Das aktuelle Wetter NRW 16°C
Japan

Obdachlose leben in Internetcafés

25.04.2008 | 17:57 Uhr

Tokio. In Japans Hauptstadt leben rund 5400 Obdachlose in Internet- und Zeitschriftencafés, die rund um die Uhr geöffnet sind. Tokio hat jetzt ein Hilfszentrum eingerichtet.

Die Anlaufstelle soll obdachlosen Japanern kleine Darlehen für ihre Lebenshaltungskosten und Mieten gewähren, wie das Arbeitsministerium am Freitag mitteilte. Auch solle das Hilfszentrum praktische Tipps zur Jobsuche, zum Sparen und zum Leben in einer Mietwohnung geben. Bisher seien bereits zahlreiche Anfragen von Hilfsbedürftigen eingegangen, erklärte der für Sozialhilfe zuständige Regierungsvertreter Isao Matsumoto. Ähnliche Zentren sollen in der Hafenstadt Osaka und in der Präfektur Aichi entstehen.

Japans Gesundheitsministerium schätzt, dass rund 5400 Japaner derzeit obdachlos sind und sich deshalb für ein Leben in den allgegenwärtigen Internet- und Zeitschriftencafés entschieden haben, die ihren Kunden neben Computern und Lesestoff auch Liegen, Getränke und Duschen anbieten. Meist handelt es sich dabei um Menschen mit einem geringen Verdienst und befristeten Arbeitsstellen. Kritiker bemängeln, dass sich in Japan nach der Rezession von 1990 in den Städten eine neue Klasse von Armen entstanden ist. (afp)

DerWesten

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/1689172/create

Umfrage

Hat Schweden zurecht den ESC gewonnen?

 
Aktuelle Fotos und Videos
ESC-Siegerin Loreen
Bildgalerie
Fotostrecke
Die wichtigsten Fotos der Woche
Bildgalerie
Bilder des Tages
Wave Gotik Treffen 2012
Bildgalerie
Kulturfestival
Schweden gewinnt ESC
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Atomreaktor in Bulgarien nach Panne von Stromnetz genommen
Kernenergie
Wegen einer Panne hat Bulgarien einen Atomreaktor vom Netz nehmen müssen. Radioaktivität ist nach offiziellen Angaben zwar keine ausgetreten. Dennoch wurde er sicherheitshalber abgeschaltet - vorerst.
Lady Gaga sagt Konzert wegen Sicherheitsbedenken ab
Musik
Das Anfang Juni in Indonesien geplante Konzert von Lady Gaga wird nun endgültig nicht stattfinden. Die Veranstalter sagten die Show am Sonntag aus Sicherheitsgründen ab. Es gehe um die Sicherheit der Sängerin und ihrer Zuschauer.