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Rätselhafter Mord an drei Georgiern

28.02.2008 | 20:12 Uhr

Ein V-Mann des LKA und ein Islamist in Haft. Sie beschuldigen sich gegenseitig

Frankenthal. Nach dem Gewaltverbrechen gegen drei Georgier in Rheinland-Pfalz ist unklar, ob ein langjähriger V-Mann des Landeskriminalamtes (LKA) oder ein polizeibekannter Islamist für die Tat verantwortlich sind. Zwei der Georgier wurden erschossen, der dritte erdrosselt oder erwürgt, wie die zuständige Staatsanwaltschaft Frankenthal am Donnerstag nach der Obduktion der Leichen mitteilte. Der auf die islamistische Szene angesetzte V-Mann sitzt in U-Haft zugleich aber nach Informationen der Süddeutschen Zeitung auch der aus Somalia stammende Islamist Ahmed H. Beide beschuldigen sich gegenseitig des Mordes.

Die drei Georgier im Alter zwischen 28 und 48 Jahren waren demnach Ende Januar zum Autokauf nach Deutschland eingereist und kurz darauf vermisst gemeldet worden. Ihre Leichen wurden am Mittwoch im Altrhein bei Mannheim entdeckt. Der V-Mann und ehemalige Autohändler geriet laut Zeitungsbericht in Verdacht, weil Blut in dem von ihm genutzten LKA-Auto gefunden worden sei, das von einem der Georgier stamme. Vom Raubmord bis hin zum islamistischen Ritualmord halten die Ermittler alles für möglich. "Die Tathintergründe sind nicht geklärt", sagte Oberstaatsanwalt Lothar Liebig.

Womöglich habe der V-Mann den islamistischen Rahmen aber auch konstruiert. Der V-Mann arbeitete angeblich seit dem Jahr 2001 für die Polizei. Er sei Deutscher, heißt es, stamme aber aus dem Nahen Osten.

afp

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