Pfefferspray-Cop wird zum Symbol der Occupy-Bewegung
24.11.2011 | 16:52 Uhr 2011-11-24T16:52:41+0100
Essen. Es ist noch nicht einmal eine Woche vergangen seit die Occupy-Proteste an der University of California in Davis geräumt wurden. Ein Polizist sprayte den Demonstranten dabei mit Pfefferspray direkt ins Gesicht. Die Videos der Aktion wurden im Internet veröffentlicht und machten den Beamten als "Pepperspray-Cop" berühmt.
Mehrere junge Demonstranten sitzen am Boden. Sie gehören der Occupy-Bewegung an und protestieren gegen die Räumung ihres Zeltlagers an der University of California, Davis. Plötzlich taucht ein Polizist auf, er trägt eine rote Pfefferspray-Dose. In aller Ruhe sprayt er den am Boden sitzenden Studenten das beißende Gemisch direkt in die Augen.
Der Vorfall vom vergangenen Freitag hat in den USA zu Diskussionen geführt. Wie kann es sein, dass wehrlose Demonstranten derart brutal angegangen werden? Zwei Polizisten, denen per Video unnötige Gewalt gegen die Occupy-Studenten nachgewiesen wurde, sind momentan suspendiert. Die Direktorin der Universität in Davis, die den Polizeieinsatz zur Räumung des Camps anordnete, steht ebenfalls in der Kritik.
Selbstjustiz im Internet wird binnen Tagen zum Selbstläufer
Der Polizist mit der Pfefferspray-Dose ist freigestellt und muss mit einer Untersuchung der Vorgänge rechnen. Doch das ist nicht das Schlimmste. Der "Pepperspray-Cop" ist binnen kürzester Zeit berühmt geworden - samt Namen, Anschrift und Handynummer.
Internet-Vigilantism, Internet-Selbstjustiz, heißt das Phänomen. Chinesische Tierquäler sind ein beliebtes Motiv, unvergessen ist auch das "Dog Poop Girl" aus Südkorea. Ihr Hund machte sein Geschäft in der U-Bahn, sie weigerte sich es weg zu putzen und wurde dabei gefilmt. Die öffentliche Zur-Schau-Stellung brachte das Mädchen schließlich sogar dazu, die Universität abzubrechen.
"Pepperspray-Cop" ist ein beliebtes Photoshop-Motiv
Dem "Pepperspray-Cop" könnte nun ein ähnliches Schicksal bevorstehen. Vor allem aber wird sein Bild von der Netzgemeinde zur Unterhaltung in alle möglichen Fotos, Gemälde und Comics eingebaut. Die kreative Rache der Internet-Gemeinde machte den Polizisten zum Symbol behördlicher Willkür im Umgang mit der Protestbewegung "Occupy Wall Street".
Das Video vom Freitag wurde mittlerweile fast 2 Millionen Mal aufgerufen. Internationale Medien berichten, überall auf der Welt wird der kalifornische Beamte per Photoshop in bekannte Szenerien eingebaut, selbst T-Shirts mit dem Spraydosen-Polizisten werden gedruckt.
15:55
Geschenkidee: Pfefferspray!!!
Hier geht es weiter:
http://misanthrope.blogger.de/STORIES/1947437/
14:35
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14:33
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@Sahneschnittchen,
bitte posten Sie keine Beiträge zu Youtube. Vielen Dank. Moderation.
14:11
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11:52
... eine Tüte Mitleid. Schaun wir mal rein, hmmm, nichts drin ...
18:21
Finde ich gut. So etwas müsste es bei uns vermehrt geben.
17:14
Mein Mitleid für dieses Internet-Vigilantism hält sich bei diesem Polizisten sehr in Grenzen. Und selbst diese Formulierung ist noch freundlich ausgedrückt.
Schade das beim anschließenden "einkesseln" eine Seite offen geblieben ist. Aber vielleicht auch besser so, wer weiß wie diese als Terminators verkleideten Möchtegern-Rambos dann reagiert hätten.
Nur zur Information: Es handelt sich nicht um einen "echten Poizisten", das ist ein Polizist von der sog. "Campus-Polizei der University of California". Diese "Polizisten" haben nur bestimmte Befugnisse auf dem entsprechendem Gebiet. So was gibt es natürlich nicht bei uns. Das wäre hier allerhöchstens mit einem "privaten Wachdienst" zu vergleichen, der allerdings bei weitem nicht solche Befugnisse hat.
Das ist eben nur in den USA möglich.
Und die "Campus-Polizei" darf dann so handeln?