"Schnauzer halten!"
01.03.2009 | 19:28 Uhr 2009-03-01T19:28:00+0100
Hagen. „Schauzer halten!” Das war gestern keine Beleidigung, sondern Bedingung: Fast fünf Dutzend stolze Hundebesitzer am einen Ende der Leinen, am anderen Ende jeweils ein Bello im Sonntagsfell, frisch gestriegelt, die Stirnlocke frivol frisiert.
Bei dieser Ortsgruppenschau des PSK (Pinscher-Schnauzer-Klub) Hagen/MK schließlich ging es um die Schönheit.
Wie der Herr so's Gescherr? Tja, das mit dem Schnauzbart hat bei manchem (angehenden) Züchter noch Zeit: unter den Hundefreunden finden sich nämlich erstaunlich viele jüngere Semester. Zackes zum Beispiel, der eigentlich Zacharias heißt, aus Kassel angereist ist und drei Zwergschnauzer im Gepäck hat. Eshevi, Jill, Abschi - dessen Name der Eishockey-Begeisterung geschuldet ist. Zackes ist 16 und schwört auf seine „Zwerge”: „Weil sie toll aussehen, familiär sind, sportlich - und prima Alarmanlagen!”
„Einfach unbeschreiblich”, schwärmt auch Christopher Heise aus Dortmund – Züchter des elf Wochen alten „Anthony Armani”, der auf tapsigen Pfoten zum ersten Mal die große Welt des Show-Geschäfts erkundet. „Sie sind ausgeglichen, charakterfest, treu, umgänglich...” Die tierische Komplimente-Liste wird immer länger und von Umstehenden ohne Zögern ergänzt. Heise ist mit acht auf den Hund gekommen, hatte mit elf Jahren seinen ersten Riesenschnauzer und heute drei Zwergschnauzer dazu.
„Ganz bestimmt kein Hund für die Oma und das Sofa!”
„Das sind keine Couchhunde”, wirbt der 20-jährige Landesjugendbeauftragte des PSK und Rettungshundeführer. Denn dazu, bekräftigt auch Hundetrainerin Anja Johnsen aus Wuppertal, eignen sich die wesensfesten Schnauzer besonders. Aber auch zu Therapie-Hunden, zu Reitbegleithunden und und und. Sportlich sind sie. Und nicht zu unterschätzen. Wie ihr glattfelliger „Bruder”, der Pinscher. Der ist, erklärt Vorsitzende Inge Sternal, ein Dobermann in Miniaturausgabe. „Die standen vor kurzem noch auf der Liste der bedrohten Haustierarten”. Jetzt sind sie wieder „im Kommen”. Und wie: Xina, 14 Monate alter Zwergpinscher, fegt über den Platz und wie ein schwarz-brauner Tornado über Klein-Anthony hinweg. „Eine Springbohne”, lacht das Frauchen. „Und ganz bestimmt kein Hund für die Oma und das Sofa!”
>>> Das Abenteuer, zwei Welpen zu fotografieren, können Sie HIER miterleben. <<<
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