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Schadensersatzverhandlungen um Skiunfall von Dieter Althaus abgeschlossen

Streit um Skiunfall von Dieter Althaus abgeschlossen

Drei Jahre ist es her, dass bei einem Skiunfall mit dem damaligen Thüringer Ministerpräsidenten eine Frau starb. Nun sind die Schadensersatzverhandlungen abgeschlossen. Ein Großteil des Geldes für die Hinterbliebenen des Opfers stehe aber noch aus, so der Anwalt.

Hamburg. 

Knapp drei Jahre nach dem tödlichen Skiunfall des damaligen Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) sind die Schadenersatzverhandlungen zwischen Althaus‘ Versicherung und den Hinterbliebenen der bei dem Unfall getöteten Frau abgeschlossen. Der Salzburger Rechtsanwalt Alexander Rehrl sagte dem Nachrichtenmagazin „Spiegel“ laut einer Vorabmeldung von Donnerstag, dass die Forderungen des Witwers von Beata C. im Herbst und die Ansprüche von deren zum Unfallzeitpunkt einjährigen Sohn dieser Tage geklärt worden seien.

„Trotz mehrfacher Aufforderung“ stehe ein Großteil des für die Hinterbliebenen vereinbarten Geldbetrags allerdings noch aus, sagte Rehrl. Nach seinen Angaben endeten die Verhandlungen erst jetzt, weil in Österreich das Pflegschaftsgericht zustimmen musste, um die Ansprüche für den Sohn zu sichern.

33.300 Euro Geldstrafe für Althaus

Althaus war am Neujahrstag 2009 beim Skifahren in Österreich mit der 41-jährigen Beata C. zusammengeprallt. Während der heute 53-Jährige den Unfall schwer verletzt überlebte, starb C. auf dem Weg ins Krankenhaus. Ein Gericht stellte bei dem Politiker, der an einer Einmündung auf die Gegenfahrbahn geraten war, die Unfallschuld fest und verurteilte ihn zu 33.300 Euro Geldstrafe.

Trotz eines wochenlangen Ausfalls als Folge seiner Verletzungen war Althaus 2009 für die CDU bei der Landtagswahl angetreten. Nach hohen Verlusten trat er zurück. Im Wahlkampf war auch der Umgang von Althaus mit dem Unfall zum Thema geworden. Der Witwer von Beata C. hatte dem Politiker vorgeworfen, den Unfall für den Wahlkampf eingesetzt zu haben und pietätlos zu sein. (afp)