Beziehung
Lesbisches Paar muss sich Mutter-Glück hart erkämpfen
22.11.2009 | 12:47 Uhr 2009-11-22T12:47:00+0100
Dortmund. Die Kurzfassung ihrer Geschichte lautet: verliebt, verlobt, verheiratet. Wie bei tausend anderen Paaren auch. In einem Monat erwarten die beiden ihr erstes Kind. Wie tausend andere Paare auch. Trotzdem ist ihre Geschichte eine besondere. Sie handelt davon, wie aus Lesben Eltern werden.
STRENGE PRÜFUNG
Einzige Möglichkeit, wie nicht leibliche homosexuelle Mütter oder Väter eine rechtliche Elternschaft erlangen können, ist die seit 2005 erlaubte Stiefkind-Adoption. Damit können gleichgeschlechtliche Paare leibliche Kinder ihrer Lebensgefährten adoptieren.
Anders als in Schweden, Spanien und einigen US-Staaten, wo die Co-Mutter mit der Geburt des Kindes auch rechtliche Mutter wird, muss sie hierzulande ihre Fähigkeit zur Elternschaft erst beweisen - mit Gehaltsnachweis, Führungs- und Gesundheitszeugnis. Außerdem prüft das Jugendamt, ob eine Mutter-Kind-Beziehung besteht.
Die gepackte Klinik-Tasche steht schon im Flur. Das Kinderzimmer ist komplett eingerichtet. Die Dortmunderinnen Lisa und Ute (Namen geändert) warten auf ihr erstes Kind. Es wurde per Insemination gezeugt, das heißt, der Samen eines Spenders wurde in eine Spritze gezogen und dann über einen Katheder in Lisas Gebärmutter transportiert. „Instrumentelle Samenübertragung” nennt der Essener Professor Thomas Katzorke diese Behandlung. Sie ist einfach und unkompliziert. Dennoch gibt es neben Katzorkes Praxis nur zwei weitere in Deutschland, die Lisa vielleicht behandelt hätten.
Der Grund für diese Zurückhaltung in einem ansonsten sehr einträglichen Gewerbe: Die Ärzte bewegen sich in einer juristischen Grauzone.
Es gibt in Deutschland kein umfassendes „Fortpflanzungsmedizingesetz”. Trotzdem erließ die Bundesärztekammer vor drei Jahren eine Richtlinie, in der zu lesen steht, wen die Mediziner von der Behandlung definitiv ausschließen sollen: „Frauen, die in keiner Partnerschaft oder in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben”. Wer sich als Arzt nicht an diese Regeln hält, dem können, laut Bundesärztekammer, „neben den strafrechtlichen auch berufsrechtliche Sanktionen” drohen. Ziel sei es nämlich, dem „so gezeugten Kind eine stabile Beziehung zu beiden Elternteilen zu sichern”. Dass Familie heutzutage auch Mama, Mami und ein Kind sein können, scheint noch nicht bis zur Bundesärztekammer vorgedrungen zu sein.
Dabei leben nach neuesten Schätzungen bundesweit rund 16.000 Kinder in gleichgeschlechtlichen Beziehungen, die große Mehrheit lebt bei lesbischen Frauen. 2200 dieser Kinder werden in eingetragenen Lebenspartnerschaften groß. Entgegen gängiger Vorurteile werden diese Kinder nicht automatisch selber homosexuell – im Gegenteil: „Sie sind mindestens ebenso, wenn nicht sogar ein bisschen mehr in den jeweiligen Geschlechterrollen verwurzelt”, sagt Marina Rupp, stellvertretende Leiterin des Instituts für Familienforschung an der Uni Bamberg. Rupp hat kürzlich die erste repräsentative Studie zum Thema „Regenbogenfamilien in Deutschland” veröffentlicht und festgestellt, dass Kinder aus gleichgeschlechtlichen Beziehungen ein höheres Selbstwertgefühl zeigen und häufig bildungsstärkere Schulen besuchen.
Lisa und Ute besuchten Lesben-Initiativen und reisten bis in die Niederlande, um ihren Traum vom gemeinsamen Kind zu erfüllen. Am Ende landeten sie in der Praxis von Professor Katzorke. Aber auch in Essen wird nicht jeder Kinderwunsch von Lesben-Paaren erfüllt. Im Gegenteil, auf 20 behandelte Paare kommen mehrere hundert Ablehnungen. „Wir müssen uns leider sehr genau absichern und nehmen jedes Paar ganz genau unter die Lupe”, erklärt Katzorke. Problematisch könnte es für ihn als Mediziner dann werden, wenn der leibliche Vater nicht bekannt ist und die Unterhaltsfrage zum Problem wird. Bei einer eingetragenen Lebenspartnerschaft ist es per Gesetz zwar seit 2005 möglich, dass die Co-Mutter das Kind adoptiert – das Prozedere kann sich aber bis zu zwei Jahre hinziehen.
Sollte der leiblichen Mutter in der Zwischenzeit etwas zustoßen, könnte der Arzt für den Unterhalt herangezogen werden.
Lisa und Ute war die Realisierung ihres Kinderwunsches all das wert: Sie haben sich einem eineinhalbstündigen psychologischen Gespräch ausgesetzt, ihre finanziellen Verhältnisse offen gelegt, bei einem Anwalt ein Formular hinterlegt, das Ansprüche an die Praxis ausschließt und 5000 Euro Grundkosten für die Spenderbeschaffung gezahlt - zuzüglich der Kosten für die eigentliche Behandlung.
Sie finden, es war die Sache wert, und in den letzten acht Monaten haben sie schon einen kleinen Vorgeschmack auf das bekommen, was da noch kommen wird an überraschenden Reaktionen und Momenten. Wie der im Schwangerschaftsvorbereitungskurs, als die Hebamme sagte: „So, und jetzt gehen die Männer mal nach nebenan” und Ute alleine mit sechs Kerlen am Küchentisch saß. Wie der, als Lisas Mutter auf den Plan ihrer Tochter fassungslos mit den Worten reagierte: „Du hast dich für ein Leben mit einer Partnerin entschieden, das geht doch nicht. Das ist eine Instrumentalisierung des Mannes.” Und wie sich dagegen die sonst eher konservative 70-jährige Vermieterin sofort als Babysitterin anbot.
„Wir wissen, dass es nicht leicht wird, aber wir wollen offensiv damit umgehen”, sagt Lisa.
Die nahe Zukunft nach der Geburt haben die beiden schon geplant. Auch Ute soll schwanger werden – am besten durch den gleichen Samenspender. Sie haben sich das immer so vorgestellt und gewünscht, zu heiraten und zwei Kinder zu bekommen. Lisa sagt: „Genau wie eine gut-bürgerliche Kleinfamilie. Wir sind halt ein echtes Spießer-Paar.”

11:27
Wenn lesbisch lebende Frauen Kinder bekommen hat das nichts mit Selbstverwirklichung zu tun. Ein kluger Mann hat mal gesagt:
Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selbst.
Insofern bin ich schon der Meinung, dass natürlich auch lesbisch lebende Frauen ein Recht darauf haben den natürlichen Ruf des Lebens nach sich selbst zu folgen und Kinder zu bekommen. Alles andere sind künslich herbeigeredete gesellschaftliche Normen, die das Individuum Mensch versuchen auf eine Linie zu bringen.
23:42
Vollkommen egal, woher die Kinder kommen. Wir brauchen Nachwuchs für Deutschland. Also, in diesem Sinne zeugt, was das zeug hält.
19:14
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12:17
Wieder mal typisch WAZ: seit Jahren wird Stimmung für Homosexuelle gemacht. Einen kritischen Beitrag zu dem Thema gibt es bei dieser Zeitung nie.
Homos können alles, dürfen alles und werden von den bösen Heteros angeblich immer grundsätzlich diskriminiert. Typische SchwarzWeiß-Malerei der WAZ: ALLE Homos sind gut, ALLE Heteros sind schlecht und böse.
Darum habe ich das Abo dieser Zeitung nach mehr als 20 Jahren auch gekündigt.
15:09
Ich bin ein Scheidungskind und frage mich gerade, ob das Jugendamt bei dieser Rechtslage dann nicht verpflichtet ist, Alleinerziehenden das Kind wegzunehmen, da auch hier nur noch ein Elterngeschlecht das Kind aufzieht.
Können mir die werten Politer und Richter mal erklären warum gleichgeschlechtliche Eltern schlechte Eltern sein sollen, nur weil sie sich halt nicht zum anderen Geschlecht hingezogen fühlen?
13:34
Okay um mal wiede zum Thema zu kommen.
Jeder soll nach seiner Facon glücklich werden
Aber eines wollte ich noch zum Spacedrummer sagen:
Wie können sie es wagen homo oder bisexuelle Menschen mit Kinderschändern gleichzusetzen?
DAS geht ja mal GAR nicht...Erwachsene Menschen können tun und lassen was sie wollen.
Mag sein das für manche heteros schwule eklig rüberkommen, das kann ich sogar irgendwie verstehen. Aber wir sind keine Verbrecher.
13:27
@ madarine
Das hab ich echt nur so gesagt ;), war ja auch eigentlich ned so gemeint, keien Ahnung wie ich darauf gekommen bin...bis bald ciao
13:25
@ Mandarine
Wenn sie eine richtige Verschwörung haben wollen kann ich dennoch noch was beisteuern, was sehr interessant ist aber sehr wütend macht.
Es geht hier um den belgischen Kinderschänder und Mörder Marc Deutrox.
Von Beginn seiner Verhaftung bis zum Prozess sind ca. 30, ich wiederhole 30 Zeugen, Mitangeklagte, Richter, Polizisten usw. ermordet worden. Man vermutet, dass Deutroux den reichen und mächtigen in Brüssel Mädchen für Sexorgien zugeführt hat, die er zuvor entführt hatte.
Kann sich ja jeder selbst mal ein urteil bilden:
http://www.youtube.com/watch?v=XKn2fRWMobg
Kam damals im ZDF. Und von solchen Kinderschändern werden wir in Brüssel regiert, denn ich glaube sie können sich denken, wer 27 Zeugen , darunter Richter und Polizisten usw. umbringen lässt, was sich da für Mächte hinter verbergen. Verschwörungstheorie? Oder zeigt es nicht vielmehr, von was für Verbrechern wir regiert werden, die unsere Kinder entführen und Vergewaltigen und natürlich gedeckt werden
13:25
Das mit dem Irakkrieg sehe ich auch so, auch dass vieles falsch läuft, aber man kann nicht pauschal alles verteufeln.
Auch dürfen Politiker nicht von bestimmten Lobbies fremdgesteuert werden. In Deutschland sínd aber dennoch demokratische Strukturen vorhanden.
Eine direkte Demokratie wie die Schweiz ist auch kein perfektes System. Es geht zu Lasten von Minderheiten (Thema dieses Artikels) und verursacht eine hohe Staatsverschuldung. Wie gesagt, nix ist perfekt.
So, muss nun fort, war aber nett zu diskutieren.
Aber eines habe ich noch:
Musste mich über die linksorientierte gegenderte Mainstream-Tussy halb tot lachen.
Weiss ja nicht wie du darauf kommst, dass ich weiblich und links bin?
Das war aus meinem Beitrag garnicht ersichtlich.
Bin eher in fast allen Punkten das Gegenteil. Vor allem bin ich nicht weiblich. Hab nur ne mandarine vorhin gegessen;-)
13:13
Insgesamt , daas wollte ich noch sagen war der Irakkrieg, der von Deutschland unterstützt wurde, von Anfang an eine Lüge...die Sache mit den angeblichen Massenvernichtungswaffen, die ganz Europa bedrohen.
wenn Lobbygruppen auf die Politik einfluss nehmen, dann ist das auch nicht im demokratischen Sinne. Der Politiker entscheidet nicht mehr nach seinem Gewissen, sondern nach seinen Geldgebern aus der Wirtschaft. Und Mussulini definierte nunmal Faschismus als Verschmelzung der Konzernmacht mit der politischen Macht...und der musste es ja wissen.
Natürlich auf hohem Niveau, Deutschland ist nicht Nordkorea oder so, aber dennoch ist es alles andere als eineDemokratie. Glaube sie denn, Politiker haben irgendwas zu entscheiden, das sind doch nur Marionetten. Das einzige Land, was diese Auzeichnung Demokratie verdient, ist die Schweiz, deswegen sind die auch nicht in der EU und haben keine Euro. Weil die Schweizer es selbst entscheiden durften udn Nein gesagt haben.