Roeland Wiesnekker ist "Der Kotzbrocken"

Sophie (Aglaia Szyszkowitz) und Georg (Roeland Wiesnekker) kommen sich langsam näher.
Sophie (Aglaia Szyszkowitz) und Georg (Roeland Wiesnekker) kommen sich langsam näher.
Foto: Marion von der Mehden/ARD Degeto
Was wir bereits wissen
Ein Sport-Profi im Rollstuhl nervt in einem ARD-Film seine Umwelt. Eine Organisations-Chaotin soll ihn resozialisieren. Kann das gut gehen?

Essen.. Einen Rolli-Fahrer gibt es im Fernsehen selten, zu selten zu sehen. Roeland Wiesnekker spielt ihn. Er verkörpert einen Profi-Sportler, der nach einem Unfall erst die Kontrolle über seine Beine und dann über sein Leben verloren hat. Im Pflegeheim ist er der "Kotzbrocken".

Aglaia Szyszkowitz wiederum gibt eine alleinerziehende Chaoten-Frau, die Knöllchen sammelt wie andere Menschen Autogramme. Von einem genervten Richter (Felix Vörtler) wird sie dazu verdonnert, im Pflegeheim Sozialstunden abzubrummen – ausgerechnet bei seinem Bruder, dem Kotzbrocken.

Zwei Widerspenstige sollen gezähmt werden

Tomy Wiegand inszeniert nach einem Drehbuch von Uli Brée der Widerspenstigen Zähmung in doppelter Hinsicht. Die Geschichte treibt ein zweifacher Wandlungswunsch: „Sie“ möge organisiert sein, „er“ wieder gesellschaftsfähig. Dabei mixt der Regisseur mit leichter Hand Sozialdrama, romantische Komödie und Sportfilm.

Allerdings stellt der Film den sportlichen Aspekt zum Finale in den Vordergrund. Damit verbreitet er die unterschwellige Botschaft, dass Behinderte nur dann voll akzeptiert werden, wenn sie dem Leistungsgedanken huldigen.

Freitag, 20. Februar, 20.15 Uhr, ARD