Proteste nach dem Tod von Freddie Gay

Baltimore..  Nach dem Tod des Schwarzen Freddie Gay ist es in der US-Ostküstenstadt Baltimore zu Protesten gekommen. Der 25-jährige Afro-Amerikaner erlitt vor einer Woche eine Rückenmarksverletzung, während er in einem Polizei-Van aufs Revier gebracht wurde.

Ein Video zeigt, wie Beamte den Mann, der mit Handschellen auf dem Rücken gefesselt war, in den Transporter zerrten. Dabei sei keine Gewalt angewendet worden, erklärte die Polizei. Während der Fahrt habe Gay über Probleme beim Luftholen geklagt und, wie mehrere US-Medien berichten, auch nach einem Inhalator verlangt. Auf dem Weg zur Wache wurde den Berichten zufolge ein anderer Verdächtiger von den Beamten aufgesucht. Als Gay 42 Minuten später aus dem Wagen geholt wurde, habe er nicht mehr geatmet. Ein Notarzt wurde alarmiert, Gay fiel ins Koma.

Der Anwalt der Familie des Opfers wirft der Polizei vor, brutal mit dem Mann umgegangen zu sein. Bis zum 1. Mai soll lückenlos geklärt werden, ob es zu Anklagen gegen die Polizisten kommt. Untersucht wird auch, warum Gay festgenommen wurde. Es besteht der Verdacht, dass er ein Messer bei sich hatte. Die sechs beteiligten Beamten sind derzeit vom Dienst suspendiert worden.