Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Justin Bieber

Psychisch kranker Fan wollte Justin Bieber töten und kastrieren

13.12.2012 | 18:52 Uhr
Justin Bieber bei einem Konzert. Ein psychisch kranker Fan wollte ihn offenbar grausam ermorden.Foto: Getty

Washington.   US-Popstar Justin Bieber ist einem Mordkomplott entgangen. Nach Erkenntnissen der Justiz des US-Bundesstaats New Mexiko hat ein offenbar psychisch kranker Fan aus dem Gefängnis heraus die Ermordung des Popstars geplant. Demnach sollte Bieber mit einer Krawatte erdrosselt und anschließend kastriert werden.

Es liest sich wie das Drehbuch zu einem abscheulichen Horror-Film. Aber nach Erkenntnissen der Justiz im US-Bundesstaat New Mexiko sollte der Plan blutige Realität werden: Ein offenbar psychisch gestörter Fan des Pop-Teenie-Schwarms Justin Bieber hat aus dem Gefängnis heraus minutiös die Ermordung des 18-jährigen Kanadiers geplant.

Wie die Zeitung „Toronto Star“ unter Berufung auf Gerichtspapiere der Behörden in New Mexiko berichtet, hat der wegen Vergewaltigung und Mordes eines 15-jährigen Mädchen seit zwölf Jahren in Las Cruces inhaftierte Dana Martin (45) einen kürzlich freigelassenen Mithäftling mit „hohen Summen“ angestiftet. Bieber und dessen Leibwächter sollten am Rande eines Konzerts in New York Ende November auf bestialische Weise getötet werden.

Justin Bieber sollte mit einer Krawatte erdrosselt und anschließend kastriert werden

Wie aus den Unterlagen hervorgeht, sollte Mark Staake (41), der sich für das geplante Verbrechen mit seinem Neffen Tanner Ruane (23) zusammengetan hatte, Bieber mit einer auffällig gemusterten Krawatte (Paisley) erdrosseln. Das Utensil hatte Dana Martin, der zu 978 Jahren Haft verurteilt ist, bei seinem Mord an der jungen DeAndra Fiorucci in Vermont benutzt. 

McCarthy knutscht Bieber

Im Anschluss, so gab Martin den Auftragsmördern auf, sollte Bieber mit einer bestimmten Gartenschere (Durasharp) kastriert werden. Nach Angaben von Polizeisprecher Robert McDonald in New Mexiko hatte Martin 2500 Dollar ausgesetzt; pro Hoden.

Martin ist Bieber-Fan und trägt eine Tätowierung mit dem Namen des Künstlers

Dana Martin ist nach Recherchen des TV-Senders KRQE seit langem ein leidenschaftlicher Anhänger Biebers, trägt sogar eine Tätowierung mit dem Namen des Künstler am Bein und soll dem Pop-Jüngling aus dem Gefängnis mehrfach lange Briefe geschrieben haben.

Wie die Polizei dem „Time Magazin“ bestätigte, flog die Konspiration letztlich durch die Dummheit der von Martin ausgesuchten Männer auf. Staake war am 19. November mit seinem Partner in einem BMW in Vermont im Nordosten der USA unterwegs. Grund: Sie sollten zunächst zwei andere Auftragsmorde für Martin erledigen, die nicht mit Bieber in Verbindung stehen. Auf der Suche nach ihrem Ziel verfuhren sich die Attentäter in spe und erregten nahe der kanadischen Grenze den Argwohn eines US-Polizisten.

Wenige Tage vor einem Bieber-Konzert wurde Ruane verhaftet

Weil gegen Staake ein Haftbefehl aus New Mexiko vorlag, er hatte gegen Bewährungsauflagen verstoßen, wurde er auf der Stelle verhaftet. Seinen Neffen ließ man frei. Völlig nervös rief der 23-Jährige kurz darauf bei Dana Martin im Gefängnis an, äußerte Unbehagen darüber, die Tat in all ihren schrecklichen Details allein ausüben zu müssen. Dieses Gespräch zwischen Tanner Ruane und Dana Martin wurde von der Polizei abgehört. Kurz darauf knickte Martin im Gefängnis ein und gestand den detaillierten Mord-Plan.

Justin Bieber in OB

Tanner Ruane wurde wenige Tage vor Justin Biebers Konzerten im New Yorker Madison Square Garden verhaftet. In seinem Auto fand die Polizei nach eigenen Angaben Dokumente über die anderen Zielpersonen des Komplotts und „Gerätschaften“, die bei der geplanten Ermordung Biebers zum Einsatz kommen sollten. Kristin Cashmann, Mutter von Tanner und Schwester von Mark Staake, streitet die Vorwürfe rundherum ab. „Alles Hirngespinste im Kopf von Dana Martin“, sagte sie der New York Post.

Dirk Hautkapp



Kommentare
14.12.2012
15:19
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Aus dem Ressort
Rentner protestiert gegen Männerkritik in Udo-Jürgens-Song
Fan-Protest
Raser, Kriegstreiber und Kriminelle - Entertainer Udo Jürgens geht auf seinem aktuellen Album "Mitten im Leben" mit der männlichen Spezies hart ins Gericht. Einem Fan aus dem Odenwald geht die Kritik zu weit, in 16 Städten der Jürgens-Tour hat er "Männersolidaritätsdemos" angemeldet.
Tote Fliegen im OP - Hygieneskandal an Mannheimer Uni-Klinik
Keime
Knochensplitter und tote Insekten am OP-Besteck, Personal, das mangels Qualifikation von Kontrolleuren nach Hause geschickt wird: An der angesehenen Mannheimer Uni-Klinik herrschen schlimme Zustände. Der Fall schockt die gesamte deutsche Krankenhaus-Szene.
„Disslike“ – Promis rezitieren Hass-Kommentare aus dem Netz
Youtube
Der Youtube-Kanal „Disslike“ konfrontiert Promis mit bissigen Kommentaren aus dem Netz. Gregor Gysi und Jan Böhmermann amüsierten sich schon vor laufender Kamera. Andere Promis scheuen sich noch, vor allem Politiker. Dabei wäre ein möglicher Lieblingskandiat AfD-Chef Bernd Lucke.
Schweizer empört über Kaffeesahne mit Hitler und Mussolini
Sammeldosen
In der Schweiz sind Kaffeesahne-Verpackungen mit Porträts von Hitler und Mussolini aufgetaucht. Der Supermarktkette Migros ist es peinlich – der Produzent dagegen empfindet die Kritik als übertrieben. Die Packungen sind inzwischen aus dem Programm genommen worden.
Deutsche lehnen "Social Freezing" als Familien-Planung ab
Familienplanung
Die Mehrheit der Deutschen steht nicht hinter einer Familien- und Karriereplanung mit "Social Freezing". Facebook und Apple zahlen Mitarbeiterinnen jährlich bis zu 20.000 Euro für das Einfrieren von Eizellen – um das Kinderkriegen hinter die Karriere zu stellen.
Umfrage
Die Stadt Duisburg will Schul-Parkplätze an Lehrer vermieten – aber auch an Anwohner. Eine gute Idee?

Die Stadt Duisburg will Schul-Parkplätze an Lehrer vermieten – aber auch an Anwohner. Eine gute Idee?