Richter erkennen Dieter Bohlen als Künstler an
01.10.2009 | 12:03 Uhr 2009-10-01T12:03:00+0200
Kassel. Jetzt hat es Poptitan und DSDS-Kritiker Dieter Bohlen höchstrichterlich bestätigt: Seine Jurorenrolle in der RTL-Castingshow DSDS ist Kunst. Damit muss RTL entsprechende Beiträge an die Künstlersozialkasse abführen. Gleichzeitig kam mit dem Urteil heraus, wieviel die Jury bei DSDS kassiert.
Jetzt hat es Poptitan und DSDS-Chefkritiker Dieter Bohlen höchstrichterlich bestätigt bekommen: Er ist Künstler und das auch, wenn er als Juror in der RTL Castingshow „Deutschland sucht den Superstar” (DSDS) unentdeckte Talente gnadenlos aufdeckt.
Das Bundessozialgericht (BSG) in Kassel hat jetzt den Fernsehsender RTL dazu verurteilt, nicht nur für Dieter Bohlen sondern für alle Mitglieder dieser Jury Beiträge an die Künstlersozialkasse abzuführen. Es erkannte Bohlens Tätigkeit als künstlerische Arbeit an.
Langer Rechtsstreit
Und das rückwirkend ab 2001 für fünf Jahre, was einer Summe von gut 173.000 Euro entspricht. Nur dieser Zeitraum war aus Kostengründen zunächst von der Künstlersozialkasse eingeklagt worden. RTL hatte in diesem Zeitraum rund vier Millionen Euro Honorare an die Jurymitglieder ausgezahlt. Dabei schwankten diese Zahlungen zwischen 60 000 Euro (für die „Kleinen”) und 1,2 Millionen Euro pro Mitglied und Staffel.
Wie berichtet, hatte bereits das NRW-Landessozialgericht in Essen vor einem Jahr und davor das Sozialgericht in Köln RTL zur Beitragsabführung an diese Kasse verpflichtet. RTL verweigerte diese Beiträge bislang mit der Argumentation, dass diese Juroren „Experten” und keine Künstler seien.
Dem widersprach jetzt auch das Bundessozialgericht, dessen dritter Senat betonte, dass diese aus der Musikbranche zusammengesetzte Jury außerhalb von DSDS „keine Fachjury mit Expertenstatus” darstelle.
Richter: Das gehört zur "Unterhaltungskunst"
„Sie begleiten ihr Urteil über die musikalischen Bemühungen der Kandidaten/-innen mit unterhaltsam gemeinten, oft aber bissigen und die Grenzen des guten Geschmacks übersteigenden Kommentaren und tragen maßgeblich zum Publikumserfolg der abendlichen Sendungen (...) bei.” Was sie dabei von sich geben, sei der „darstellenden Kunst in Form der Unterhaltungskunst” zuzuordnen.
Die Künstlersozialkasse versichert Künstler im Alter, bei Krankheit und Pflegebedürftigkeit. (Az. B 3 KS 4/08 R).
07:51
Kunst hin oder her.
Jedenfalls hat der Bohlen die Gabe oder das Talent, aus ******* Bonbon zu machen. Das kann man kritisieren, aber auch anerkennen, wenn man nicht neidzerfressen ist.
00:17
es zeugt des musikverstand deutscher richter
01:52
na dan steht der nächsten papstwahl ja nichts mehr im wege...
00:05
Es ist in der Tat tröstlich, daß Beuys, - na sagen wir mal, nur eine gewisse Klientel ansprach und bediente.
Ob das elitär ist? Gewiß, und das ist auch gut so.
Gruß
Ps.: Übrigens, bildende Kunst hat schon ihren Grund, warum sie so genannt wird.
PPs.: Aber andererseits, Beuys plakativ an gewissen Aktionen festzumachen (es fehlt der Fettstuhl, und die Kunst, einem toten Hasen eine Ausstellung zu erklären - ist auch so - plakativ), beweist eben wiederum, wie einfach durchs plakative die zahllosen Bohlenhinz und Bohlenkunze ihr Ding so bequem machen können. Grins
23:06
#27 Das ist dann auch Kunst!
22:34
Dieter Bohlen - und Künstler - gleich mach ich mir in die Hose!
22:32
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22:25
Irgendwie ist alles Kunst. Der Josef B. hat mal
4 Wochen mit einem Schimpansen in einem
Käfig gelebt.
Die Kunst bestand darin, festzustellen,wer nach
den gemeinsamen Wochen im Käfig Josef B.
und wer der Schimpanse war. Das Geheimnis
wurde dann aber gelüftet, der Schimpanse hatte
keinen Hut auf.
22:10
aha Holmark :
Es ist ein Problem, dass man Sozialabgaben für die Kreativen abgeben muss, die man selbst bucht?
Seltsame Logik ... man benötigt und bucht eine Leistung, weil man sie selbst nicht erbringen kann, ärgert sich dann aber darüber, dass man das auch insofern honorieren muss, das der Kreative im Alter einigermaßen versorgt ist ...
Deutschland muss es schlecht gehen .. niemand gönnt noch irgendwem die Butter auf dem Brot ...
btw: Übrigens: Wenn der Bohlen ne Mio. mehr verdient, verdienen wir alle keine Mio. weniger ... Also was soll die Missgunst?
21:42
Die Künstlersozialkasse bietet selbständigen Künstlern und Publizisten sozialen Schutz in der Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Und das ist auch gut so! Es gibt jede Menge selbstständige Künstler, die nur unregelmäßige oder niedrige Einkünfte haben und sich keine privaten Versicherungen leisten können.
Es ist in Ordnung, dass die Sender für die Gagen ihrer hochbezalten (wie auch immer gearteten) Künstler Beiträge abführen, so wie jeder andere Arbeitgeber auch. Oder wäre es den Kritikern wie Dieter 123 lieber, wenn die Sender Beiträge einsparen, aber dafür unser Sozialstaat die anfallenden Lasten trägt?