Phil Rudd von AC/DC gesteht Todesdrohung

Tauranga..  Phil Rudd war stets der böse Bube von AC/DC. Dieses Image bediente der Schlagzeuger der Hardrock-Gruppe auch vor Gericht in Tauranga, Neuseeland. Der 60-Jährige kam bisher leger gekleidet zu den Verhandlungen, Medienvertreter ging er rüde an. Dabei ging es um nichts weniger als den Vorwurf der Anstiftung zum Mord.

Jetzt vollzog der Musiker eine überraschende Kehrtwende. Rudd erschien in feinem Zwirn – und legte ein Geständnis ab.

Der Australier gab zu, eine Todesdrohung gegen einen früheren Mitarbeiter der Band ausgestoßen zu haben. Zudem räumte er Drogenbesitz in geringen Mengen ein. Bisher hatte Rudd alle Vorwürfe abgestritten.

Laut Anklage hatte er im September vorigen Jahres einen Mitarbeiter mit dem Tod bedroht. Einem Ex-Geschäftspartner soll Rudd 200 000 neuseeländische Dollar (rund 143 000 Euro) angeboten haben, dazu wahlweise ein Motorrad, ein Auto oder ein Haus, wenn er den Mitar­beiter – wie es hieß – entferne.

Im November wurde Rudd festgenommen. In seinem Haus wurden ein halbes Gramm Metamphetamin und 91 Gramm Cannabis entdeckt.

Den Vorwurf der Anstiftung zum Mord ließ die Staatsanwaltschaft inzwischen fallen – aus Mangel an Beweisen. Dennoch drohen Rudd bis zu sieben Jahre Gefängnis: Höchststrafe für eine Todesdrohung.

AC/DC ist im Hinblick auf Rudd Kummer gewohnt. Wegen seiner Drogeneskapaden war der Rock-Rüpel Anfang der 80er ausgestiegen, aber nur kurze Zeit später wieder zurückgekehrt.

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