Eine Liebesromanze mitten im Afghanistan-Krieg
14.10.2011 | 21:46 Uhr 2011-10-14T21:46:00+0200
Wenden.Während die deutschen Soldaten in Afghanistan tagtäglich um ihr Leben fürchten müssen, haben zwei von ihnen am Hindukusch einen Platz für die Liebe gefunden: Juliette Stahl aus Wenden und Kevin Landgraf aus Steinau.
Die 27-jährige Wendenerin Juliette Stahl lernte ihren Bräutigam Kevin Landgraf in Mazar-e Sharif kennen. Sie war dort als Unteroffizierin in einem Lazarettregiment für die Kontrolle afghanischer Frauen zuständig - und immer, wenn sie dafür das deutsche Lager verlassen musste, holte sie der Stabsgefreite Keven Landgraf ab. Sie war also die Vorgesetzte des jungen Mannes.
Uniformen machen zwar gleich, doch die inneren Werte können sie nicht verdecken. So kamen sich die beiden mit der Zeit immer näher. „Nicht nur Krieg, auch die Liebe findet man in Afghanistan“, schrieben sie jetzt in ihrer Hochzeitsanzeige.
Kein Wunder, dass die Wendenerin nicht lange in der Heimat blieb, als sie von ihrem Einsatz in Afghanistan zurückkehrte. Eilig packte sie ihre Siebensachen und zog zu Kevin Landgraf in die Oberpfalz. Dort arbeiten nun beide in einer Großbäckerei, sie als kaufmännische Leitung, er als IT-Fachmann.
Juliette gab ihrem Kevin das Ja-Wort
Jetzt erreichte die ungewöhnliche Romanze ihren ersten Höhepunkt: Im Wendener Rathaus gab Juliette ihrem Kevin vor dem Standbeamten Günter Frohnenberg das Ja-Wort.
Vor Ort waren natürlich auch Verwandte, Kameraden und Freunde der beiden 27-Jährigen. „Die haben mir beim Junggesellenabschied die Beine abrasiert“, klagte Kevin Landgraf augenzwinkernd über die Hochzeitsbräuche im Sauerland. Wie seine Braut in Pfälzer Tracht gekleidet, bereute er beim Anblick seiner unbehaarten Beine, die unten aus der Kniebundhose schauten, die unfreiwillige Enthaarungskur doch ein wenig.
Obwohl die echten Scherzaufgaben erst bei der kirchlichen Trauung im nächsten Jahr zu erwarten sind, wartete auch gestern schon eine Prüfung auf das Paar. Zusammen mussten Juliette und Kevin ein großes Herz in ein Stofflaken schneiden, bevor der Bräutigam die Braut hindurch tragen konnte.
Auf Hochzeitsreise geht es natürlich erst nach dem kirchlichen Festakt in der Oberpfalz. Juliette Stahl: „Ein Ziel haben wir noch nicht, aber nach Afghanistan werden wir garantiert nicht fahren.“

00:38
Hübsche Maus. So eine Uffze hätte ich damals gerne gehabt als ich gedient habe :-)
12:00
Glückwunsch, Ihr Beiden! Und möge der Nahkampf möglichst lange andauern.
09:51
Wo ist da eine Beleidigung??? Wirr scheinen mir eher sie zu sein; was Wunder, bei ihrem nick...
09:24
#4 von kollo
Eine wirre beleidigende Unterstellung von ihnen ohne jeglichen Beleg.
Es geht nicht um die beiden, sondern um die journalistische Qualität von Kriegsberichterstattung.
09:04
@1-3: Ihnen wäre es lieber, wenn die Beiden zusammen in zwei Särgen aus Afghanistan zurückgekehrt wären??? Typisch...
08:35
Die BILDtitelzeile auch bei derWESTEN, ach wie romantisch kann doch so ein Krieg sein.
07:28
Wie schön, Liebe im Krieg.
Erinnert mich an Erzählungen meines Vaters aus der Zeit 1939/45
01:57
Und ? Die Frage muss wohl lauten : was machen die im Afghanistan-Krieg