Ein Plädoyer für den Kaiserschnitt
14.09.2010 | 09:39 Uhr 2010-09-14T09:39:00+0200
Essen.Der Kaiserschnitt gehört enttabuisiert – und Frauen, die sich dazu entscheiden, gehören nicht länger beschimpft und beleidigt. Was zählt, ist das Kind - da sollte der Geburtsweg egal sein.
Eigentlich ist es absolut frauenfeindlich, öffentlich darüber zu diskutieren, was nun besser ist: eine natürliche Geburt oder ein Kaiserschnitt. Denn es geht keinen etwas an, wie eine Frau ihr Kind zur Welt bringt. Man sollte jeder werdenden Mutter zutrauen, die richtige Entscheidung für ihr Kind und sich zu treffen.
Doch in meinem Inneren sehe ich sie schon: die Hebammen, die beim Thema „Geplanter Kaiserschnitt“ rot anlaufen und immer wieder die natürliche Geburt auf einen Thron heben. Doch da gehört sie nicht hin. Der Kaiserschnitt gehört in den Geburtskliniken von heute längst zu den Routine-Eingriffen. Geplante Kaiserschnitte machen etwa die Hälfte der Kaiserschnitt-Geburten aus – und auch nur darum soll es hier gehen. Medizinische Notfälle, die einen ungeplanten Kaiserschnitt erfordern, bleiben außen vor.
Eine Frau, die den Kaiserschnitt als schmerzfreieren Weg wählt, ist kein Weichei. Im Gegenteil, sie geht einfach pragmatisch an die Geburt heran und nimmt sich dabei nur Millionen Männer zum Vorbild, die auch gerne den Weg des geringsten Widerstands gehen. Gänzlich ohne Schmerzen funktioniert ein Kaiserschnitt zwar nicht, aber immerhin ist er eine gute Alternative zu einer Geburt, die sich zehn oder mehr Stunden hinziehen kann.
Schmerzgrenzen sind unterschiedlich
In der Bibel steht: „Unter Schmerzen sollst Du Deine Kinder gebären.“ Wie groß die Schmerzen dabei sein müssen, bleibt allerdings auch für gläubige Mamas unerwähnt. Hebammen springen in der Regel gerne ein und erklären, dass nur eine natürliche Geburt das vermeintliche Ideal ist. Frauen und die ungeborenen Kinder seien schließlich auf den Geburtsprozess eingestellt - und das seit Millionen Jahren. Gut, aber Menschen ticken unterschiedlich und können auch unterschiedlich viel ertragen. Ein Beispiel: Menschen sind ebenfalls seit Jahrhunderten darauf gepolt, das Blut von anderen sehen und riechen zu können. Und doch soll es werdende Väter geben, die beim Anblick ihrer blutenden Frau in Ohnmacht fallen. Auch so mancher Frau soll bei der Blutabnahme schon richtig übel geworden sein. Jeder und jede hat eben eine andere Schmerzgrenze.
Risiken gibt es bei beiden Geburten. Bei der natürlichen Geburt kann es eine mangelnde Sauerstoffversorgung sein, beim Kaiserschnitt das erhöhte Risiko einer Atemfunktionsstörung, weil das Baby eben nicht durch den Geburtskanal gepresst wird. Ob etwas passiert, wissen werdende Eltern im Vorfeld nie.
Was sie aber wissen: Sie wollen nicht nur einen Kaiserschnitt einer natürlichen Geburt vorziehen, sondern das auch noch an einem bestimmten Tag. Das kann man fragwürdig finden, aber wirklich schlimm ist es nicht. In der Regel erfolgt ein geplanter Kaiserschnitt etwa zwei Wochen vor dem eigentlichen Geburtstermin. Ob das Kind dann am Dienstag, Mittwoch oder Freitag geboren wird, ist egal.
Der Kaiserschnitt gehört enttabuisiert – und Frauen, die sich dazu entscheiden, gehören nicht länger beschimpft und beleidigt. Sie „leisten“ genauso viel wie eine Mutter, die sich für eine natürliche Geburt entscheidet. Denn sie haben sich für ein Kind entschieden, in der heutigen Zeit kein Normalfall. Sie tragen das Kind aus und werden es großziehen. Das Kind ist es, das zählt - da sollte der Geburtsweg egal sein.

13:50
Unser viertes Kind kam Ende 1990 per Kaiserschnitt zur Welt, der Doktor meinte, wir sollen es erst auf dem natürlichen Wege versuchen, es seien ja schon drei durchgegangen. Ich hatte aber so ein Grausen, weil uns eines der Kinder vorher kurz vor der geburt gestorben ist, weil wir sowieso eine Sterilisation geplant hatten, weil das Kind groß war und falsch rum lag. Ich war so glücklich, dass mir vom Chefarzt ein Kaiserschnitt genehmigt wurde aufgrund der Vorgeschichte. Was wurde ich eines Besseren belehrt ! Ich bin wochenlang auf dem Zahnfleisch gekrochen, weil ich mir eine dicke Bronchitis einfing, diese Hustenanfälle zerrissen mir förmlich den frisch genähten Bauch. Ich ging wie ein Kleiderbügel, konnte kaum den Säugling hochheben oder das 18 Monate alte Geschwisterkind. Mein Mann war wieder arbeiten, konnte nur abends helfen.Meine Freundin kam zum Reihenhausputzen, eine andere nahm den 5jährigen mit zum Kindergarten. Nach 3 Monaten war ich soweit wieder hergestellt, dass ich es alleine gereglt bekam. Im Nachhinein würde ich eine natürliche Geburt immer bevorzugen, obwohl die unter Umständen lange dauern kann sowie einiges an Schmerzen verursacht, aber die sind doch schnell vergessen, sobald das Kind da ist.
16:24
MUTTiforfree......bin genau deiner meinung!!!
18:11
@Nothingandnowhere
Ich glaube das ist der größte BULLSHIT den ich
je gelesen habe!!!
Das gilt auch für alle anderen die sich als Übermutter
sehen nur weil sie natürlich entbunden haben!
Kümmert euch um euern Dreck und überlasst
jeder Frau ihre Entscheidung! Den Geburtsvorgang
mit dem weiteren Lebensweg des Säuglings zu
vergleichen ist einfach nur Dumm und würdigt meines erachtens auch keinen weiteren Kommentar!!!
22:56
Eine Frau die den Kaiserschnitt bevorzugt ist für mich feige und wird nie mitreden können was es heisst auf natürlichem Weg ein Kind zu gebären.Ich hätte gar nicht gewollt dass man mir den Bauch aufschneidet und ich irgendwann mit einer Narbe hätte rumlaufen müssen.Eine normale Geburt ist schmerzhaft aber man ist sehr stolz darauf was sein Körper schaffen kann.Wie war das noch? Gab es nicht auch schon einen Mann der per Kaiserschnitt ein Kind zur Welt gebracht hat? Daher Kaiserschnitt ist einfach nur armselig
20:46
*****
Ein Kaiserschnitt ist eine künstliche Operation. Sie darf n u r in medizinischen Notfällen, wenn Leben oder Gesundheit von Kind oder Mutter ernsthaft bedroht sind eingesetzt werden !
Meine Mutter hatte noch sechs (6!) Kinder zur Welt gebracht, alle völlig natürlich, ohne dieses armselige Theater von heute. Es geht den Ärzten und Kliniken, wie so oft, n u r ums Geld. - Und noch eins liebe angehende Mütter: Mit einer riesigen Kaiserschnittnarbe seid Ihr für Lebzeiten entstellt. Bikini am Strand? Sex im Hellen ? Forget it ! Also: Kaiserschnitt nein danke!
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11:24
Ich frage mich wirklich wie man hier nur so ein schwachsinn von sich geben kann,man sollte voher mal überlegen was man von sich gibt, und bevor man sich ein urteil über frauen macht die sich einen kaiserschnitt hingeben,sollte man sich erst mal selber gründlich darüber informieren!!Ansonsten sollte man einfach nur den mund halten wenn man keine ahnung hat.Es gibt verdammt viele Frauen die gerne ihr kinder natürlich auf dieWelt bringen möchten,was aber nicht möglich ist und gott sei dank kann sowas heutzutage früh genug erkannt werden ob es klappt oder nicht!!Ich konnte weder mein erstes kind noch kann ich mein zweites kind natürlich zur welt bringen weil sie einfach nicht durch den geburtskanal passen!!!Genießen sie ihre Operations-Infektion. Mir tut nur ihr Baby Leid, welches dann ohne Mutter aufwachsen muss....Leute die sowas schreiben daran sieht man das sie tatsächlich keinen plan haben aber trotzdem irgendein mist dazu schreiben müssen um sich wichtig zu tuen!!!!Äuserst Unverschämt!!!!
10:59
# 20 bernhardt
Worauf fußen Sie denn Ihre Mutmaßungen???
Ich muss Sie enttäuschen: Keiner der von Ihnen unterstellten Punkte (verweichlicht, nicht in der Lage Kinder natürlich zu bekommen) trifft zu. Ich bin eine gestandene Mutter und habe durch zwei Schwangerschaften sicher mehr Einblick in das Thema als manche anderen Kommentatoren hier.
Ihren Hinweis Genießen sie ihre Operations-Infektion. Mir tut nur ihr Baby Leid, welches dann ohne Mutter aufwachsen muss. finde ich äußerst makaber.
Schwarz-weiß-Denken hilft bei diesem Thema nicht weiter.
Gut und vielseitig informieren und vernünftig beraten lassen, das ist meine Devise. Damit erledigen sich manche der hier so heiß und teilweilse polemisch diskutierten Punkte ganz von selbst.
10:17
Der Kaiserschnitt gehört enttaburisiert. Er ist zu profitabel, als das altertümliche Hebammen das kaputtreden sollten. Die ambulante Geburt haben wir nun Gott sei Dank schon mal so unwirtschaftlich gemacht, das sie nicht mehr darstellbar ist.
Hebammen wissen, das so mancher Notkaiserschnitt im Krankenhaus bei einer 1 zu 1 Betreuung in vertrauter Umgebung überflüssig ist.
09:07
Nach einem Not-Kaiserschnitt nach 12 Stunden Kreissaal und zwei natürlichen Geburten kann ich diesem Artikel nur wiedersprechen! Ein Kaiserschnitt ist eine Operation, die nur aus wichtigen medizinischen Gründen erfolgen sollte. Nach einer natürlichen Geburt sind die Schmerzen ziemlich schnell vergessen und die Mutter kann sich problemlos um ihr Kind kümmern. Nach einem Kaiserschnitt ist man erholungsbedüftig und hat noch immer Schmerzen. Die Versorgung des Babys ist viel anstrengeder, da man selber noch angschlagen ist. Außerdem besteht bei weiteren Schwangerschaften ein Risiko, dass die Narbe reißt. Von Infektionsgefahr nach einer OP will ich mal gar nicht anfangen. Wer sich vor einer Geburt so sehr fürchtet sollte ebend keine Kinder bekommen. Man kann nicht alles habe. Sonst gäbe es Kinder im Kaufhaus.
07:59
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