Rätselhafte Krankheit: Kälber schwitzen Blut
31.03.2009 | 23:06 Uhr 2009-03-31T23:06:00+0200
Wesel. Eine bisher unbekannte Krankheit, bei der Blut aus den Hautporen junger Rinder auszutreten scheint, tötet die Kälber und beschäftigt Forscher und Landwirte. Über die Ursache wird gerätselt.
Am Tag zuvor hatte das Kalb schlecht getrunken. Am anderen Morgen lag es tot im Stall. „Wir haben an eine Verletzung gedacht, eine innere Blutung”, sagt Landwirt Robert Meyboom. „Das kommt ja schon mal vor.” Vor anderthalb Jahren war das. Aber dann wiederholte sich der vermutete „Einzelfall”.
Sieben Kälber sind dem Bislicher seither gestorben. Zuletzt eines im Februar. Die Ursache ist rätselhaft: eine bis dato unbekannte Krankheit, bei der Blut aus den Hautporen der jungen Tiere auszutreten scheint, bis sie oftmals in wenigen Stunden sterben. „Wir tappen da völlig im Dunkeln”, so Meyboom.
Ursache rätselhaft
Alle wissen davon, aber keiner weiß Genaues. „Wir verweisen bei Anfragen an die Tierärzte”, sagt Ursula Adams, Beraterin für Milchviehhalter bei der Landwirtschaftskammer in Wesel. Die erleben bundesweit Fälle von „Blutschwitzern”, haben aber wenig Handlungsmöglichkeiten. „Bislang gibt es keine heiße Spur. Alle klassischen Infektionsverdächtigen konnten wir ausschließen”, sagt Fachtierarzt Dr. Peter Heimberg vom Rindergesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer NRW in Bonn. „Mit sehr hohem Aufwand führen Bluttransfusionen zum Erfolg”.
Als es im vergangenen Frühjahr gleich drei Fälle gab, hat der 49-jährige Landwirt neben dem Tierarzt auch die Forscher informiert: Ein Doktorand der Medizinischen Hochschule in Hannover sammelte ebenso Daten wie seine Hochschul-Kollegen in München. Anhand einer möglichst breiten Basis von Informationen hoffen sie, der Ursache dieser rätselhaften Krankheit auf die Spur zu kommen.
„Wir haben zuerst an die Blauzungenkrankheit gedacht”, sagt der Landwirt aus Bislich, weil die sich seinerzeit gerade ausbreitete. Seither hielten sich „die wildesten Vermutungen”. Zuchtfolgen, genveränderte oder gar giftige Futtermittel, sogar Strahlungen von Funkmasten wurden als Ursachen vermutet. Oder Impfungen.
Vielleicht sind die „Blutschwitzer”, wie sie auch genannt werden, mit der ersten Milch der Mutterkühe in Verbindung zu bringen. Sie könnte Antikörper enthalten, die das Knochenmark angreifen und zerstören. Dort werden die Blutzellen gebildet. Bei den verendeten Tieren fehlten die für die Blutgerinnung unerlässlichen Thrombozyten, gab es zu wenige weiße Blutkörperchen, was die Infektionsgefahr erhöht.
Versicherung zahlt nicht
Die toten Kälber werden von keiner Versicherung ersetzt, solange die Ursache keine anerkannte Seuche ist. „Die fallen mir als Zuchttiere aus”, so Robert Meyboom, der derzeit rund 30 Kälber und insgesamt 150 Rinder hält.
Das Schlimme sei, dass man auch vorbeugend nichts gegen diese Krankheit tun könne. Vorsorglich sei das Impfen trächtiger Tiere gegen die Virusdiarrhoe BVD ausgesetzt worden.
Robert Meyboom würde gerne auf das in dieser Sache erwachte große Medieninteresse verzichten. Ihm und seinen ebenfalls betroffenen Kollegen im gesamten Bundesgebiet bleibt nur die Hoffnung, dass es möglichst rasch Forschungsergebnisse gibt.
22:16
Die jetzigen Politiker sind wohl nur Marionetten und haben wieder irgenwelchen Chemiefritzen etwas probieren lassen ohne die Öffentlichkeit darüber zu informieren.
Viel Spass beim Essen.
01:46
Hier halten doch alle ihr Maul, alle werden wieder die alten verantwortlichen politiker wählen. Ich freue mich auf den untergang. Nur durch krassere Meldungen, ja lebensbedrohliche zustände wachen vieleicht einige auf.
16:17
Ich darf gar nicht daran denken wie viele Bauern bei ersten Anzeichen dieser Krankheit das Tier schnell schlachten und es zum Verkauf weiterverarbeiten damit sie keinen finanziellen Verlust erleiden.
Guten Appetit !
@Missy: Ich habe Dich auch verstanden !
08:27
Bin zwar kein sog. Experte, Wissenschaftller oder ein anderer Quacksalber. Empfehle trotzdem, mal in den Chemiekästen in den Abstellkammern der Bauern nach zu sehen und die Tiernahrung von Unabhängigen (!!!!!!!!!!!!!!) Gutachtern untersuchen zu lassen.
22:45
Würden die Rinder in Lourdes grasen, so würden die Gläubigen das wohl als Wunder bezeichnen.
22:26
@Miissy
Sie haben vollkommen Recht.
Jetzt ist der Punkt gekommen, wo die Natur nicht mehr mitmacht.
22:16
Der Doktor und das liebe Vieh
-jeden Sonntag Nachmittag im Dritten um 16.55 Uhr
Aber Spaß bei Seite...... wer weiss denn wirklich, was die alles dem Viehzeug ins Futter mischen?
21:58
Ja ich wunder mich über nichts mehr. Neulich war im TV eine Sendung über den Zoll. Die Beamten wissen, was alles aus der Türkei geschmuggelt wird. Aber es werden trotz der ganzen Krankheiten die dort herrschen, nicht alle Einreisenden an den Flughäfen kontrolliert. In dem Bericht war zu hören, dass dieses nicht möglich ist. In einigen Fällen wurde selbstgemachte Butter, Honig und Wurst gefunden. Es wurde alles entsorgt, bestraft wurde keiner!
Wenn ein Deutscher einen Stein aus der Türkei schmuggeln würde, würde dieser ausfindig gemacht. Sofort aussortiert und wegen schmuggeln von Kulturgüter in den Knast gesteckt.
19:00
Und kein Mensch denkt an diese Tiere...ist halt nur eine wertlose Ware und Missy, ich hab Dich verstanden....
16:58
deswegen tragen Bullen auch Handschuhe :)