Schwere Darminfektionen in Norddeutschland
21.05.2011 | 17:17 Uhr 2011-05-21T17:17:00+0200
Hamburg. Im Norden Deutschlands sind dutzende Menschen an einer schweren Darmkrankheit erkrankt. Noch ist unklar, wie sich die Patienten mit dem gefährlichen Erreger infiziert haben. Allein in Hamburg gibt es bislang 13 Fälle.
Angesichts der zunehmenden Zahl schwerer Darminfektionen mit dem gefährlichen EHEC-Erreger mahnen die Gesundheitsbehörden in Norddeutschland zu größter Vorsicht und Hygiene. Allein in Hamburg waren bis Samstag 13 Erkrankte registriert, wie die Gesundheitsbehörde der Hansestadt mitteilte.
Daneben traten in den vergangenen Tagen aber auch in anderen norddeutschen Bundesländern vermehrt Infektionen des Hämolytisch-Urämischen Syndroms (HUS) auf, die durch den EHEC-Erreger (Enterohämorrhagische Escherichia coli) verursacht wurden.
In Schleswig-Holstein gingen die Experten am Samstag von etwa 20 Infizierten aus, wie der Sprecher des Kieler Gesundheitsministeriums, Christian Kohl, auf dapd-Anfrage sagte. Genauere Zahlen aus den Gesundheitsämtern lägen jedoch erst zu Wochenbeginn vor. In Niedersachsen wurden nach Ministeriumsangaben bis Freitagabend fünf Erkrankte intensivmedizinisch behandelt.
In Bremen lagen bis Samstagabend zwei Verdachtsfälle vor, wie die Sprecherin des Gesundheitsressorts, Petra Kodré, sagte. Die Fälle seien aber noch nicht bestätigt, die genauen Testergebnisse müssten noch abgewartet werden.
Zustand teilweise kritisch
Alle Patienten in Hamburg werden nach Angaben der Behörde in unterschiedlichen Kliniken stationär behandelt. Ihr Gesundheitszustand sei teilweise kritisch, hieß es. Die Quelle der Ansteckung sei bisher unbekannt. Die betroffenen Patienten sind den Angaben zufolge im Alter zwischen 11 und 73 Jahren.
Die Gesundheitsämter haben gemeinsam mit der Fachbehörde und dem Robert-Koch-Institut Ermittlungen eingeleitet. Niedergelassene Ärzte wie auch Krankenhäuser wurden durch die Fachbehörden über die Situation informiert.
Die Gesundheitsbehörden appellieren aufgrund der vielfach ernsten Krankheitsverläufe an alle Personen mit Krankheitssymptome sofort einen Arzt oder ein Krankenhaus aufzusuchen. EHEC und andere blutige Durchfallerkrankungen sind nach Angaben der Behörde meldepflichtige Infekte.
Beste Vorsorge ist Hygiene
Die Hamburger Gesundheitsbehörde warnte, EHEC-Infektionen könnten durchaus auch ohne Beschwerden verlaufen und somit unerkannt bleiben. Die Mehrzahl der erkannten Erkrankungen trete als unblutiger, meistens wässriger Durchfall in Erscheinung. Begleitsymptome seien Übelkeit, Erbrechen und zunehmende Bauchschmerzen, seltener Fieber. Bei 10 bis 20 Prozent der Erkrankten verlaufe die Infektion hingegen schwer. Es handle sich dann um eine blutige Darmentzündung mit krampfartigen Bauchschmerzen, blutigem Stuhl und teilweise Fieber bis hin zu Nierenversagen oder tödlichem Ausgang.
Natürliches Reservoir der EHEC-Bakterien ist den Angaben zufolge der Darm von Wiederkäuern, speziell von Rindern. Die Infektion kann durch direkten Kontakt mit Tieren oder deren Ausscheidungen sowie durch den Verzehr von kontaminierten Lebensmitteln erfolgen, zum Beispiel Rindfleisch oder Rohmilch. Der Erreger kann auch von Mensch zu Mensch weitergegeben werden, vor allem durch eine sogenannte Schmierinfektion aufgrund mangelnder Hygiene. Den besten Schutz gegen eine Übertragung bieten entsprechend gute Hygienemaßnahmen, etwa gründliches Händewaschen. Rindfleisch sollte nicht roh verzehrt werden. (dapd)
09:22
2 von vati , am 22.05.2011 um 09:06
Wir brauchen unbedingt die Hygieneampel für so manche Fressbuden.
Nein wir bruachen wieder mehr Wissen über Hygiene in der Küche, und vor Allem Augen auf beim Einkauf,
wer seinen Salatbedarf deckt indem er diesen vorgeschnippelten in Plastiktüten verpackten Mist kauft , aus Bequemlichkeit, braucht sich nicht zu wundern, wenn er krank wird.
Ich bin sehr vorsichtig, rohe Fleisch fällt eh flach, ich esse vegetarisch, Gemüse und auch alles andere Rohe wird sorgsdam gereinigt, und die Massnahmen die nun angemahnt werden sind bei mir in Fleisch und Blut schon langeübergegangen,...
was mir schon lnge stinkt ist diese Gülle aus der Massentierhaltung, teilweise wird die in NRW auch noch aus den Niederlanden zu uns gebracht,...
und wenn ich nun höre das dieser Dreck auch noch unbeabsichtigt auf Geüse und Salat gelandet sein könnte, ein Schelm der Böses dabei denkt,
zum Schluss wird sich nix Ändern, die Schuld wird dem einzelnen Verbraucher gegeben,
ist nicht ok, aber wenn man sich danach richtet kann man sein pesönliches Risiko minimieren,..
mein Mann guckt zur Zeit weniger mürrisch wenn ich ihn in der Küche zu besonderer Hygiene antreibegg
13:27
Äh,wenn ich das richtig verstanden habe ist der Erreger nachgewiesen. Was hat das mit Strahlenerkrankung zutun?
11:46
Ein echter Journalist hätte nachgefragt wieviel von den Betroffenen Hafenmitarbeiter sind. Und wie die Symptomen dieser Erkrankung mit Strahlungserkrankung übereinstimmen. Gibt es auch solche Fälle in Rotterdam? Oder Antwerpen?
Erbärmlich!
09:37
Wir brauchen unbedingt die Hygieneampel für so manche Fressbuden.
09:06
dann ist es wohl eine Frage der Zeit bis der Erreger in ganz Deutschland ist.
21:37
Hamburger Kaufleute waren ja auch einst so profitorientiert, man kennt das. Das führte dazu, dass HH die letzte Cholera in D hatte, damals. Klärwerke waren zu teuer. Das ist heute auch vieles, was die in der Elbchausssee sich selbst gerne gönnen, dem Rest aber rauben.