Papst ernennt neuen Chef der Schweizergarde

Rom..  Die päpstliche Schweizergarde hat einen neuen Chef: Christoph Graf (53) aus Pfaffnau im Kanton Luzern. Papst Franziskus ernannte die bisherige Nummer zwei seiner Schutztruppe zum neuen Kommandanten. Graf folgt auf Daniel Rudolf Anrig, der Ende Januar aus dem Amt geschieden war. Der Führungswechsel wurde begleitet von Spekulationen über die Zukunft der traditionsreichen Garde, die seit mehr als 500 Jahren zum Schutz des Papstes abgestellt ist. Angeblich war Franziskus Anrigs Führungsstil zu straff.

Der neue Kommandant ist seit 1987 Mitglied der Schweizergarde. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Unter dem Vorgänger war er als Vize-Kommandant Berater und Verbindungsoffizier nach außen.

Papst will die Garde reformieren

Franziskus hatte die Amtszeit Anrigs gegen dessen Willen nicht verlängert. Spekuliert wurde, dass sich Franziskus auch an strikten Regeln störte, wie zum Beispiel, dass während der Ehrenwache nicht gegessen und getrunken werden darf. Italienische Medien hatten berichtet, der Papst wolle die ganze Garde reformieren. Die römische Zeitung „Il Messaggero“ schrieb, dass Graf weniger „hart“ sei und einen eher „väterlichen“ Ansatz habe.

Seit 1506 ist die Schweizergarde für den Schutz des Papstes und seiner Residenz zuständig. Sie bewacht die Eingänge des Vatikans, übernimmt Wachdienste und Personenschutz.

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