Schüler müssen wegen falschen Tiger-Alarms vor Gericht

Sie wollten wahrscheinlich lustig sein: Schüler meldeten bei der Polizei Tiger im Wald. Die es aber nicht gab. Die Folge: Die Polizei löste einen Großeinsatz aus. Jetzt geht's für die Schüler vors Gericht.
Sie wollten wahrscheinlich lustig sein: Schüler meldeten bei der Polizei Tiger im Wald. Die es aber nicht gab. Die Folge: Die Polizei löste einen Großeinsatz aus. Jetzt geht's für die Schüler vors Gericht.
Foto: dapd
Was wir bereits wissen
Schüler aus der Nähe von Augsburg riefen nacheinander bei der Polizei an. Alle meldeten: Tiger-Alarm im Wald. Ein Schüler meldete sogar, er habe sich noch auf einen Baum retten können. Die Anrufe lösten einen Großeinsatz aus. Dabei war alles völliger Unsinn. Deswegen müssen sich die Jugendlichen jetzt vor Gericht verantworten.

Augsburg.. Ein Dreivierteljahr nach einer Falschmeldung über einen freilaufenden Tiger in Augsburg müssen sich vier Schüler vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Beschuldigten aus Gersthofen im Alter zwischen 15 und 19 Jahren nach Angaben vom Freitag gemeinschaftlichen Missbrauch von Notrufen vor.

Die Vier sollen am 19. September nacheinander bei der Polizei angerufen und von einem angeblich frei laufenden Tiger im Siebentischwald berichtet haben. Ein Angeklagter gab laut Staatsanwaltschft sogar an, er sitze auf einem Baum in der Nähe der Raubkatze.

Die Meldungen lösten einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr samt Hubschrauber mit Wärmebildkamera aus. Zudem wurden Anwohner über Radio vor dem Tiger gewarnt. Der Prozess vor dem Jugendschöffengericht am Amtsgericht Ausgsburg beginnt am 26. Juli.