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Papst entschuldigt sich für Kindesmissbrauch in Irland

11.12.2009 | 21:48 Uhr
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Papst entschuldigt sich für Kindesmissbrauch in Irland

Rom. Bei einem Treffen mit dem irischen Kardinal Sean Brady und dem Dubliner Erzbischof Diarmuid Martin in Rom hat sich Papst Benedikt XVI. am Freitag für den jüngst bekannt gewordenen irischen Missbrauchsskandal entschuldigt. Der Papst nannte die Vorfälle ein "abscheuliches Verbrechen".

Papst Benedikt XVI. hat sich für den sexuellen Missbrauch von Kindern durch Priester in Irland entschuldigt. Der Papst sei «tief beunruhigt und erschüttert» über den jüngst veröffentlichten Bericht über den Missbrauchsskandal, teilte der Vatikan am Freitag nach einem Treffen mit hochrangigen irischen Kirchenvertretern mit. Er teile mit vielen Gläubigen in Irland «die Empörung, das Gefühl des Verrats und die Scham» über die «abscheulichen Verbrechen». Der Papst wolle daher erneut sein «tiefes Bedauern» über die Handlungen einiger Mitglieder des Klerus bekunden, die ihre «Gelübde gegenüber Gott» ebenso verraten hätten wie das Vertrauen, das die Opfer, ihre Familien und die gesamte Gesellschaft in sie gesetzt hätten.

Prügel und sexueller Missbrauch an katholischen Schulen

An dem gut anderthalbstündigen Treffen in der Bibliothek des Vatikan nahmen nach Angaben von Papstsprecher Federico Lombardi unter anderem der irische Kardinal Sean Brady und der Erzbischof von Dublin, Diarmuid Martin, teil. In der Vergangenheit hatte sich der Papst bereits für die Misshandlungen von Kindern durch Priester in den USA, Australien und Kanada entschuldigt.

Der Ende November im Auftrag der irischen Regierung veröffentlichte Bericht hatte aufgedeckt, dass vier frühere Erzbischöfe von Dublin systematisch katholische Geistliche schützten, die sich des sexuellen Missbrauchs schuldig gemacht hatten. Die Regierung und die irischen Bischöfe entschuldigten sich bei den Opfern. Bereits im Mai hatte der sogenannte Ryan-Bericht über die Qualen von Mädchen und Jungen in Schulen, Kinderheimen und anderen Einrichtungen der katholischen Kirche das Land erschüttert. In den Häusern waren demnach seit den 1930er Jahren Prügel und sexueller Missbrauch an der Tagesordnung. (afp)

DerWesten

Kommentare
26.12.2009
20:23
Papst entschuldigt sich für Kindesmissbrauch in Irland
von Paul Haverkamp | #5

Zivilprozess für pädophile Kleriker unverzichtbar!


Für Papst Benedikt müsste es doch konsequent sein, die Bischöfe und Kardinäle, die über viele Jahre Mitwisser ( teilweise auch Mittäter) waren, nicht nur ihres Amtes zu entheben, sondern diese auch einer weltlichen Gerichtsbarkeit zuzuführen und damit auch einen juristisch abgesicherten Strafzuführungsprozess nach den Grundsätzen der zivilen Strafprozessordnung in die Wege zu leiten. Sowohl zur stillschweigenden Duldung als auch zur aktiven pädophilen Täterschaft sollte sich der Papst zu einer eindeutigen und unmissverständlichen Vorgehensweise durchringen. Vielleicht fiele dem Bischof von Rom eine unzweideutige Art des Vorgehens leichter, wenn er sich an Mt. 18,6 erinnerte : „Wer einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, zum Bösen verführt, für den wäre es besser, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals im tiefen Meer versenkt würde.“

Jeder einzelne Missbrauchsfall beschädigt die gesellschaftliche Akzeptanz der in Sexualfragen doch von so hohen und zugleich teilweise weltfremden (vgl. Geburtenkontrolle) moralischen Maximen ausgehenden katholischen Kirche. Die katholische Kirche sollte sich endlich eingestehen, dass es einen Zusammenhang zwischen der Pflichtzölibatsforderung und dem Fehlverhalten von Klerikern gibt und sich hinsichtlich des starren Festhaltens am Pflichtzölibat einer Neuregelung dieser dringenden Frage nicht verweigern.

Die grundsätzliche Begründungen für den Zölibat, dass dadurch ein Priester mehr Zeit für seine priesterliche Aufgabe habe, dass er Gott näher sei oder dass er durch seinen Verzicht auf die Ehe ein besonderes Zeichen von Tugend setze, sind Begründungen aus dem Nachhinein, die weder biblisch noch menschlich haltbar sind. Großen Respekt zolle ich allen Ordinierten, die sich freiwillig einem zölibatären Leben unterwerfen. Das Verwerfliche an der Zölibatsfrage ist für mich der Pflichtzölibat.

Norbert Brunner, katholischer Bischof von Sitten (Schweiz) und ab Januar neuer Vorsitzender der Bischofskonferenz, hat sich dafür ausgesprochen, verheiratete Männer zu Priestern zu weihen. Es gebe „keine Wesens-Verbindung zwischen dem Zölibat und dem Priestertum“, sagte er der Neuen Zürcher Zeitung. Allerdings sei die Ehelosigkeit der Priester „ein besonders starkes Zeichen der Nachfolge Christi“. Brunner fügte hinzu, dass die Schweizer Bischofskonferenz „ziemlich einhellig“ für verheiratete Priester sei. Das wisse man auch in Rom. Doch dort gebe es in dieser Frage allerdings keinerlei Bewegung.


Karl Rahner schreibt bereits 1972 : „Wenn und insofern die Kirche in einer konkreten Situation eine genügende Anzahl … priesterlicher Gemeindeleiter ohne Verzicht auf die Zölibatsverpflichtung nicht finden kann, dann ist es selbstverständlich und gar keiner weiteren theologischen Diskussion unterworfen, dass sie auf diese Zölibatsverpflichtung verzichten muss“. (Karl Rahner, Strukturwandel der Kirche als Aufgabe und Chance. Freiburg 1972, S. 117)

Diejenigen, die in Rom den Pflichtzölibat zu einer Frage der göttlichen Verfassung der Kirche hochstilisieren, mögen bitte noch einmal ein theologisches Grundseminar belegen! Sie haben offensichtlich während ihres Studiums vieles versäumt – oder der Hl. Geist war in den entsprechenden Veranstaltungen abwesend!

Paul Haverkamp, Lingen

17.11.2009
17:43
Papst entschuldigt sich für Kindesmissbrauch in Irland
von Taffy11 | #4

Nichts gegen H&M, aber bitte nicht noch einen MacDreck in Menden. Diese Futterstellen für zahnlose Bewegungslegastheniker sind absolut über.
Auf das Dach gehört ein ordentliches Cafe mit bunter Karte, mit Sommerevents und richtigen Lebensmitteln, in dem sich auch Leute wohlfühlen, die keine körperliche Abhängigkeit von heißem Bratfettdunst und Geschmacksverstärkern haben.
Bei heißem Wetter ein paar Schippen Sand und Liegestühle dazu, dann klappts.

17.11.2009
11:24
Papst entschuldigt sich für Kindesmissbrauch in Irland
von Schülerin16 | #3

H&M unten und McDonalds im Dachcafé wäre geil :) dann würden fast alle Jungendlichen aus Menden nach der Schule mal vorbeischauen, wenn sie auf den Bus warten...
Vor allem würd es sich dann mal wieder lohnen nach Menden zu fahren um zu shoppen, so wie es jetzt ist fährt man doch lieber nach Iserlohn oder Dortmund...

17.11.2009
00:40
Papst entschuldigt sich für Kindesmissbrauch in Irland
von Ruhrik | #2

Man kann nur hoffen, dass es einen potenten Frequenzbringer gibt. Auch die Dachterrasse hat eine gewisses Potential, das leider bisher noch nicht genutzt wird.

16.11.2009
23:51
Papst entschuldigt sich für Kindesmissbrauch in Irland
von schade2 | #1

leider keine guten Alternativen...hoffe, da tut sich noch was

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