Psychiaterin soll vor mutmaßlichem Attentäter Holmes gewarnt haben

Was wir bereits wissen
Die Uni-Psychiaterin des mutmaßlichen Attentäters James Holmes soll schon Wochen vor dem Amoklauf in einem Kino im US-Bundesstaat Colorado auf Holmes' "alarmierendes Verhalten" aufmerksam gemacht haben. Das berichtet die Zeitung "Denver Post". Die Leitung der Universität lehnt jeden Kommentar ab.

Washington.. Spekulationen, wonach das Kino-Massaker von Denver/Colorado womöglich hätte verhindert werden können, haben durch einen Bericht der „Denver Post“ neue Nahrung erhalten. Danach hat die Uni-Psychiaterin Dr. Lynne Fenton, bei der der mutmaßliche Attentäter James Holmes in Behandlung war, nach einem Beratungstermin für in Schwierigkeiten geratene Studenten bereits im Juni Berichte über „alarmierendes Verhalten“ des 24-Jährigen zur Verfügung gestellt.

Wie die „Post“ unter Berufung auf nicht genannte Quellen schreibt, wurden die Hinweise aber nicht aufgegriffen. Zwischenzeitlich habe Holmes sein Studium der Neurowissenschaften geschmissen. Die Leitung der Uni in Denver, an der Holmes in einem Graduierten-Programm für Sonderbegabte war, lehnte mit Hinweis auf einer richterliche Informationssperre jeden Kommentar ab.

Anfang der Woche war der 24-Jährige in 142 Punkten angeklagt worden: Er wird verdächtigt, am 20. Juli in einer Mitternachts-Premiere des neuen Batman-Films "The Dark Knight Rises" in einem Kino zwölf Menschen erschossen und fast 60 zum Teil schwer verletzt zu haben.