Schlappe für Dieter Bohlen und Ernst August vor Gericht

Ernst August Prinz von Hannover und Dieter Bohlen zogen wegen eines Werbespots wieder vor Gericht.
Ernst August Prinz von Hannover und Dieter Bohlen zogen wegen eines Werbespots wieder vor Gericht.
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Was wir bereits wissen
Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg hat jetzt eine Beschwerde von Dieter Bohlen und Ernst August Prinz von Hannover abgewiesen.

Straßburg.. Der Musikproduzent Dieter Bohlen (61) und Ernst August Prinz von Hannover (60) sind mit einer Grundrechtsbeschwerde über die Werbung mit ihren Vornamen gescheitert. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat am Donnerstag in Straßburg eine Klage der zwei Prominenten über Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte abgewiesen.

Prozess um Einbruch Ihre Vornamen waren in einer ironisch-satirischen Werbekampagne für die Zigarettenmarke "Lucky Strike" 2000 und 2003 aufgetaucht, mit Anspielungen auf ein Buch Bohlens und auf tätliche Auseinandersetzungen von Ernst August. Beide sahen in diesen Anzeigen eine Verletzung ihres Rechts auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens. Schon der Bundesgerichtshof (BGH) hatte eine entsprechende Klage der zwei Promis und ihren Anspruch auf Schadensersatz 2008 zurückgewiesen.

Gleichgewicht zwischen Meinungsfreiheit und Achtung des Privatlebens

Der EGMR lobte in seinem Urteil die Sorgfalt des BGH, der "ein verbindliches Gleichgewicht zwischen Meinungsfreiheit und Achtung des Privatlebens gefunden hat". Die umstrittene Werbung bezog sich auf ein 2003 erschienenes Buch Bohlens, das nach Klagen Prominenter mit einigen geschwärzten Passagen erscheinen musste. "Schau mal, lieber Dieter, so einfach schreibt man super Bücher"), stand da.

Zum Bild einer eingedrückten Zigarettenschachtel "Lucky Strike" hieß die Textzeile: "War das Ernst? Oder August?". Diese Werbung habe die Beschwerdeführer "weder abwertend noch negativ dargestellt", befanden die Straßburger Richter. Das Urteil ist nicht endgültig, dagegen kann Berufung beantragt werden. (dpa)