Psychisch kranker Häftling auf Weihnachtsmarkt geflohen

Dichtes Gedränge unter dem Dom: Der Kölner Weihnachtsmarkt.
Dichtes Gedränge unter dem Dom: Der Kölner Weihnachtsmarkt.
Foto: dpa
Was wir bereits wissen
Strafgefangener entwischt Betreuerinnen bei einem Ausflug. Er soll vor Jahren eine Frau getötet haben. Fahnder beschreiben ihn als gefährlich.

Köln/Essen.. Gefährliche Justizpanne in Köln: Ein psychisch kranker Strafgefangener ist geflohen, als Betreuerinnen mit ihm einen Ausflug ins Gewimmel des Kölner Weihnachtsmarktes machten. Die Polizei warnt vor dem Mann: Er könne sehr aggressiv werden, niemand solle sich ihm nähern.

Laut Mitteilung der Kölner Polizei ereignete sich der Zwischenfall bereits am Donnerstag. Otto K., 63 Jahre alt, nahm an einem Besuch des Kölner Weihnachtsmarktes teil. Gegen 14.30 Uhr nutzte er das dichte Gedränge auf dem Wallrafplatz, um seinen Betreuerinnen zu entwischen.

Die Polizei spricht in ihrer Mitteilung von "mehreren Betreuerinnen", die möglicherweise aber für mehrere Gefangene zuständig waren. Offenbar war Krüger nicht durch Handschellen oder ähnliches gesichert.

K. hat kein Bargeld dabei und wohl auch nicht die Medikamente, die er benötigt. Die Polizei warnt, dass er "insbesondere unter Alkoholeinfluss sehr aggressiv auftreten" kann. Die Fahnder vermuten ihn in Bonn oder Troisdorf. Beschreibung:

  • 1,78 Meter groß, Halbglatze
  • graue Strickjacke, rotes Hemd, blaue Jeans, olivgrüne Jacke
  • schwarzer Rucksack, rote Kappe

Die Polizei Köln erbittet Hinweise auf K. unter 0221/229-0. Sie warnt aber, dass man nicht an den Gesuchten herantreten solle.

Der Mann ist aufgrund eines Gerichtsurteils seit 1999 in psychiatrischen Kliniken untergebracht. Ihm wurde Totschlag zur Last gelegt. Der psychisch kranke Mann habe einen gesetzlichen Anspruch auf Lockerungsmaßnahmen, heißt es von der Klinik. Er sei in die geschlossene Psychiatrie der Landesklinik Merheim eingewiesen worden. (abe/ mit dpa)