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NSU

Polizist soll Thüringer Neonazis Informationen gesteckt haben

25.08.2012 | 12:16 Uhr
Polizist soll Thüringer Neonazis Informationen gesteckt haben
Die drei NSU-Mitglieder sollen Warnungen aus der Polizei bekommen habenFoto: dapd

Hamburg.  Ein Thüringer Polizist soll Ende der 90er Jahre Dienstgeheimnisse an das Umfeld der Zwickauer Neonazi-Zelle verraten haben. Der Polizist soll den Rechtsextremisten Enrico K. vor Polizeiaktionen gewarnt haben. Enrico K. habe wie die drei Mitglieder der Neonazi-Zelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) zur Neonazi-Gruppierung "Thüringer Heimatschutz" gehört.

Ein Thüringer Polizist soll an das Umfeld der NSU-Terroristen in den 90er-Jahren geplante Polizeiaktionen verraten haben. Das berichteten "Spiegel Online", "Süddeutsche.de" und das Internetportal der Tageszeitung "Die Welt". Martina Renner, Innenexpertin der Linksfraktion im Thüringer Landtag, sagte: "Entsprechende Unterlagen liegen uns seit wenigen Tagen vor."

Laut "Spiegel.de" handelt es sich um einem geheimen Vermerk des Bundesamtes für Verfassungsschutz vom 30. Juli 1999, den dieses an das Landesamt für Verfassungsschutz in Erfurt geschickt hatte. Der Beamte der Polizeidirektion Saalfeld soll mit der Neonazi-Gruppierung Thüringer Heimatschutz sympathisiert und an Treffen teilgenommen haben. Es gebe allerdings keine "keine bestätigenden Hinweise" auf den Verrat von Dienstgeheimnissen", hieß es in dem Bericht des Internetportals.

Untersuchungsausschuss muss mutmaßliches Leck untersuchen

"Hinweise auf einen zweiten Polizeibeamten in den Reihen der Thüringer Neonazis lieferte zudem ein V-Mann des Militärischen Abschirmdienstes, doch auch in diesem Fall blieben Konsequenzen aus", so "Spiegel.de". Der Berliner Untersuchungsausschuss müsse nun klären, ob das mutmaßliche Leck bei der Polizei die Flucht des Trios im Untergrund erleichterte.

Die Linken-Politikerin Renner, die dem Thüringer NSU-Untersuchungsausschuss angehört, verlangt eine lückenlose Aufklärung. "Die Welt" berichtete im Internet, nach ihrer Darstellung ergebe sich aus den Akten, dass der Polizist engen Kontakt zum Thüringer Heimatschutz unterhalten habe.

Renner habe mitgeteilt, 1999 hätten jeweils ein V-Mann des Kölner Bundesamtes für Verfassungsschutz sowie des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) ihn unabhängig voneinander als "national eingestellten Polizisten" eingestuft und über seine engen Kontakte in das Milieu berichtet.

Polizeibeamter machte Karriere ohne Konsequenzen

Laut Renner sei dies nach Aktenlage ohne Konsequenzen geblieben, schrieb "Welt online". Im Gegenteil habe der Polizeibeamte Karriere gemacht. Er sei zum Landeskriminalamt gewechselt und mit der Verfolgung von Drogendelikten betraut worden. Im Jahr 2010 sei er zum Thüringer Verfassungsschutz abgeordnet und ein Jahr darauf fest eingestellt worden. Er habe "sogar V-Leute geführt", sagte Renner.

Im Dezember 2011, kurz nach dem Selbstmord der NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos, sei der Beamte den Akten zufolge aus dem Verfassungsschutz abgezogen und zur Polizeidirektion Erfurt versetzt worden. (dapd/rtr)



Kommentare
26.08.2012
14:28
Polizist soll Thüringer Neonazis Informationen gesteckt haben
von PSchmoll | #6

@ #5
Schon mal die offizielle Kriminalstatistik gesehen?
Gegenüberstellung Straftaten Ausländer - Deutsche (die ohne geschenkten Pass!)?
Nein, denn sonst würden Sie nicht so einen Unsinn schreiben.

1 Antwort
Sie haben den Kommentar nicht verstanden.
von Cebulon | #6-1

Die Kriminalstatistik hat nichts mit foxtrotts Aussage zu tun.

Er geht davon aus, dass Menschen mit rechter Gesinnung eher bei Polizei und Militär anzutreffen sind, als im Durchschnitt der Bevölkerung, oder gar bei Menschen mit eher linker politischer Einstellung.

Das ist kein Unsinn

26.08.2012
10:12
Polizist soll Thüringer Neonazis Informationen gesteckt haben
von foxtrott | #5

Nein, "thordril" ist kein nick, der zynisch, aber nicht sehr originell, entlarvt, wes Geistes Kind man ist...
In einem Land, in dem natürlich, weil offene Grenzen und Demokratie herrschen, auch Menschen mit Migrationshintergrund, Straftaten begehen (warum sollten Migranten umd deren Kinder heiliger sein als die Deutschen...), müssen Polizisten diese Straftaten verfolgen. Leider ist, nach sachlich eruierten Zahlen, festzustellen, dass Rechte ehr einen Hang zur Uniform an sich haben als Linke, von denen nur ein geringer Teil in der sogenannten "Autonomenkluft" erscheint, während sich das linke Spektrum durch bunte bis bürgerlich - legère Kleidung auszeichnet. Wie auch ihre Meinungen eher vielfältiger sind und nicht auf wenige, sinnentleerte und fortschrittsverweigernde Ziele zulaufen. Punkt.

25.08.2012
20:51
Polizist soll Thüringer Neonazis Informationen gesteckt haben
von thordril | #4

@ 1 - das sehe ich so wie Sie. Nein - Polizisten sind nicht rechts, die ertragen es, wenn linke Gewalttäter sie angreifen, wenn die Polizisten rechte Demos begleiten müssen und die werden auch dann nie rechts, wenn sie tagtäglich die vielen Straftaten mit Migrationshintergrund bearbeiten müssen und ohne Respekt von Ausländern behandelt zu werden, berührt deutsche Polizisten auch nicht wirklich. Darum ist - bestimmt - nicht ein einziger Polizist "rechts"!

25.08.2012
17:26
Polizist soll Thüringer Neonazis Informationen gesteckt haben
von aufkoks | #3

Ich habe noch im Hinterkopf das Polizisten die besseren Menschen sein sollen, Vorbildfunktion und so.

25.08.2012
15:52
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #2

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25.08.2012
14:03
Polizist soll Thüringer Neonazis Informationen gesteckt haben
von h.morun | #1

Nein- im der Polizei gibt es keine Rechten ! Nein- in der Polizei gibt es keine KuKluxKlan Mitglieder! Nein die Polizei ist sauber und der Freund und Helfer ( In stuttgart schlugen Bereitschaftsschläger auf Kunder und Rentner / Bürgerinnen ein - 400 Verletzte)

Nein es gibt keine Rechte Gesinnung in der Polizei. Und auch nicht bei den Gerichten.( In Stuttgart verhindert ein Staatsanwalt seit jahren die Verhaftung in Italien verurteilter NaziMörder. Sie leben auf freiem Fuss.

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