Das aktuelle Wetter NRW 19°C
Polizei

Schläger-Trupp verprügelt Gäste auf Facebook-Party in Gießen

05.06.2012 | 14:52 Uhr
Schläger-Trupp verprügelt Gäste auf Facebook-Party in Gießen
Eine Studentenparty in Gießen ist ausgeartet.

Gießen.  Mit Schlägereien und Körperverletzungen endete eine WG-Party am vergangenem Wochenende. Über Facebook hatten Studenten zu einer Feier eingeladen. Nachdem mehrere hundert Gäste das Haus stürmten, geriet die Situation außer Kontrolle.

Junge Studenten, die gemeinsam in einem Mehrfamilienhaus in Gießen wohnen, haben am Wochenende eine Facebook-Party gefeiert. Laut Angaben der Polizei sollen die Bewohner seit Jahren eine Sommerfeier organisieren, die vorwiegend auf dem Hof und in den Kellerräumen stattfindet. Über soziale Netzwerke werden die Gäste in geschlossenen Gruppen zur Veranstaltung eingeladen. Die Gießener Polizei warnt vor dieser Vorgehensweise, da das Ausmaß nicht kalkulierbar sei.

Die WG-Party startete zunächst ruhig. Gegen Mitternacht seien dann mehrere hundert Gäste hinzugeströmt. Um 1 Uhr rief die Hausbesitzerin, die nicht im Haus wohnt, die Polizei. Sie erklärte den Beamten, dass die Mieter seit zwei Jahren ein Feierverbot hätten und bat die Polizei die Party zu beenden.

Schläger prügelten auf Gäste ein

Etwa eine Viertelstunde später ging ein weiterer Anruf bei der Polizei ein. Der Anrufer berichtete von mehreren Schlägern, die die Partygäste verprügeln würden. Ein anderer Anrufer sprach von Türstehern, die Gäste aus dem Haus prügeln würden. Die Polizei Gießen entsandte daraufhin alle verfügbaren Streifen. Nach Angaben der Polizei sei die Straße, in der die Feier stattfand, von mehreren hundert Personen blockiert und nicht mehr befahrbar gewesen. Mehrere Rettungswagen seien bereits vor Ort gewesen.

Die Polizei beobachtete einen Mann, der von zwei Männern verfolgt und geschlagen wurde. Die Beamten nahmen die Personalien von Anwesenden auf, überprüfte Personen und vernahm Zeugen. Bei der Hausdurchsuchung fanden sie in einem Sicherungskasten im Keller einen Teleskopschlagstock und stellten diesen sicher.

Etwa 50 Personen von Polizei erfasst

Laut Zeugenangaben sei ein 41-Jähriger mit mehreren Personen in das Haus gekommen. Dort habe er auf die Anwesenden eingeschlagen und zwei Personen die Treppe hinunter gestoßen. Die beiden Verletzten wurden ins Krankenhaus eingeliefert, konnten aber zwischenzeitlich wieder entlassen werden.

Möglicherweise habe der Vermieter die Schläger geschickt, um die über Facebook angekündigte Party mit mehreren hundert Gästen aufzulösen, zitierte der Hessische Rundfunk am Montag einen der Bewohner der studentischen Wohngemeinschaft. Insgesamt hat die Polizei etwa 50 Personen erfasst, darunter auch Verletzte. Die weiteren Ermittlungen dauern an. Die Polizei bittet Personen, die sich im Bereich der Party aufhielten oder sonstige Angaben zum Sachverhalt machen können, sich zu melden. Hinweise an die Polizei in Gießen: 0641/7006-0. (we/dapd)


Kommentare
06.06.2012
14:23
Schläger-Trupp verprügelt Gäste auf Facebook-Party in Gießen
von Thokle | #2

Vorallem sollten die Einlader für den Polizeieinsatz bezahlen.

06.06.2012
07:14
Schläger-Trupp verprügelt Gäste auf Facebook-Party in Gießen
von Kernow | #1

Wer sie die Brut per Internet ins Haus lädt, der soll sich doch nicht wundern, wenn sie die Einladung annimmt.

Aus dem Ressort
Kuhherde tötet eine deutsche Wanderin in Österreich
Tier-Angriff
Eine 45 Jahre alte Wanderin aus Rheinland-Pfalz kam am Montag in Österreich durch den Angriff einer Kuhherde ums Leben. Etwa 20 Tiere griffen die Frau an und verletzten sie tödlich. Dabei hatte es die Herde laut Behörden eigentlich auf den angeleinten Hund der Frau abgesehen.
"Hidden Cash" - Unternehmer versteckt Geld für Schatzsucher
Geldsuche
Hunderte Schatzsucher sind am Wochenende durch den Berliner Tiergarten gestreift. Ihr Ziel: versteckte, grüne Briefumschläge. Darin hatte ein edler Spender aus den USA Geldscheine deponiert — wie zuvor schon in anderen Städten der Welt.
Anwälte wollen Mollath nicht mehr vertreten - müssen aber
Rechtsstreit
Im Wiederaufnahmeverfahren im Fall Mollath tobt der Streit zwischen dem Ex-Psychiatrie-Insassen und seinen Anwälten: Die Pflichtverteidiger wollen den 57-Jährigen nicht weiter vertreten, werfen ihm Lügen vor. Das Gericht lehnte den Antrag ab. Das Vertrauensverhältnis sei nicht ernsthaft gestört.
WHO will Ebola-Patient in Hamburger Klinik behandeln lassen
Ebola
Die Weltgesundheitsorganisation hat angefragt, ob ein Ebola-Patient aus Westafrika im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf behandelt werden kann. Es handelt sich um einen Mitarbeiter einer Gesundheitsorganisation.
Drei Menschen in Pakistan wegen Facebook-Eintrag getötet
Religion
Eine Frau und zwei kleine Kinder sind in Pakistan wegen eines "blasphemischen" Facebook-Eintrags getötet worden. Dutzende Sunniten hatte mitten in der Nacht eine Wohnsiedlung überfallen und die Häuser mit Benzin angezündet.
Umfrage
Die Ebola-Seuche breitet sich in Westafrika weiter aus. Ein erster Patient könnte möglicherweise in Hamburg behandelt werden. Macht Ihnen Ebola Sorgen?

Die Ebola-Seuche breitet sich in Westafrika weiter aus. Ein erster Patient könnte möglicherweise in Hamburg behandelt werden. Macht Ihnen Ebola Sorgen?