LBS-Kinderbarometer
Schon Kinder fürchten Arbeitslosigkeit
11.05.2009 | 16:06 Uhr 2009-05-11T16:06:00+0200
Düsseldorf. Nach Ergebnissen des aktuellen LBS-Kinderbarometers haben drei Viertel der Kinder in Nordrhein-Westfalen Angst vor Arbeitslosigkeit. Auf den Plätzen zwei und drei rangieren die Angst vor Umweltzerstörung und Klimawandel. Mehr als die Hälfte der Kinder blickt aber positiv in die Zukunft.
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Schon Kinder haben laut einer neuen Befragung Angst vor Arbeitslosigkeit. Mehr als drei Viertel der Kinder erwarteten aber «für sich persönlich ein gutes oder sehr gutes Leben», sagte Jugendminister Armin Laschet (CDU) am Montag in Düsseldorf bei der Vorstellung des «LBS-Kinderbarometers». Demnach bereiten die Sorge um die Umwelt, Arbeitslosigkeit, Terror oder Krieg auch den 9- bis 14-jährigen Kindern Ängste.
«Die wirtschaftliche Drucksituation ist für die Kinder real spürbar geworden», sagte Dieter Greese vom Deutschen Kinderschutzbund in NRW. Da der Rückgang unabhängig vom beruflichen Status der Eltern sei, könne von einer generellen Belastung quer durch alle Familien- und Erwerbsformen gesprochen werden.
Deutsche Kinder blicken negativer in die Zukunft als übrige Altersgenossen
Erfreulich ist laut Greese, dass die Kinder, obwohl sie die gesellschaftlichen Perspektiven insgesamt eher skeptisch beurteilen, mit großer Zuversicht auf ihr späteres Leben blicken. 28 Prozent der Kinder glauben für sich persönlich an eine «sehr gute», weitere 58 Prozent an eine «gute» Zukunft. Ihre Erwartungen für die Zukunft aller Menschen in Deutschland sehen die Kinder hingegen deutlich negativer als ihre persönlichen Perspektiven.
Das sogenannte LBS-Kinderbarometer Nordrhein-Westfalen wird jährlich seit 1997 im Auftrag der LBS-Initiative «Junge Familie» von dem ProKids-Institut für Sozialforschung der PROSOZ Herten GmbH ermittelt. Ziel der Studie ist es, Kinder als Experten für ihre eigene Lebenswelt zu befragen und ihnen so eine Stimme zu verleihen.
Auch Umweltzerstörung und Klimawandel beängstigen die Kinder
Für die neue Studie wurden im Frühjahr 2007 insgesamt 2121 Kinder der vierten bis siebten Klassen aus 93 nordrhein-westfälischen Schulen befragt.
Weltbewegende Ereignisse wie die Terroranschläge des 11. September 2001 oder die Afghanistankrise erschüttern demnach das Wohlbefinden der Kinder. Arbeitslosigkeit wird als eines der schwerwiegendsten Probleme unserer Gesellschaft wahrgenommen. Auch die Umwelt ist demnach in den Fokus gerückt: Die Angst vor Umweltzerstörung und Klimawandel spielte vor einem Jahrzehnt noch keine Rolle, rangiert aber heute auf Platz 2 der Zukunftsängste. (ddp)

17:44
Es ist das größte Versagen unserer Politik und unserer Gesellschaft, neben der Zerstörung der Umwelt, Kindern und Jugendlichen keine beruflichen Perspektiven anzubieten. Diese Perpektivlosigkeit kann krank, mit Sicherheit aber aggressiv machen.
17:33
sorry, richtig muss es heißen: Denn nicht an den Kids liegt es, dass sie mehr und mehr als Generation Doof verschrien sind, sondern sie sind nur ein Spiegelbild unserer Gesellschaft im weitesten Sinn.
17:31
Wenn ich Kinder in die Welt setze, dann muss ich mir klar darüber sein, dass ich damit sehr viel Verantwortung übernehme. Ein Kind ist kein Gegenstand den ich nach belieben hin und her schieben und an und abschalten kann. Ein Kind ist auch kein Wesen, dass ich dressieren kann. Ein Kind braucht die volle Zuwendung der Eltern. Es kann nicht sein das Kinder wegen Selbstverwirklichungs-Pläne z.B. der Mütter auf der Strecke bleiben. Kinder gehören solange wie möglich und nötig in die Obhut der Familie. Kein noch so schöner Kita-Platz kann im Normalfall das Elternhaus ersetzen. Was Kinder vor allem brauchen ist Vertrauen, Zuwendung und Liebe. Ich behaupte, dass Kinder die in einem intakten Elternhaus aufwachsen, weniger Zukunftsängste haben. Aber nicht nur das Elternhaus muss ok sein, sondern auch die Gesellschaft in der die Kids aufwachsen und da habe ich, wenn ich unsere Gesellschaft in den letzten Jahren betrachte, meine Zweifel. Es kann z.B. nicht sein, dass Hauptschüler von vornherein als Looser gelten. Wenn es so ist, dann muss die Hauptschule als Schulform und insbesondere die Wissensvermittlung in der selben in Frage gestellt werden.
Denn nicht an den Kids liegt es, das sie als mehr und mehr als Generation Doof verschrien sind, sondern sie sind nur ein Spiegelbild unserer Gesellschaft im weitesten Sinn.
17:25
Schon Kinder fürchten Arbeitslosigkeit
Be diesem Politischen System In D ist das kein Wunder....
16:48
Die derzeitigen Zustände empfinde ich schon - als Erwachsener mit reichlich Lebenserfahrung - täglich mehr als beängstigende Realitäten. Ohnmachts- und Wutgefühle incl. , aber (noch) die geballte Faust in der Tasche.
Ich weiss nicht, wie ich heute so drauf wäre, wenn ich mir schon als Schüler in einem verlotterten Bildungssystem BERECHTIGTE Sorgen um meine Zukunft hätte machen müssen. Ich glaube, die Faust wäre (heute) längst aus der Tasche.
Ich warne schon seit geraumer Zeit vor zunehmender Gewalt, sollten sich die Mißstände, die ich hier aus Platzmangel nicht auflisten möchte, nicht adäquat und nachhaltig gelöst werden. Aber nicht einmal entsprechende Signale sind seitens der Politik erkennbar - im Gegentum...
AUCH vor diesem Hintergrund sollten Unruhen wie am 1. Mai in K´berg gesehen werden.
Zumal sich auch die Polizei (besser: durch die Führungs-Befehle dazu genötigte Polizei) sich längst als Freund und Helfer verabschiedet hat!
Wenn ich selbst mal genötigt bin, die Polizei als Helfer zu rufen, dann eigentlich nur deshalb, weil Selbstjustiz in diesem Lande (zum Glück!) halt verboten ist...
16:34
Kinder,
HartzIV ist doch für alle da, Ihr müßt keine Angst haben...
15:20
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15:18
Die ganze Welt scheint verrückt geworden zu sein, Und in den Kinderzimmern fängt es schon an.
14:49
Unsere Kinder und Enkel werden einmal das, was
wir ihnen in Bezug auf Finanzen und Umwelt hinter-
lassen, ausbaden müssen.
Ich fürchte, sie werden auf unsere Gräber pinkeln.
14:31
Wir hinterlassen unseren Kindern eine verdreckte Erde und jede Menge Schulden. Insofern kann ich verstehen, wenn schon Kinder Zweifel an ihrer Zukunft haben.