Prinz Harry ist gegen Krokodile versichert

Prinz Harry auf Patrouille in Australien – kein  ungefährlicher Arbeitsplatz.
Prinz Harry auf Patrouille in Australien – kein ungefährlicher Arbeitsplatz.
Foto: Getty images
Was wir bereits wissen
Eine Versicherung in Australien schenkte dem britischen Thronfolger Prinz Harry jetzt eine Krokodil-Police. Falls er von einem der Reptile gefressen wird.

Sydney.. Der begehrteste Junggeselle Großbritanniens streift derzeit durch den roten Staub im Outback Australiens und ist im Norden auf der Pirsch auch durch gefährliches Krokodilgebiet. Doch Australien hat Prinz Harry dabei gut versichert: 50.000 Dollar bekommt die Queen, sollte ihr Enkel in der einstigen Kolonie doch noch von einem der gewaltigen Reptile gefressen werden.

Ob 50.000 australische Dollar dem Kopf des Vierten in der britischen Thronfolge wirklich gerecht werden würden, darüber lässt sich sicherlich streiten. Doch die australische Versicherung TIO hat Prinz Harry zur „Sicherheit“ eine ihrer „Krokodilversicherungen“ ausgeschrieben.

Royals So sei der Prinz während seiner Zeit im hohen Norden Australiens zumindest gut versichert, bestätigte Luke Harris, der Sprecher des Unternehmens, der lokalen Tageszeitung NT News und warb fleißig für seine Firma: „Er kann ruhig schlafen, weil er weiß, dass er eine TIO-Krokodilversicherung im Rucksack hat.”

Die "Krokodilversicherung" gibt es tatsächlich

Ganz ernst ist das natürlich nicht gemeint, doch das Produkt gibt es tatsächlich: Normalerweise kaufen es Touristen, meist ebenfalls als Gag, denn ausbezahlt werden musste die Versicherung noch nie, beteuern die Anbieter. Für die Firma ist es jedoch ein medienwirksames Produkt.

Auch als US-Präsident Barack Obama 2011 zu Gast im Norden Australiens war, stellte die Versicherung schon einmal ein solches Zertifikat aus. Obama scherzte damals vor einer Gruppe US-Marines, dass die Versicherungspolice eine „Beruhigung für seine Frau“ sei und nannte sie das „ungewöhnlichste Geschenk“, das er je bekommen habe. Außerdem gestand er humorvoll ein, dass er bei seiner Gesundheitsreform in Amerika ein vergleichbares Produkt glatt vergessen habe.

Prince Harry ist zwei Monate in Australien und Neuseeland

Prinz Harry oder „Prince Wales”, wie er in Militärkreisen genannt wird, verbringt die letzten zwei Monate seiner Armeezeit im Augenblick in Australien und Neuseeland, bevor er im Juni den Soldatenjob endgültig an den Nagel hängen wird. Einer seiner Trainingsorte lag dabei im hohen Norden Australiens, wo der Prinz mit Norforce ein Manöver bestritt. Norforce ist das australische Regiment, das die Nordküste des Landes schützt und hauptsächlich aus Aborigines-Soldaten besteht, die in ihrer Arbeit das teils jahrtausendealte Wissen ihrer Vorfahren mit einbinden.

Auch der Prinz soll nach australischen Medienberichten in die Überlebenskünste im Busch eingeführt worden sein. Dazu gehörte sicherlich auch, wie man den gefährlichen Salzwasserkrokodilen aus dem Weg geht...

Benefiz Doch der 30-Jährige scheint dabei seine eigenen Methoden gehabt zu haben: Nach einem Bericht des australischen Senders ABC ist Prinz Harry den Raubreptilien mit Hilfe eines „Tiger Armed Reconnaissance Helicopter“ entflohen – Teil seines Trainingsplans im Norden des fünften Kontinents.

Rollstuhl-Footballmit verletzten Soldaten

Zur Entspannung nach den Strapazen des Manövers verbachte der Prinz auch Zeit mit seinen Kameraden und Bewohnern der Region: Beispielsweise spielte er „Rollstuhl“-Football mit verletzten Soldaten, andere Fotos zeigen ihn auch beim Spiel mit Aborigines- Kindern.

Nach dem Manöver wird Prinz Harry diese Woche nun zur 100-Jahrfeier nach Gallipoli in die Türkei reisen, wo australische und neuseeländische Soldaten im Ersten Weltkrieg schwere Verluste erlitten. Danach kehrt er wieder zurück nach Australien, bevor er im Mai in Neuseeland erwartet wird.