Männer, Frauen und der Stress beim Urlaubsflirt
06.05.2009 | 18:10 Uhr 2009-05-06T18:10:00+0200
Essen. Wenn etwas nervt im Urlaub, dann sind es besitzergreifende Männerbekanntschaften mit Testosteronüberschuss. So wie Simon und seine Kumpels - ich hätte nie gedacht, wie anstrengend Baggerei sein könnte. Von wegen entspannt am Strand.
Letztes Jahr habe ich versucht, einfach mal einen ganz normalen Strandurlaub zu verbringen. Ich dachte, ich würde es genießen, mich auf einem blütenweißen Strand vom Rücken auf den Bauch zu drehen und wieder zurück. Gelegentlich wollte ich einen Blick auf die azurblaue See werfen und auf den einen oder anderen attraktiven Mann mit Surfbrett. Ich hatte frei, gerade ein wenig Geld auf dem Konto und es fröstelte mich im deutschen April. Aus dem Reisebüro lächelten freundliche Menschen mit Sonnenhüten durch die verregneten Scheiben.
Malventee mit Simon
Eine Woche später war ich an einem jener exotischem Orte, an denen diese Fotos mit azurblauer See und wehenden Palmen entstehen. Der Strand war weiß, direkt unter der Wasseroberfläche bunte Fischschwärme. Ich hatte gedacht, solche Orte existierten nur in der Vorstellungswelt findiger Werbe-Experten. Es war perfekt.
Doch ich hatte die Rechnung ohne die Bürger dieses wunderbaren Landes gemacht. Ich gebe zu, ich war auch ein wenig naiv. „Oh, kommen Sie in meinen Laden.“ „Danke, aber ich will gar nichts kaufen.“ „Nein, nein, nein! Wer redet denn von kaufen? Nicht doch! Nur einen Malventee trinken. Ich bin übrigens Simon. Und du?“
Irgendwann trank ich den ersten Malventee. Von dort war es nicht weit bis zu einer enthusiastischen Einführung in die landesübliche Kunst der Parfumherstellung. Gut, das ist ihr Job, dachte ich. Die Leute leben vom Tourismus und ich bin nun mal eine von denen, die hier Geld ausgeben sollen. Vom Duftwässerchen waren wir schnell bei den Gefühlen und der Frage nach dem Beziehungsstatus. Warum soll ich jemanden erfinden, den es zur Zeit in meinem Leben nicht gibt? dachte ich mit einem Anflug von Trotz. Ob ich liiert bin oder nicht, ich entscheide immer noch selbst, mit wem ich ins Bett gehe!
Eifersüchtiger Parfumverkäufer
Ich weiß nicht, ob ein imaginärer Bettgefährte mit Verbindungen zur italienischen Mafia irgendetwas geändert hätte, aber spätestens mit diesem Eingeständnis hatte ich mich als Freiwild zu erkennen gegeben. Und, werdet ihr wissen wollen, war es ein Urlaub voller exotischer Abenteuer? Tausendundeine Nacht in einer einzigen Woche? Ereignisreiche Nächte und schläfrige Tage im Sand? Nein.
Der Parfumverkäufer entwickelte einen Eifersuchtsanfall, nachdem ich seinem Laden einen ganzen Tag lang fern geblieben war. Der Strandtuchverkäufer verbrachte nicht viel Zeit mit Höflichkeitsfloskeln und fragte, ob er mich mal eben küssen dürfte. Er fragte sicherheitshalber auch noch ein paar Mal nach. Die Jungs vom Tauchboot erklärten mir im Detail, wann sie abends allein auf dem Steg anzutreffen wären und waren am nächsten Tag ziemlich beleidigt.
Eine Erfolgsstrategie?
Damit wir uns richtig verstehen: Es muss nicht immer das Bad in Rosenblüten sein oder die Wohnung voller Teelichter. Aber völlige Missachtung weiblicher Abwehrstrategien wird euch nicht unbedingt auf schnellstem Weg ans Ziel bringen. Und ein Verhalten, das mich bisher noch bei jedem Mann in die Flucht geschlagen hat, schon gar nicht: Besitzansprüche beim ersten Date. Denn eifersüchtige Minutenbekanntschaften sind so ungefähr das Letzte.
Ich würde gerne so schließen: klare Kante, eindeutige Aussage. Aber etwas gibt mir zu denken: die Routine im Geschäft. Diese Sex-Maximierer würden doch nicht mit solcher Beharrlichkeit eine Strategie verfolgen, die sich nicht auszahlt auf lange Sicht. Nur der Geschickteste kriegt die Touristinnen. Wenn soviel Inanspruchnahme so konsequent auf allen Ebenen durchgezogen wird wie bei meinen Hotelbekanntschaften, dann ist sie vielleicht doch ein Erfolgsrezept? Und bei den meisten anderen Frauen funktioniert die Strategie ganz gut? Sie wird schließlich jährlich in ungezählten Fällen erprobt.
Ich werde das Thema im Auge behalten. Aber vorerst in kühleren Gefilden.

13:33
Malventee...ich schmeiß mich weg****
09:39
@ #24 Susi und Strolchi
Prima Klischee-Aufguss! Ausländische Ehefrau = dicker, ungepflegter Mann = Unterdrückung der Frau = Katalog = Minderwertigkeitskomplex
Hier noch ein tolles Klischee: deutsche Frau = Selbtsüberschätzung = Quotenpowerweib = Gendefekt namens Emma
Wie viel anders die deutsche Frau ist, sieht man, wenn man die fülligen Lustweiber mit eingeflochtenen Rastazöpfen (je mehr desto selbstbewußter) und gut gebräuntem Schreihals im Arm dabei beobachtet, den sexy Jamaikaner durch den Supermarkt zu dirigieren.
Noch ein Frage, auch an die emmazipierte Flirt-Weltreisende: Wenn man so einen Schwachsinn schreibt, geht da im Emma-Hirn nicht irgend eine Art von Warnleuchte an? So nach Art Alarm, Alarm, schwachsinniger Beitrag mit Bumerang-Effekt, Alarm, Alarm
23:35
Egal ob in Süd-, Nord- oder Osteuropa oder America: was die Frauen betrifft, sind sie alle wesentlich besser als die deutschen!
Na da sind wir ja mal einer Meinung....
20:56
Ach wie süss.
Mal wieder einer der durch seine eigene Inkompetemz des Zusammenlebens lieber auf Katalog S.15, Bild 18 zurückgreift.
Ist ja auch einfacher. Die Dame kann kaum deutsch und ist noch so wie Mann sich Frau vorstellt.
Willig und häuslich.
Klar, auch bei wenig Standard ist es für viele Luxus hier zu leben und dann nimmt man auch einen dicklichen, wenig gepflegten Mann in Kauf.
Den Frauen mache ich da gar keinen Vorwurf. Sie tun mir eher leid, wenn ich mir die Männer dazu betrachte. Ich habe darunter noch nie einen gepflegten, umgänglichen mann entdeckt.
Das ist wohl eher ein Armutszeugnis für die eigene Peron, wenn man seine Beziehungen über die Nationalität schliesst und dann noch per Katalog oder Auslandreisen bei denen es zugeht wie auf dem Viehmarkt.
17:37
Die deutschen Frauen sind zu freizügig und ehrenlos für viele deutschen Männer geworden.
Emanzen die nur an Affairen, Rumhuren und Disco denken.
Deshalb steigen ja auch die Heiratszahlen mit Russinen und Polinnen.
17:35
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22:54
@ Interceptor
Respekt! Sie haben meine Gefühlswelt UND meine Liebeseinstellung innerhalb dieser Zeilen erkannt?
So etwas würde ich mir nie anmaßen. Da gehört ein bisschen mehr dazu. So eine Aussage passt nicht zu jemandem der sich in meiner Gefühlswelt verlieren will, meine Sie nicht?Widerspricht sich ein bisserl und da haben Sie recht. Wir kämen nie zusammen. Sowas ist etwas zu oberflächlich.
20:10
Ich (w,24) reise seit Jahren alleine...und: ich liebe es! Die Blicke &Reaktionen der Typen und Frauen, die das hören, kenne ich und ich reagiere gelassen. Beim Reisen alleine lernt man ein Land am besten kennen. Nicht in deutscher Clique oder mit Girlies aus Germany...! Natürlich mache ich keinen Strandurlaub, ich reise herum, erkunde die Länder, mal 1-2Tage am Strand, aber dann geht´s weiter. Und wenn mir der ein oder andere Typ vor Ort dann mal zu nahe kommen will, der nicht sympathisch erscheint (und das vermutlich bei jeder zweiten Touristin so macht), habe ich immer die Floskel parat: mein Freund ist auch dabei, nur gerade heute Abend mal nicht in Weggehlaune und im Hotel. Nehme mein Handy zur Hand, schreib ne sms...Dann lassen sie mich schon in Ruhe! Geht gaaaanz easy! Und ohne Probleme!
Allerdings sind die Männerbekanntschaften in anderen Ländern, wo ich reise (Spanien, Portugal, Skandinavien, Polen, CZ, USA, Canada, México...) meist von positiver Natur;) Und keineswegs zu vergleichen mit denen in deutschen Landen! Egal ob in Süd-, Nord- oder Osteuropa oder America: was die Männer betrifft, sind sie alle wesentlich besser als die deutschen! Offener, charmanter, einfach nicht die langweilige deutsche Art!
Kontaktknüpfen, Flirten, Unterhalten, gemeinsame Ausflüge, und Unternehmungen, Weggehen...
Ich hatte wunderbare Erlebnisse mit Männern aus den erwähnten Ländern!
Kein einziger Deutscher kann da mithalten!
14:30
@ 18 IceIceBaby
Also liebe, innerhalb deiner Gefühlswelt könnte ich mich wahrscheinlich nicht wiederfinden, geschweige denn mich mit oder in dir verlieren. Ich hoffe, es ist für dich nur eine temporäre Gefühlsstuktur und nicht deine Liebeseinsstellung.
Derer hatte ich bereits genug.
08:52
^Männer sind auch hier in Deutschland plump, da machen wir uns nichts vor und das wird auch die Autorin kennen.
Mit welcher Naivität sie dann diesen Bericht schreibt überrascht mich dann doch.
Jeder weiss was in diesen Ländern passiert und dass unsere Geschlechtsgenossinnen sich dort ihre nie erhaltenen Komplimente abholen und noch die eine oder andere Nacht dazu.
Wer sich dann dort auf Malventee oder Beziehungsgespräche einlässt fällt auch in einer Disco auf den dummen Spruch rein:Baby, ich bring dich ganz gross raus
Ein grosses Armutszeugnis für die Schreiberin, aber diese Beziehungskolummnen hier sind eh nur ärmliche Praktikanten-Lückenfüller.