Das aktuelle Wetter NRW 7°C
Panorama

Polizei entdeckt zweites totes Baby in Lünen

12.10.2012 | 14:50 Uhr

Grausiger Fund im Ruhrgebiet: Polizisten haben eine Woche nach dem Fund eines toten Babys in Lünen in der Wohnung der Mutter eine weitere Säuglingsleiche entdeckt. Bei Aufräumarbeiten fanden sie das Baby, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der etwa ein Monat alte Säugling sei vermutlich vor etwa einem halben Jahr gestorben.

Lünen (dapd). Grausiger Fund im Ruhrgebiet: Polizisten haben eine Woche nach dem Fund eines toten Babys in Lünen in der Wohnung der Mutter eine weitere Säuglingsleiche entdeckt. Bei Aufräumarbeiten fanden sie das Baby, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der etwa ein Monat alte Säugling sei vermutlich vor etwa einem halben Jahr gestorben. Die Obduktion habe wegen des Zustands der Leiche keine eindeutige Todesursache ergeben. Beide Babys waren, als sie gefunden wurden, bereits skelettiert.

Derzeit gebe es keine Anhaltspunkte auf ein weiteres totes Kind, sagte Staatsanwältin Barbara Cuntze am Freitag auf dapd-Anfrage. Ausschließen könne sie einen weiteren Fund jedoch nicht.

Den ersten Fund hatten Einsatzkräfte vor einer Woche bei Aufräumarbeiten nach einem Brand im Badezimmer der Wohnung gemacht. Das erste Baby war den Angaben zufolge bereits vor etwa anderthalb Jahren gestorben. Da es bei diesem Säugling keine Zeichen auf Gewalteinwirkungen gab, schloss die Staatsanwaltschaft ein Verbrechen zunächst aus.

Bericht: Wohnung vermüllt

Offenbar sei die Mutter mit dem Tod überfordert gewesen und habe sich nicht um die Beerdigung kümmern können, hieß es. Die 29-Jährige war vergangene Woche nach einer ersten Vernehmung entlassen worden. Sie befindet sich seither in ärztlicher Behandlung. Die Frau lebte nach Angaben der Ermittler alleine in der Wohnung und hatte beide Kinder heimlich zur Welt gebracht. Die "Ruhr Nachrichten" berichteten am Freitag auf ihrer Internetseite mit Berufung auf Anwohner, die Wohnung der Frau sei völlig vermüllt gewesen.

Nach Angaben der Staatsanwältin laufen Ermittlungen zur Klärung der Umstände. Zudem sollen weitere Zeugen befragt werden. Angaben zum Vater wollte sie nicht machen. Die Ursache des Brandes Ende September sei noch nicht zweifelsfrei geklärt. Das Feuer war an einem Warmwasserboiler ausgebrochen.

dapd

dapd

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7188242/create

Umfrage
Cascada landete beim Eurovision Song Contest nur auf Platz 21. Muss im nächsten Jahr der deutsche Kandidat wieder anders bestimmt werden?

Cascada landete beim Eurovision Song Contest nur auf Platz 21. Muss im nächsten Jahr der deutsche Kandidat wieder anders bestimmt werden?

 
Fotos und Videos
Razzia gegen Rocker in Mülheim
Bildgalerie
Rocker
CSD in Düsseldorf
Video
Video
Tornado verwüstet Vorort
Bildgalerie
Dutzende Tote
Star-Auflauf in Cannes
Bildgalerie
66. Filmfestspiele
Aus dem Ressort
Frauen nach Jolies Brustamputation für Thema sensibilisiert
Krebsvorsorge
Die Brustamputation von Angelina Jolie wirkt sich bisher nur wenig auf das Patientenaufkommen in NRWs Frauenarztpraxen aus. Allerdings ist Fachärzten zufolge eine höhere Sensibilisierung durch die Erklärung der Hollywood-Schauspielerin erkennbar. Manche Patientin horcht nun eher in sich hinein.
Polizei vermutet Profis hinter Juwelendiebstahl von Cannes
Juwelendiebstahl
Die Polizei glaubt, dass hinter dem spektakulären Juwelendiebstahl in Cannes eine Profi-Bande steht. Für den Diebstahl verschafften sich die Täter über ein Nebenzimmer Zugang zu dem dem Raum einer Mitarbeiterin des schweizerischen Luxusunternehmens Chopard und erbeuteten dort wertvollen Schmuck.