Randalierer in Kreuzberg greifen Polizei an
01.05.2009 | 22:10 Uhr 2009-05-01T22:10:00+0200
Berlin. Ausgangspunkt der stundenlangen Ausschreitungen war die sogenannte Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration linker Gruppierungen. Es gab Dutzende zum Teil schwer Verletzte.
Bei Krawallen im Berliner Stadtteil Kreuzberg sind in der Nacht zu Samstag Dutzende Randalierer und Polizisten zum Teil schwer verletzt worden. Es habe viele Festnahmen gegeben, sagte ein Polizeisprecher ohne genaue Zahlen zu nennen. Ausgangspunkt der stundenlang immer wieder aufflammenden Ausschreitungen war eine sogenannte Revolutionäre 1.-Mai-Demonstration linker Gruppen, bei der Randalierer bereits am frühen Abend zwei Polizeiautos stark beschädigten und Steine und Flaschen auf die Beamten warfen.
Barrikaden und Feuer
Danach errichteten sie an mehreren Stellen Barrikaden und zündeten auf den Straßen Feuer an. Auch Brandsätze wurden auf die Polizisten geworfen. Diese reagierten, indem sie Pfefferspray und Tränengas gegen die Demonstranten einsetzten.
Im Vergleich zum Vorjahr seien die Randale heftiger gewesen, sagte ein Polizeisprecher. In den letzten Jahren setzten diese meist erst mit Beginn der Dunkelheit ein, in diesem Jahr deutlich früher. Die Ärzte mussten vor allem klaffende Kopfwunden behandeln. Einige Demonstranten waren bewusstlos. Auch zahlreiche Polizisten wurden verletzt.
Die Demonstration unter dem Motto «Kapitalismus ist Krieg und Krise», an der nach Polizeiangaben 5.000 Menschen teilnahmen, wurde vorzeitig beendet - unter anderem weil Demonstranten gegen das Vermummungsverbot verstoßen hatten. Zuvor hatten Randalierer zudem eine Tankstelle angegriffen und eine Bushaltestelle zerstört. Der als besonders militant geltende Schwarze Block war dieses Mal mit rund 400 Leuten besonders stark vertreten.
Am Nachmittag hatten Demonstranten mehrere Dutzend Farbeier auf das Bundesfinanzministerium geworfen. Ein Teil der Fassade des Gebäudes an der Wilhelmstraße war von Farbe übersäht. Die Eier wurden aus einem Demonstrationszug herausgeschleudert, an dem nach Polizeiangaben rund 1.800 Personen teilnahmen. Die Veranstalter sprachen von etwa 4.000 Demonstranten.
Ausschreitungen schon in der Walpurgisnacht
Bereits in der Nacht zum 1. Mai, der sogenannten Walpurgisnacht, hatten Randalierer die Polizei mehrere Stunden lang mit Flaschen und Steinen beworfen und Mülltonnen angezündet. Fünf Autos brannten aus. Bei den Ausschreitungen wurden nach Polizeiangaben 48 Beamte zumeist leicht verletzt. 57 Randalierer wurden vorläufig festgenommen.
Seit 1987 kommt es in Berlin rund um den 1. Mai regelmäßig zu Gewaltausbrüchen. Wegen der Wirtschaftskrise hatten die Polizeigewerkschaften und diverse Politiker diesmal vor einer besonderen Gewalteskalation und einem «Polizei-Notstand» gewarnt.
Auch im Hamburger Schanzenviertel haben sich Linksautonome in der Nacht zum Samstag schwere Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Nach Polizeiangaben warfen Randalierer über mehrere Stunden Steine und Flaschen; Barrikaden und Mülltonnen gingen in Flammen auf. Die Polizei setzte Wasserwerfer gegen die Randalierer ein. Insgesamt seien 23 Menschen festgenommen worden. Sechs Beamte erlitten den Angaben zufolge leichte Verletzungen, vier Polizeifahrzeuge wurden beschädigt. (ddp)
01:03
Ich sagte schon früher, das die Politik noch im
Dampfmaschinenzeitalter ist.
Da sind gerade ein paar überhitze explodiert.
Und wenn die ganze Welt in Stücke geht,
die Sozialgesetzgebung wird nicht gändert,
die Konsequenzen aus der Finanzkrise werden nicht gezogen.
Wenn man derartig Schindluder mit den existenziellen ökonomischen und anderen Interessen der Bevölkerung treibt
und statt eines feinen austarierten
differentiellen nachhatligen Interessendsausgleichs
einfach Bastaartig
finanz-, wirtschafts- und sozialpolitisch
noch strukturkonservativer wird,
fliegt einem eben der existenzielle Druck auf die tatsächlich vorhande menschliche Seele
um die Ohren.
Ich hätte viel lieber viel intelligentere Politik und frage
mich, warum das schon so lange nicht gemacht wird.
So unberechenbar sind die Menschen in ihren Bedürfnissen und sogar der technsiche Fortschritt nun auch wieder nicht.
Im Katasrophenvermeiden schleppen die Deutschen immer noch ihre
volle 6 (ungenügend) aus dem vorigen Jahrhundert mit sich herum.
12:56
Der Artikel ist hochinteressant.
Was soll sich ein normal intelligenter Mensch dabei
denken,wenn seit Willy Brandts Zeiten Vermummte
an Demos teilnehmen dürfen.
Laut Grundgesetz ist das verboten.
Bisweilen erlebt man Überraschungen beim Entfernen der Vermummung.
W.B. musste es erfahren.
Die mit Hakenkreuzen herumschmieren,müssen nicht immer Neonazis sein.
Dieser Trick ist altbekannt.
Verschaft dem Grundgesetz Geltung,und der Spuk hört auf!!!
16:26
Wer sich auskennt weiß doch das es heißt National Sozialistisch.....ist da etwa nicht das Wort Sozialistisch drin ???
Links Extreme sind auch Nazis und Hassen alle die arbeiten gehen und ihnen ihre Stütze wegnehmen wollen. und eine andere Meinung haben...Also linke Nazis sind genau so schlimm wie rechte Nazis.
Ein normaler Mensch trägt keinen Hass in sich...
Die linken sind doch für Palästina und gegen Israel...also sind sie auch Rechts eingestellt...linke haben auch Schläger Trupps die Randalieren siehe Berlin, das kann man durchaus mit der SA vergleichen.
Deshalb es kommt immer an auf welcher Seite der Gewalt man steht.....Richtig ist es auf keinen Fall
15:39
Mangels abgeschalteter Kommentarfunktion bei dem eigentlichen Beitrag (s.u.) an dieser Stelle:
Um es vorwegzunehmen: nein, ich bin weder ausländerfeindlich noch ein Nazi ! Ich lebe selbst mit einer Partnerin aus einem „anderen Kulturkreis“ zusammen und wir haben etliche ausländische Freunde und Bekannte.
Aber ich mag keine fanatisierenden Anhänger weder des rechten noch des linken Spektrums, weil ich beide für gleich gefährlich halte. Umso mehr irritiert mich seit einiger Zeit die tendenziöse Berichterstattung der WAZ.
Natürlich sollte eine „Rhein-Ruhr“ Zeitung“ schwerpunktmäßig auch aus dieser Region berichten. Aber wenn ich mir die heutige Titelseite anschaue und den Hauptartikel zu den Vorkommnissen am 1. Mai in Dortmund lese, habe ich doch meine Zweifel an einer ausgewogenen Berichterstattung. Beiläufig wird erwähnt, dass es auch in anderen Orten zu Auseinandersetzung gekommen ist ohne auch nur zu erwähnen – wie es in anderen Medien geschehen ist , dass dabei Gewalt nicht nur von rechts sondern in großem Maße auch von links ausging.
Nun, die WAZ wundert sich, dass ihre Leserschaft schrumpft ? Vielleicht hat der eine oder andere Leser einfach genug davon, einseitig informiert zu werden ?
Wer zu Informationzwecken kein Internet zur Verfügung hat (immerhin berichtet da derwesten auch von Randale in Berlin und Hamburg) oder andere Zeitungen, wird bei der WAZ einer ziemlich einseitigen Informationspolitik unterworfen.
Mal abgesehen von den - falls zu viele „unpassende“ Beiträge zu einem Thema zu erwarten sind - häufig abgeschalteten Kommentarfunktionen… Aber das ist wieder ein anderes Thema.
Informations- und Meinungsfreiheit sieht für mich anders aus.
Wie auch immer: ich werde der Nächste sein, der sich von der WAZ verabschiedet ;-)
15:24
#knutmithut
wer rechte Schläger als Barbaren sieht, während linke Schläger ihm Mut machen, liegt doch etwas daneben, oder?
Übrigens prügeln die rechtsradikalen Horden natürlich genauso wie die linksradikalen gegen den Kapitalismus, da unterscheiden sie sich nicht.
14:58
Wenn man sih anschaut, wie diese Linksradikalen Typen agieren, wissen wir was auf uns zukommen würde, wenn die Linke tatsächlich mehr als 10 % der Stimmen erhält.
Diese Typen sind doch oft auch in der Linken organisiert und vertreten der Ziele.
14:27
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
13:50
Wenn 15000 junge Menschen gestern ab 18 uhr in Berlin gegen das kapitalistische System demonstrieren und damit die Ursachen der sogenannten Wirtschaftskrise anprangern, dann stimmt mich das positiv für die Zukunft!
Mein Magen dreht sich allerdings um, wenn in Dortmund hunderte rechter Idioten Familienväter und Gewerkschaftsmitglieder ohne ersichtlichen Grund überfallen und spricht wohl Bände über den geistigen Zustand dieser Barbaren!
12:29
rechte gewalt ist natürlich schlimm genug und zu verurteilen, aber das man beim blick in die heutige waz kein wort über linksextreme gewalt gegenüber der polizei in berlin finden konnte, überrascht dann doch. oder vielleicht ist das, was in dortmund passiert ist eine neue art rechter gewalt, von links ist man das dann wohl gewohnt und keine meldung wert. ich bin auch der meinung wie #18, rechts und links einfach irgendwo einkessel und einfach das wegsperren, was nach zwei stunden gemetzel noch übrig bleibt. den rest einfach anonym bestatten. die polizei tut mir aufrichtig leid, dass sie bei solchen demonstrationen (rechts wie links) auch den ordnungshüter spielen muss.
aber vielleicht sollte man in manchen redaktionen überlegen, ob man den rechten nicht ein wenig in die karten spielt, in dem man nur über sie schreibt dafür sich aber wie hier zu lesen,alle mehr über die fehlende berichterstattung (der noch gewaltbereitere) demoder linksradikalen ärgert.
rechtes gedankengut will ich auf keinen fall gutheißen, aber ich bin der meinung, dass in deutschland wesentlich mehr gewalt von links als von rechts ausgeht. hier sollte im sinne des bürgerschutzes auch mal angesetzt werden und den herrn von der linken (name entfallen), der zu unruhen aufgerufen hat sollte man jetzt nach den unruhen einfach mal vor gericht stellen: aufhetzung und anstiftung zum landfriedensbruch, sachbeschädigung privaten eigentums, körperverletzung und was sich da noch findet. aber ich befürchte, dazu hat keiner den mumm....oder darf ich das als unbeteiligter selber?
12:23
Dagegen war Dortmund friedlich, aber in der Print-WAZ auf Seite 1
STERN hat eine andere Schlagzeile
Bilder wie im Bürgerkrieg
Was am Tag friedlich begonnen hatte, mündete in der Nacht in einer Orgie der Gewalt
Quelle: Stern