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Schweizer Tatort-Kommissare ermitteln im Fastnacht-Mord

08.02.2013 | 17:14 Uhr
Drei jugendliche Zeugen werden von Liz Ritschard und Reto Flückiger (Delia Mayer und Stefan Gubser, 1. und 2. v. r.) befragt.Foto: dpa

Essen.   Der Schweizer Tatort bindet schwungvolle Handlung komplett in den Karneval ein. Dabei wollte Ermittler Reto Flückinger (Stefan Gubser) dem alkoholisierten Treiben eigentlich nur entfliehen. Der in Luzern gedrehte Tatort hat die Schwächen der ersten Episoden überwunden.

ET will nach Hause, Totenmasken feiern fröhliche Auferstehung und Skelette tanzen – es ist Fastnacht in Luzern. Der Karneval hat die Nation fest im Griff. Sogar am Sonntagabend. Sogar beim Tatort. Luzern befindet sich im Ausnahmezustand. Obwohl Reto Flückiger (Stefan Gubser) keinen sehnlicheren Wunsch hat als dem närrischen und vor allem alkoholisierten Treiben zu entfliehen, muss er bleiben. Denn am Morgen dieses „Schmutzigen Donnerstags“ wird Franz Schäublin (Peter Hottinger), Vorsteher des Luzerner Bauausschusses und Mitglied der „Zunft der Wächter am Pilatus“, erdolcht.

Gedreht wurde dieser dritte „Tatort“, Sonntag, ARD, 20.15 Uhr, aus Luzern, in dem Flückiger gemeinsam mit Liz Ritschard (Delia Mayer) ermittelt, während der realen Fastnacht 2012. Erstmals führte Dani Levy („Alles auf Zucker“) Regie. Für den renommierten Filmemacher war es genau die Herausforderung zu zeigen, dass ein Mord „die Fastnacht nicht sprengen würde“. Aber, so erläutert Levy, die Gefahr für die Beteiligten werden in diesem Chaos und dem wilden Treiben von Kostümierten und Maskierten erheblich erhöht. Dies habe er als erzählerische Chance für die Geschichte gesehen.

Tatort ist komplett ins Karnevalsgeschehen eingebunden

Und konsequent umgesetzt. Drehbuchautorin Petra Lüschow hat die Handlung komplett ins Karnevalsgeschehen eingebunden, hat es aber dennoch geschafft, der Geschichte unerwartete Wendungen zu geben. Das hat Schwung, und erinnert nicht mehr an die berechtigt kritisierten Schwächen der ersten Episoden. Flückiger wirkt locker, wie befreit. Endlich darf er beweisen, dass er sein Metier, die Schauspielerei, beherrscht. Wenn man ihn nur lässt.

40 Jahre Tatort

Apropos lassen: Etwas darf der flirterfahrene Flückiger in dieser Episode allerdings nicht. Nach seinem erotischen Techtelmechtel mit seiner amerikanischen Austauschpolizistin Abby Lanning (Sophia Milos) in der ersten Folge und schmachtenden Blicken Richtung Kommissarin Klara Blum (Eva Matthes) bei ihrer länderübergreifenden Kooperation, läuft‘s für ihn im Fasching ziemlich unerotisch. Seine Kollegin Liz amüsiert sich anderweitig. Sie zeigt eine Liebesszene mit einer Frauenbekanntschaft von der Luzerner Fasnacht, trinkt, flirtet, lacht und landet schliesslich mit ihr im Bett.

Angelika Wölke



Kommentare
11.02.2013
05:58
Qualität
von Erbeck1 | #3

Unzählige Protagonisten sorgen für sehr verschiedene "Tatortqualitäten" und das reicht von sehr unterhaltsam (Münster) bis zum Vollmist (Dortmund) und der gestrige Tatort ist weit von Münster entfernt , um das mal freundlich auszudrücken .
Sonntagabend ist so ein Wochenendausklang und da bin ich mit solch einer mangelnden Unterhaltung nicht einverstanden.

Ebenso wie Frau Wölke (WAZ) darf das natürlich jeder anders sehen - der OB von Dortmund fand ja auch seinen Stadttatort gut - war exclusiv seine Ansicht !

11.02.2013
01:07
Schweizer Tatort-Kommissare ermitteln im Fastnacht-Mord
von schRuessler | #2

Ein Krimi im Fastnachtstrubel ist ja nun weiß Gott nichts neues. Das kennt man doch schon.

Und so richtig gut wars auch nicht.

10.02.2013
21:17
Schweizer Tatort-Kommissare ermitteln im Fastnacht-Mord
von Nordstaedtler | #1

Ich gucke gerade diesen Tatort, die Story ist aus meiner Sicht nicht gut, aber das mag Geschmackssache sein.

Was aber absolut nervt und aus meiner Sicht peinlich ist: Ton und Bild passen nicht überein. Muss man Schweizer synchronisieren, oder was ist da los? Das nervt unglaublich und mache jeden Dialog kaputt.

Liebe ARD, das darf man so nicht senden!!!

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