Rostocker Messerstecher kommt vielleicht in Psychiatrie
15.02.2010 | 13:47 Uhr 2010-02-15T13:47:00+0100
Rostock. Der 50-Jährige, der in Rostock zwei Menschen erstochen hat, ist möglicherweise nicht schuldfähig. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit. Der Mann soll möglicherweise in die Psychiatrie eingewiesen werden. Er will laut Zeugen „Stimmen aus dem Kosmos“ gehört haben.
Nach der tödlichen Messerattacke auf zwei Menschen in Rostock kommt der 50-jährige Täter möglicherweise in eine psychiatrische Anstalt. Es gebe Hinweise, dass der Mann womöglich nicht schuldfähig ist, sagte Staatsanwalt Peter Lückemann am Montag in Rostock. Im Laufe des Tages sollte darüber entschieden werden, ob die einstweilige Unterbringung des Mannes in der Psychiatrie beantragt wird.
Angriffe auch auf die Polizei
Der 50-Jährige hatte am Sonntag in Rostock auf der Straße unvermittelt auf einen 67-jährigen Mann eingestochen. Anschließend ließ er sein Opfer blutend liegen und kehrte zunächst in seine nahegelegene Wohnung zurück. Als eine 66-jährige Frau dem Opfer zu Hilfe kommen wollte, kehrte der Messerstecher zurück und stach laut Staatsanwaltschaft „wie besessen“ auf sie ein. Anschließend ging er erneut in seine Wohnung. Beide Opfer, die sich aus einem Musikchor kannten, starben noch am Tatort.
Als die alarmierte Polizei eintraf, sprang der 50-Jährige von seinem Balkon im Hochparterre und stach auch noch auf einen 49-jährigen Polizeibeamten ein. Der Messerstecher konnte erst von einem weiteren Beamten durch einen Schuss in den Oberschenkel gestoppt werden. Laut Staatsanwaltschaft ergeben sich durch das Verhalten des Täters und Zeugenaussagen Anhaltspunkte für eine Schuldunfähigkeit. Zeugen zufolge soll der Täter gesagt haben, er habe „Stimmen aus dem Kosmos“ gehört, in deren Folge er die Menschen angegriffen habe. (afp)
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