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Selbsteinschätzung

Studie: Männer überschätzen oft ihre Anziehungskraft auf Frauen

16.12.2011 | 15:08 Uhr
Studie: Männer überschätzen oft ihre Anziehungskraft auf Frauen
Beim Speed-Dating liegen die Gesprächspartner mit ihren Selbsteinschätzungen oft daneben. Das zeigte eine amerikanische Studie.

Washington.   Eine amerikanische Studie belegt, dass Männer und Frauen sich nach dem ersten Kennenlernen häufig selbst falsch einschätzen. Dabei neigen Frauen dazu, sich selbst zu unterschätzen, wobei Männer eher zur Überschätzung neigen. Diese Wertung trägt zu Missverständnissen am Anfang einer Beziehung bei.

Die Geschichte von Mann und Frau ist eine Geschichte von Missverständnissen. Warum, zeigt jetzt eine Studie um die US-Psychologin Carin Perilloux: Männer neigen oft dazu, ihre Anziehungskraft auf Frauen zu überschätzen.

Die Wissenschaftlerin vom Williams College im US-Staat Massachusetts untersuchte mit Kollegen 96 Studenten und 103 Studentinnen beim Speed-Dating. Den Studienteilnehmern wurden jeweils fünf Personen des anderen Geschlechts als Gesprächspartner zugeteilt, die Begegnungen dauerten drei Minuten. Zu Beginn gaben alle Teilnehmer an, wie attraktiv sie sich selbst einschätzten und ob sie an einer Kurzbeziehung interessiert seien. Nach jedem Drei-Minuten-Gespräch notierten sie, wie attraktiv sie ihr Gegenüber gefunden hätten und ob sie sexuell interessiert an der Person seien.

Fehlende Selbsteinschätzung bei der Wirkung auf das Gegenüber

Ergebnis: Frauen neigten dazu, das Interesse der Männer an ihnen zu unterschätzen. Männer wiederum, die interessiert an schnellem Sex waren, überschätzten oft ihre Anziehungskraft auf die Frau. Je attraktiver der Mann die Frau fand, desto eher war er überzeugt davon, bei ihr einen guten Eindruck hinterlassen zu haben. Dabei neigten Männer, die tatsächlich anziehend auf Frauen wirkten, am wenigsten zur Selbstüberschätzung.

Missverständnisse zwischen Mann und Frau

„Es gibt zwei Fehler, die Männer machen können“, sagte Perilloux. „Entweder er denkt: ‘Toll, die Frau hat wirklich Interesse an mir’ - und es stellt sich heraus, sie ist es nicht.“ Dies sei peinlich und ein Schlag fürs Ego. „Oder die Frau hat Interesse, und er kriegt es nicht mit.“

Den Männern riet die Psychologin, sich stets zu vergegenwärtigen, dass sie mit ihrer Einschätzung in Bezug auf das Interesse der Frau falsch liegen könnten. Frauen forderte sie auf, möglichst klare Signale zu geben. Die Untersuchung soll in der nächsten Ausgabe der Fachzeitschrift „Psychological Science“ erscheinen. (dapd)

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Kommentare
16.12.2011
16:11
Amerika Amerika
von KFR001 | #1

mag ja da statistisch gelten, deswegen dürfen wir uns auch so "lehrreiche" Sendungen wie "desperate housewifes" ( verzweifelte Ehefrauen ) ansehen !

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