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Ostermesse

Papst verurteilt Terror: „Blinde, grausame Form der Gewalt“

27.03.2016 | 13:25 Uhr
Von der Loggia des Petersdoms aus sprach Papst Franziskus am Sonntag nach der Ostermesse den traditionellen Segen „Urbi et Orbi“, der Stadt und dem Erdkreis. Foto: dpa

Rom.  Bei der Ostermesse in Rom sprach Papst Franziskus den traditionellen Segen „Urbi et Orbi“. Aber erst gab es deutliche politische Worte.

Papst Franziskus hat am Ostersonntag auf dem römischen Petersplatz den traditionellen Segen „Urbi et Orbi“ gespendet. In seiner Osterbotschaft äußerte er seine Hoffnung auf Frieden in unterschiedlichen Weltregionen. Der auferstandene Christus bringe Hoffnung für Syrien mit seiner „traurigen Prozession aus Zerstörung, Tod, Missachtung des humanitären Rechts und der Auflösung des zivilisierten Zusammenlebens“, sagte er vor Zehntausenden Menschen.

Papst Franziskus äußerte die Hoffnung, dass die Genfer Verhandlungen „mit dem guten Willen und der Zusammenarbeit aller Friedensfrüchte tragen werden“. Hoffnung auf ein Ende der Gewalt äußerte der Papst überdies im Besonderen für den Irak, Jemen und Libyen.

Anteilnahme für Terroropfer und Flüchtlinge

Besonderes Augenmerk legte der Papst auf die Anteilnahme am Leiden der Opfer der jüngsten Terrorattentate in Belgien, der Türkei, in Nigeria, im Tschad, in Kamerun und in der Elfenbeinküste. Diese blinde und grausame Form der Gewalt vergieße weiterhin in unterschiedlichen Weltregionen das Blut Unschuldiger. Er verurteilte Terror als „blinde und grausame Form der Gewalt“. In seiner Osterbotschaft in Rom gedachte er am Sonntag aller Menschen, die in Brüssel und an anderen Orten der Welt von Terroristen getötet wurden.

Papst Franziskus hält Ostermesse in Rom

Mit Blick auf Flüchtlinge vor allem aus Syrien und dem Irak beklagte das Kirchenoberhaupt mangelnde Aufnahmebereitschaft in den Zielländern. Auf der Flucht vor Krieg, Hunger, Armut und sozialer Ungerechtigkeit fänden allzu viele den Tod oder stießen auf Ablehnung derer, die ihnen helfen könnten.

„Guten Appetit und auf Wiedersehen“

In seiner von einem verstärkten Sicherheitsaufgebot begleiteten Osterbotschaft rief der 79-jährige Franziskus überdies zu einer friedlichen Lösung des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern auf. Geduldige Bereitschaft zu direkten und ehrlichen Verhandlungen könne die Grundlagen für einen dauerhaften Frieden schaffen, mahnte er angesichts der Lähmung des Versöhnungsprozesses.

Ein Ende des Krieges forderte der Papst auch für die Ukraine. Dort müssten humanitäre Hilfen gefördert werden, darunter die Befreiung von Häftlingen.

Nach dem Segen „Urbi et Orbi“ (der Stadt und dem Erdkreis) schloss der Papst mit einem „Guten Appetit beim Ostermahl und auf Wiedersehen“. (epd/dpa)

Kommentare
01.04.2016
07:29
Papst verurteilt Terror: „Blinde, grausame Form der Gewalt“
von Ogun | #2

Die sollen sich mal an die eigene Nase packen.

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Papst verurteilt Terror: „Blinde, grausame Form der Gewalt“
Papst verurteilt Terror: „Blinde, grausame Form der Gewalt“
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http://www.derwesten.de/panorama/papst-spendet-oster-segen-urbi-et-orbi-und-fordert-frieden-id11684130.html
2016-03-27 13:25
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