Pilot ließ Flugzeug mit Absicht abstürzen

Namibia..  Mit Absicht hat der Pilot das Flugzeug von Mozambique Airlines am Boden zerschellen lassen. Das bestätigt ein Zwischenbericht des Ministeriums für Arbeit und Transport in Namibia laut „focus. de“. Bei dem Flugzeugunglück am 29. November 2013 in Namibia kamen 33 Menschen ums Leben. Jetzt ist das ganze Szenario dank Flugschreiber und Stimmrekorder bekannt: Pilot Herminio dos Santos Fernandes verriegelte das Cockpit und ging in den Sinkflug.

Die Gründe für den gewollten Flugzeugabsturz werden wohl nie ans Licht kommen. Bekannt ist, dass der Sinkflug begann, nachdem der Co-Pilot auf die Toilette gegangen war. Der 49-jährige Pilot – mit über 9000 Flugstunden Erfahrung — änderte die Höheneinstellungen auf dem Flug von Maputo (Mosambik) nach Luanda (Angola) manuell. Aus einer Flughöhe von rund 11 500 Metern wurden schnell 1400, dann 570, schließlich 180 Meter. Viel zu niedrig für das überflogene Gebiet. Bis das Flugzeug am Boden zerschellte, dauerte es gerade mal sieben Minuten, die 27 Passagiere und sechs Crewmitglieder starben.

Alarm eigenhändig abgeschaltet

Wie auf dem Stimmrekorder zu vernehmen ist, soll der Pilot weder auf den Alarm gehört haben noch auf das laute Klopfen an der Cockpit-Tür. Im Gegenteil, der Alarm, der ertönt, wenn die Maschine zu nah am Boden ist, wurde ebenfalls von Hand abgeschaltet. Auch ein Notruf wurde nicht abgesetzt. Demnach spricht alles dafür, dass Fernandes mit voller Absicht handelte.

Der vollständige Bericht der amerikanischen Verkehrsbehörde National Transportation Safety Board soll zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht werden.