Polizisten erschießen Mann auf dem Times Square in New York

Polizisten zielen am Times Square in New York auf den Mann (l.), der ein Messer in der Hand hält.
Polizisten zielen am Times Square in New York auf den Mann (l.), der ein Messer in der Hand hält.
Foto: ap
Was wir bereits wissen
Mitten auf dem belebten New Yorker Times Square haben Polizisten einen Mann erschossen. Er soll sie mit einem Messer bedroht haben. Zahlreiche Touristen und Passanten filmten den Vorfall mit ihren Handys. Die Tante des Getöteten wirft der Polizei einen unangemessenen Einsatz von Gewalt vor.

New York.. Vor den Augen zahlreicher Touristen und Passanten haben Polizisten auf dem New Yorker Times Square einen Mann erschossen, der sie mit einem Messer bedroht haben soll. US-Medien veröffentlichten am Wochenende Handyvideos von Passanten von dem Vorfall. Auch im Internetportal Youtube sind zahlreiche Aufnahmen davon zu finden.

Auf einem auf der Internetseite des TV-Senders NBC gezeigten Video ist zu sehen, wie der in einem weißen T-Shirt gekleidete Mann vor zahlreichen Polizisten zurückweicht, bevor plötzlich ein Dutzend Schüsse und die Schreie der Passanten zu hören sind.

Mann bedroht Polizisten mit Messer

Ein auf der Webseite der "New York Times" veröffentlichtes Foto eines brasilianischen Touristen zeigt, wie zwei Polizisten ihre Waffen auf den Mann richten, der in seiner Hand offenbar ein Messer hält.

Ein Handyvideo auf der Seite zeigt, wie der vor der Polizei zurückweichende Mann von einem Passanten aufgefordert wird, sich auf den Boden zu legen: "Die werden dich erschießen, Bruder!" Auf den Videos ist zu sehen, wie zahlreiche Passanten mit etwas Sicherheitsabstand den Vorfall filmen.

Vorwurf: Unangemessener Einsatz von Gewalt

Nach Angaben der Polizei hatte der Mann die Beamten bedroht, diese konnten ihn auch nicht mit Pfefferspray überwältigen. Als der Mann auf die Polizisten zugestürzt sei, hätten sie zwölf Kugeln auf ihn abgefeuert, berichtete NBC.

Eine Tante des Erschossenen warf der Polizei einen unangemessenen Einsatz von Gewalt vor: "Man braucht keine zwölf Kugeln, um jemanden zu erschießen", sagte Margaret Johnson der "New York Daily News". Ein Polizeivertreter sagte örtlichen Medien hingegen, die Beamten hätten "angemessen gehandelt".