ostküste getroffen.
Die schneebedeckten Skulpturen des Denkmals für die Veteranen des Korea-Krieges.

Washington.  Bei einem der schwersten Schneestürme seit Jahren sind in den USA mehrere Menschen ums Leben gekommen. Es gab Hunderte Verkehrsunfälle, Autofahrer strandeten auf den Straßen, auf vielen Flughäfen ging nichts mehr.

Laut CNN waren zeitweise über 200.000 Menschen ohne Strom. In der Bundeshauptstadt Washington kam das öffentliche Leben völlig zum Stillstand, und auch die Großstädte New York, Baltimore und Philadelphia waren besonders schwer betroffen.

Zu den heftigen Schneefällen kamen insbesondere in den küstennahen Gebieten schwere Stürme mit extrem schlechter Sicht. So wurden für weite Regionen mit insgesamt 30 Millionen Einwohnern Blizzard-Warnungen ausgegeben, elf Bundesstaaten von Georgia bis New York sowie die Stadt Washington riefen den Notstand aus. In New Jersey peitschten Sturmböen außerdem hohe Wellen an Land, und es kam zu Überschwemmungen.

Auf den winterlichen Straßen brach vielerorts der Verkehr zusammen. Rund 1000 Unfälle meldete die Polizei allein in Virginia, wie CNN berichtete. Ein Mensch kam dort ums Leben. Sieben weitere Tote gab es in den Bundesstaaten Kentucky und North Carolina.

In Fort Washington in Maryland starb ein 60 Jahre alter Mann beim Schneeschippen an einem Herzinfarkt, wie Feuerwehrsprecher Mark Brady sagte. Kurze Zeit zuvor hatten die örtlichen Rettungskräfte Menschen mit Herzproblemen dazu aufgerufen, nicht Schnee zu schippen.

Auf einer Autobahn in Kentucky saßen Tausende Menschen teils mehr als 20 Stunden in ihren Fahrzeugen fest. Nach US-Fernsehberichten stauten sich die Autos zeitweise auf einer Länge von mehr als 50 Kilometern.

Die Schneefront hatte sich am Freitag von Georgia über Kentucky und North Carolina nordwärts ausgebreitet, in zahlreichen Gebieten musste sich die Bevölkerung auf 36 Stunden ununterbrochenen Schneewirbel einstellen. So wurden in Washington bereits am Samstagvormittag bis zu 40 Zentimeter Schnee gemessen - Meteorologen hielten es für möglich, dass bis Samstagnacht mehr als 30 Zentimeter hinzukommen.

Regierungsbehörden und Schulen hatten bereits am Freitag geschlossen. Auch der öffentliche Nahverkehr im Großraum Washington wurde bis Sonntag eingestellt - das hatte es in dieser Form bisher noch nicht gegeben. Bürgermeisterin Muriel Bowser sprach von einem Blizzard von historischem Ausmaß.

Auch in New York schneite es heftig - stärker, als zunächst vom Nationalen Wetterdienst vorausgesagt. Bis zum Sonntagmorgen musste sich die Bevölkerung auf bis zu 40 Zentimeter Schnee einstellen. "Es gibt keinen Grund, auf den Straßen zu sein, außer in einem echten Notfall", warnte denn auch der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo. "Mir ist egal, wie zäh wir als New Yorker sind, mir ist egal, wie groß das Auto mit Allradantrieb ist, die Straßen sind sehr gefährlich."

Bereits in der Nacht zum Samstag waren in der Millionenmetropole mehr als 2300 Fahrzeuge der Stadtreinigung unterwegs, um Schnee zu räumen und Salz zu streuen. Nach Angaben von Bürgermeister Bill de Blasio standen 300 000 Tonnen Salz bereit, auch 600 Nationalgardisten und 16 Notunterkünfte wurden für den Ernstfall vorbereitet.

(dpa)

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2016-01-23 19:55
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