Professoren haben Anspruch auf deutlich höheres Gehalt
14.02.2012 | 10:35 Uhr 2012-02-14T10:35:37+0100
Karlsruhe. Das Verfassungsgericht hat die niedrige Professoren-Besoldung, wie sie in Hessen und einigen anderen Bundesländern herrscht, für grundgesetzwidrig erklärt. Der Entscheidung zufolge haben sogenannte W-2-Professoren nun Anspruch auf ein höheres Grundgehalt wie etwa ein junger Regierungsdirektor.
Das Bundesverfassungsgericht hat das neue System der Professorenbesoldung beanstandet. Die Karlsruher Richter erklärten am Dienstag im konkreten Fall die Bezahlung der Hochschulprofessoren in Hessen in der zweithöchsten Besoldungsgruppe W 2 für verfassungswidrig. Sie verstoße gegen das im Grundgesetz verankerte Alimentationsprinzip, wonach Beamten lebenslang ein angemessener Lebensunterhalt gezahlt werden muss.
"Die gewährte Besoldung ist evident unzureichend", heißt es im Urteil. Die Grundgehaltssätze der W-Besoldung seien "zu niedrig". Der Gesetzgeber müsse verfassungskonforme Regelungen treffen, die spätestens am 1. Januar 2013 in Kraft treten.
Neues System sieht variable Vergütung vor
Die W-Besoldung ist im Gegensatz zum früheren C-Besoldungssystem vom Dienstalter des Professors unabhängig. Das neue zweigliedrige Vergütungssystem sieht ein Mindestgrundgehalt vor, das allerdings rund 25 Prozent niedriger ist als beim alten System. Zudem können variable Leistungsbezüge gewährt werden, etwa für "besondere Leistungen" in Forschung, Lehre oder Nachwuchsförderung sowie für Funktionen in der Selbstverwaltung oder Leitung einer Hochschule.(dapd)
09:15
gut das der normale Arbeitnehmer diesen Anspruch nicht hat! und Satire wieder aus!
16:31
Das System im öffentlichen Dienst sieht keine Leistung vor.
Professoren haben im Regelfall zusätzliche Einkünfte. Ebenso soll dort, wo der Markt eng ist, mehr bezahlt werden können. Das ist richtig.
Nur hat das Beamtensystem etwas gegen Leistung. Das Urteil zeigt es. Bei der aktuellen Verschuldung und den Pensionsforderungen ist das deutsche System nicht mehr lange tragbar. Nur wie soll man es reformieren, wenn Richter und Abgeordnete im Regelfall nur dieses System kennen und davon abhängen?
13:57
und niemand will sich das eigene Nest beschmutzen.
Da genießen sie schon das höchste Gut, nämlich die Unkündbarkeit und dazu ein Pensionssystem mit GARANTIERTEM Rentenansprüchen auf höchstem Niveau, aber all das reicht nicht.
Ja, viele - aber bei weitem nicht alle - Professoren sind kluge Menschen. Und ja, sie sollen auch gut verdienen, aber bitte nicht über das Verfassungsgericht. Wo steht geschrieben, was ein Job WERT ist? EIn Professorenleben ist geprägt von wahnsinnig viel Freiheiten, das ist auch ein Asset. Lehre kann delegiert werden, Forschung nach eigenem Gusto, jaja.
Komisch, dass Beamte aber wiederum sagen, dass gleiche Arbeit nicht mit gleichem Lohn versehen werden muss. D.h. 50% weniger für gleiche Arbeit ist ok, das ist Markt. Endlose Verlängerungen von Zeitverträgen, alles ist ok. Kein Anspruch auf Rente, alles ist ok, aber verbeamtete Politiker und Richter gönnen sich Privatkrankenversicherung, üppigste Pensionen, Unkündbarkeit und das Beste ist:
Sie können es selbst enscheiden! Deutschland braucht schnellstmöglich eine Revolution!
13:57
#13 bezieht sich auf Kommentar #1 von Siegrun
13:55
Netto beim angestellten Lehrer:
Der Krankenkassenbeitrag wurde bereits abgezogen.
Netto beim verbeamteten Lehrer:
Der Krankenkassenbeitrag für jedes einzelne Familienmitglied muss nach der Auszahlung des Gehalts noch privat abgeführt werden, das sind mehrere Hundert Euro, je nach Größe der Familie.
Erst danach kann man vergleichen, was jedem übrig bleibt..
13:40
Wenn sich doch um den körperlich arbeitenden Teil der Bevölkerung mal so viele Gedanken gemacht würden.....
12:49
Frisören haben Anspruch auf deutlich höheres Geld. Krankenpfleger auch. Heimbedienstete auch. Verkäuferinnen auch. Müllmänner (und Frauen) auch. Rentner ( ich zum Beispiel) auch.....
12:48
Ich kann und will nicht darüber urteilen, ob Professoren genug verdienen.
Aber was ist ein angemessener Unterhalt und warum müssen Professoren Beamte sein?
#DerNachdenker
Was nützen Gewerkschaften, wen der Arbeitgeber nicht im Arbeitgeberverband ist?
Überhaupt nichts.
12:28
Zumindest sollten diese mehr verdienen als Adolf Sauerland im Ruhestand.
11:56
Ich dachte auch immer Professoren verdienen einen Haufen an Geld, dem ist nicht so. Die meisten kommen aus der Wirtschaft und haben so eine gute Grundlage. Vorteil als Dozent ist ganz klar, der Job ist Bomben sicher.