Das aktuelle Wetter NRW 7°C
Bombenexplosion

Schülerin stirbt bei Explosion vor Schule in Italien

19.05.2012 | 09:54 Uhr
Schülerin stirbt bei Explosion vor Schule in Italien
Bei einer Bombenexplosion in der süditalienischen Stadt Brindisi wurde eine Schülerin getötet, mindestens sieben wurden verletzt. Das bestätigte die Polizei.Foto: ap

Brindisi.   Bei einer Bombenexplosion in Süditalien ist eine Schülerin ums Leben gekommen. Die Bombe detonierte in der Stadt Brindisi im Süden des Landes vor einer Schule. Mindestens sechs weitere Menschen wurden nach Angaben italienischer Behörden verletzt.

Nach der Bombenexplosion vor einer italienischen Schule haben die Behörden Zweifel an der Theorie geäußert, dass die Mafia hinter dem Anschlag stecken könnte. Der Anti-Mafia-Staatsanwalt Cataldo Motta sagte, das Attentat trage nicht die Handschrift des organisierten Verbrechens, weil bei der Bombe Benzin und nicht - wie bei der Mafia üblich - Dynamit verwendet worden sei. Ähnlich äußerte sich der nationale Polizeichef Antonio Manganelli. Bei dem Anschlag war am Samstag ein 16-jähriges Mädchen getötet worden. Mindestens sieben Menschen wurden verletzt.

Innenministerin Anna Maria Cancellieri sagte, die Ermittler hätten noch keine Hinweise darauf, dass der Anschlag ein Werk der Mafia sei. Die Art des Attentats sei außerdem nicht deren übliche Vorgehensweise, sagte sie dem Sender Sky. Staatsanwalt Motta erklärte, eine Verbindung zum internationalen Terrorismus sei unwahrscheinlich. Er betonte, die Ermittler hätten allerdings keine Theorie ausgeschlossen.

Die Berufsschule ist nach einem getöteten Staatsanwalt und dessen Frau benannt. Giovanni Falcone, der sich gegen die Mafia einsetzte, und seine Frau kamen vor genau 20 Jahren bei einem Bombenanschlag der Cosa Nostra in Sizilien ums Leben. Die Cosa Nostra nimmt üblicherweise konkrete Personen ins Visier, wie Richter, Staatsanwälte oder Mitglieder rivalisierender Clans, und keine zivilen Ziele wie Schulen.

Psychologen für die Schüler

Kurz vor Unterrichtsbeginn an der Berufsschule in der süditalienischen Hafenstadt Brindisi war am Samstag ein Sprengsatz explodiert. Ein 16 Jahre altes Mädchen erlag im Krankenhaus seinen schweren Verletzungen. Die Behörden sprachen von sieben weiteren Verletzten, einige italienischen Medien nannten zehn Verletzte. Die meisten von ihnen erlitten nach Krankenhausangaben Verbrennungen, einige wurden operiert. Die Leiterin des Krankenhauses Perrino, Graziella Di Bella, sagte dem Fernsehsender Sky TG24 TV, Psychologen kümmerten sich um die Schüler.

Wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA berichtete, wurde der Sprengsatz auf einer niedrigen Mauer nahe der Schule platziert. Zuvor hatten die Behörden erklärt, der Sprengsatz sei in einer Mülltonne vor der Schule versteckt gewesen. ANSA berichtete, der Sprengsatz habe aus drei Gasbehältern, einem Zünder und womöglich einer Zeitschaltuhr bestanden.

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen angekündigt

Erst vor wenigen Tagen hatte die italienische Regierung angekündigt, die Sicherheitsmaßnahmen landesweit zu verstärken. Hintergrund waren ein Anschlag auf den Manager einer Atomfirma sowie eine Reihe an die Finanzbehörden adressierte Briefbomben. Zu den Anschlägen hatten sich Anarchisten bekannt.i. (dapd/rtr)



Kommentare
19.05.2012
13:32
Schülerin stirbt bei Explosion vor Schule in Italien
von dummmberger | #6

Herzliches Beileid an die Familie und Freunde das Mädchens.

Und herzliches Beileid an das ebenfall gestorbene Diskussionsniveau hier.

Da kommt einem das Kotzen und man wünschte sich, die Moderation würde hier alles sperren.

19.05.2012
12:45
Schülerin stirbt bei Explosion vor Schule in Italien
von knutmithut | #5

Nazis oder Mafia!
Einer der beiden wird es gewesen sein!

19.05.2012
12:03
Zwei Schülerinnen sterben bei Explosion vor Schule in Italien
von jmeller | #4

Zitat J.Amazonas | #1-2 "Die gehen doch in der Regel gegen so genannte "Funktionsträger" des "Systems" vor - und Zivilisten sind dann eher als "Kollateralschäden" mit betroffen." Zitat Ende.

Ich habe selten so einen menschenverachtenden Kommentar gelesen.

Ich selbst unterscheide nicht zwischen de bösen rechten, und den guten linken Mördern. Ich verurteile jede Art von Gewalt.

1 Antwort
Das war nicht als Unterscheidung zwischen gut und böse gemeint, ...
von J.Amazonas | #4-1

sondern als Versuch einer (soweit ich sehe nach wie vor zutreffenden) Einordnung; und schon gar nicht habe ich mich mit den Motiven irgendeiner Seite gemein gemacht, deshalb die Anführungszeichen bei der Begrifflichkeit der Tätersprache. Wenn Sie das nicht erkennen können, ist das Ihr Problem und keinesfalls mir zurechenbare Menschenverachtung.

19.05.2012
11:51
Attentate mit faschistischem Hintergrund sind in Italien Tradition!
von DerRheinberger | #3

Viele Attentate sind bewußt den "Roten Brigaden" zugeschoben worden und haben sich nachträglich, wo GLADIO aufgeflogen ist, als faschistisches Machwerk herausgestellt.
In Italien hat man die Existenz einer faschistischen Geheimarmee nachgewiesen.
Mehr Informationen kann man dem Buch des Schweizers Daniele Ganser mit dem Titel "NATO-Geheimarmeen in Europa" entnehmen.

1 Antwort
Zwei Schülerinnen sterben bei Explosion vor Schule in Italien
von jmeller | #3-1

Selbst wenn ein Teil der Attentate von "einer faschistischen Geheimarmee" begangen wurden, so haben die Rote Brigaden aber trotzdem gemordet.Das ganze macht die Morde der Linksextremisten doch nicht ungeschehen.

19.05.2012
10:40
Schülerin stirbt bei Bombenexplosion vor Schule in Italien
von Dunervstmich | #2

Schön zu Wissen nach wen die Schule benannnt wurde. Wichtiger wäre es mir allerdings gewesen etwas über die Täter zu erfahren. Oder wollte der Schreiber den Anschlag mit der Mafia in Verbindung bringen? Dann Fehlten mir die Gründe weshalb der Schreiber das wollte. Ganz mieser Artikel.Was soll der Leser damit anfangen?

19.05.2012
10:39
Wir wissen nicht, wer es war...
von J.Amazonas | #1

eine Vermutung sei allerdings erlaubt:
die gut integrierten römisch-katholischen Menschenfreunde von der Mafia?
die ordnungsliebenden Gesellschaftsverbesserer von den Neofaschisten?

3 Antworten
Schülerin stirbt bei Bombenexplosion vor Schule in Italien
von jmeller | #1-1

Möglicherweise waren es auch rotlackierte Faschisten (Rote Brigaden). Die haben ja auch eine Menge Menschen in Italien ermordert.

@ jmeller: Die Roten Brigaden
von J.Amazonas | #1-2

halte ich als mögliche Täter für weniger wahrscheinlich, weil ich keinen Fall kenne, in dem Linksterroristen bewusst die Zivilbevölkerung terrorisiert hätten. Die gehen doch in der Regel gegen so genannte "Funktionsträger" des "Systems" vor - und Zivilisten sind dann eher als "Kollateralschäden" mit betroffen. Die Rechtsterroristen hingegen: Bahnhofs-Wartehalle in Bologna, Oktoberfest usw., Opfer sind da einfache Bürger.

Zwei Schülerinnen sterben bei Explosion vor Schule in Italien
von jmeller | #1-3

Ja, ja, die Neofaschisten:

"Bei der "FAI" handele es sich um eine terroristische, linksanarchistische Organisation, teilte das LKA mit. Die Gruppe habe in der Vergangenheit mehrfach die Verantwortung für Anschläge gegen staatliche Organisationen in Europa mit Schwerpunkt in Italien übernommen. Dort ist die Anarchistengruppe seit 2003 durch verschiedene Anschläge und Bekennerschreiben bekannt."

Aus dem Ressort
Hitler-Aquarell erzielt bei Versteigerung 130.000 Euro
Hitler-Aquarell
Für 130.000 Euro ist ein von Adolf Hitler gemaltes Aquarell am Samstag in Nürnberg von einem anonymen Käufer ersteigert worden. Das Bild gehe vermutlich in den Nahen Osten, sagte eine Sprecherin des Auktionshauses. Insgesamt zwölf Interessenten hätten bei der Versteigerung mit geboten.
Verband plant wegen E-Zigaretten-Warnung Millionenklage
Klage
Weil das NRW-Gesundheitsministerium vor E-Zigaretten gewarnt hatte, will der Verband des E-Zigarettenhandels die Landesregierung auf 90 Millionen Euro Schadenersatz verklagen. Das Bundesverwaltungsgericht hatte entschieden, dass die Flüssigkeiten für E-Zigaretten weiter frei verkauft werden dürfen.
Partygast schießt und verletzt 11 Menschen in Athener Lokal
Schießerei
Ein Mann hat in einem Nachtlokal in der griechischen Hafenstadt Piräus um sich geschossen und elf Menschen verletzt. Nach Angaben der Polizei wurden drei der Opfer schwer verletzt. Das Motiv für die Schüsse war zunächst völlig unklar. Der mutmaßliche Täter ist laut Medienberichten polizeibekannt.
UN-Generalsekretär sieht Chancen zum Sieg über Ebola
Panorama
Ban Ki Moon sieht einen Hoffnungsschimmer - wenn die internationale Gemeinschaft den Kampf gegen Ebola verstärkt. Dann könnte die Krankheit möglicherweise bis Mitte kommenden Jahres eingedämmt zu werden. Die WHO warnt vor einer weiter großen Ansteckungsgefahr auch für Hilfskräfte.
Christmas-Song von „Band Aid 30“ - wohltätiges Fremdschämen
Ebola-Hilfe
30 Jahre nach Erscheinen von „Do They Know It's Christmas“ hat Bob Geldof eine Neuaufnahme des Songs in Auftrag gegeben, um Spenden im Kampf gegen Ebola zu sammeln. Campino (Toten Hosen) trommelte nationale Künstler für eine deutsche Version des Titels zusammen. Über den Text lässt sich streiten.
Umfrage
Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?