"Phantom"-Spuren gehören 71-jähriger Polin
18.04.2009 | 09:59 Uhr 2009-04-18T09:59:00+0200
Berlin. Die Polizei weiß nun offenbar, wer hinter der irrtümlich gejagten "Phantomkillerin" steckt: Die DNA-Spuren gehören einer 71-jährigen Frau aus Polen. Ihre Genspuren hafteten an verunreinigten Wattestäbchen, die die Polizei zur Spurensicherung einsetzte und auf die falsche Fährte führten.
Im Fall der «Phantom»-Ermittlungspanne sind angeblich neue Ergebnisse zur Identität der an Dutzenden Wattestäbchen gefundenen DNA-Spuren aufgetaucht. Wie die Online-Ausgabe der «Bild»-Zeitung am Freitag unter Berufung auf Polizeikreise berichtete, handelt es sich um eine 71 Jahre alte Frau, die als Verpackerin bei einer Firma im bayerischen Tettau gearbeitet hatte. Dort sei sie seit längerem nicht mehr beschäftigt.
Die Wattestäbchen hatte sie dem Blatt zufolge offenbar bereits vor Jahren verunreinigt. Die Frau stamme aus Polen, hieß es weiter. Die Polizei habe aufgrund der Gen-Spur zuletzt vermutet, dass die vermeintliche «Phantomkillerin» aus Osteuropa stamme. Den Ermittlern sei jedoch weiterhin unklar, wie die Frau die Wattestäbchen verunreinigt habe.
Ende März war bekannt geworden, dass es das «Phantom», das unter anderem im Zusammenhang mit dem Heilbronner Polizistenmord von 2007 gesucht wurde, gar nicht gibt. Die an rund 40 Tatorten gesicherten DNA-Spuren der vermeintlichen Serientäterin sind auf verunreinigte Wattestäbchen der Kriminaltechniker zurückzuführen. (ddp)
12:31
Spitzen -Fahndungsleistung!!!