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Nutzt die Schweinegrippe-Impfung oder schadet sie?

14.09.2009 | 10:53 Uhr
Nutzt die Schweinegrippe-Impfung oder schadet sie?

Essen. Ab Ende Oktober werden die Ärzte der Gesundheitsämter zur Spritze greifen. Gegner und Befürworter der Impfung gegen die Schweinegrippe stehen sich aber nach wie vor unversöhnlich gegenüber. Wer hat Recht?

Auch wenn Deutschlands Schweinegrippe-Kranke schnell wieder aufatmen, auch wenn sie manchmal gar nicht merken, dass sie wirklich krank sind – es wird trotzdem Ernst gemacht: Die Schweinegrippe-Impfung kommt.

Ab Ende Oktober werden die Ärzte der Gesundheitsämter zur Spritze greifen. „Dieses Datum wurde uns jetzt vom Gesundheitsministerium NRW genannt”, berichtet Dr. Rainer Kundt vom Gesundheitsamt Essen.

Wegen der Schweinegrippe sind schon Klassen als auch komplette Schulen geschlossen worden. Foto: ddp

Dann werden nicht nur Amtsärzte, sondern auch die niedergelassenen Ärzte auf die Impfwilligen warten. Denn auch das sei gesagt: Impfen ist freiwillig. Und die Deutschen sind impfmüde. Über zwei Drittel der Befragten gaben in einer Umfrage der Krankenkasse DAK an, „auf keinen Fall” oder „wahrscheinlich nicht” hinzugehen.

Dabei tun Gesundheitspolitiker und Behörden wie das Paul-Ehrlich-Institut, das den Impfstoff zur Zeit prüft, alles, um die Menschen zu aktivieren. Ministerin Ulla Schmidt (SPD) empfiehlt die generelle Impfung. Erst für das medizinische Personal, dann für die Menschen mit chronischen Erkrankungen – und dann für alle.

Aufsteigende Lähmungen

Die Stimmen, die dieses Vorgehen für „unausgegoren” halten, mehren sich. Keiner weiß eben, wie der Impfstoff wirklich wirkt – und vor allem: welche Nebenwirkungen zu befürchten sind. Die Testphase ist kurz. Und jeder Experte denkt sofort an 1976, als es schon einmal eine Schweinegrippe gab. Die damalige Impfung geriet in den Verdacht, das Guillain-Barré-Syndrom auszulösen: aufsteigende Lähmungen. Da sich die Impfstoffe jedoch verbessert hätten, könne man, so der Bochumer Virologe Prof. Überla, die Lage nicht vergleichen.

Wolfgang Becker-Brüser, Arzt, Apotheker und Geschäftsführer des Arzneitelegramms, gehört zu denen, die komplett am Sinn der Impfung zweifeln. „Es gibt gar keinen Grund für die Impfmaßnahme, weil die Erkrankungen in aller Regel milde verlaufen. Erst recht gibt es keinen Grund, wenn ich mir den Impfstoff angucke.”

Ihm stößt vor allem ein Zusatzstoff auf, der bislang noch nicht in einem handelsüblichen Impfstoff verwendet worden sei. Dieser „Wirkverstärker”, der die Herstellung beschleunigen soll, sei nicht, wie bisweilen angepriesen, ein Bio-Verstärker, sondern „ein chemischer Mix”. Wirkung und Nebenwirkung reichlich unbekannt.

Diesen Schuh zieht sich das Paul-Ehrlich-Insitut nicht an. Seine Sprecher werden nicht müde zu betonen, wie unbedenklich die Impfung sei. Zwar lägen noch keine Gesamtergebnisse vor. „Aber man testet im rollenden Prozess”, so ein Sprecher. Rollender Prozess? Erst ein Teilchen, dann das andere. Becker-Brüser, der kritische Arzt und Apotheker: „Ein Impfstoff ist kein Baukasten, der beliebig zusammengesetzt werden kann. Die Wirkverstärkermischung muss mit dem gesamten Impfstoff geprüft werden. Erkenntnisse zu Einzelbe-standteilen reichen nicht aus.”

Und sowieso reißt seine Kritik am Paul-Ehrlich-Institut, das dem Bundesgesundheitsministerium zugeordnet ist, nicht ab. „Die angeblich positiven Ergebnisse lassen sich nicht überprüfen. Überhaupt fehlt ein unabhängiges Gremium neben den staatlichen Behörden, das eine öffentliche Kontrolle ausübt.”

Auch das noch: Becker-Brüser hinterfragt die Notwendigkeit der zweimaligen Impfung. „Es ist gar nicht belegt, dass dies notwendig ist. Die Annahme basiert vor allem auf Kenntnissen zu Vogelgrippe-Impfstoffen.”

Riesengeschäft für die Pharma-Industrie

Hört man sich um unter den Virologen und Infektionsspezialisten, hat es den Anschein: Man muss kein Impfgegner sein, um Impfkritiker zu sein. Gewissheit herrscht allerdings auf einem Gebiet: Die Seuche entwickelt sich zu einem Riesengeschäft für die Pharma-Industrie. Laut Nachrichtenmagazin „Der Spiegel” soll der Mehrumsatz in Milliardenhöhe liegen. Der von der WAZ angefragte Impfstoff-Hersteller Novartis war zu keiner Antwort bereit.

Keine Antworten – das ist die Krankheit, unter der die Fachwelt leidet, weil zur Zeit keiner wirklich weiß, ob der Nutzen das Risiko überwiegt. Dennoch rät der Bochumer Prof. Klaus Überla vor allem Schwangeren zur Impfung. „Es ist erwiesen, dass die Krankheit hier eben nicht milde verläuft.” Sondern besonders schwer. Es gebe keine Anhaltspunkte, „dass der Impfstoff die Frucht schädigt”. Und trotzdem klingt er beklommen, wenn er sagt: „Irgendwann muss die erste Schwangere geimpft werden.” Dann werde man sehen.

Petra Koruhn

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Kommentare
01.11.2009
08:23
Nutzt die Schweinegrippe-Impfung oder schadet sie?
von Nobody1976 | #19

Nach der Abwrackprämie für Autos, folgt jetzt die Subventionierung der Pharmaindustrie. Und die Schweinegrippe ist halt derzeit IN. Nächstes Jahr kommt dann der Goldfischschnupfen und danach das Wellensittichfieber...

Mal ganz ehrlich..was hatten wir in den letzten Jahren net alles für Sachen, die uns alle angeblich ausrotten sollten, MKS; BSE, Vogelgrippe..

26.09.2009
21:12
Nutzt die Schweinegrippe-Impfung oder schadet sie?
von SektoderSelters | #18

Einen Impfstoff ohne Nebenwirkungen gibt es nicht. Es macht schon verdächtig, daß über die Nebenwirkungen der Impfung gegen den H1N1-Virus nichts, aber auch nichts von den Herstellern veröffentlich wird. Diese Impfaktion ist ein Menschenversuch - zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie die Impfopfer!

14.09.2009
17:54
Blockierter Kommentar.
von Dr.VIRALPHOBIKER | #17

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

14.09.2009
14:14
Nutzt die Schweinegrippe-Impfung oder schadet sie?
von joergel | #16

Es ist ein Skandal, wenn als konkreter Termin für den Beginn der Massenimpfungen Ende Oktober genannt wird, obwohl die Testreihen bei weitem nicht abgeschlossen sind. Offenbar wollen uns die Befürworter glauben machen, sie wüßten jetzt schon das Ergebnis.
Warum dann überhaupt testen? Werden Medikamen- und Impfstofftests etwa nur durchgeführt, weil es vom Gesetz gefordert wird? Steht die Ergebnisoffenheit der Tests gar nicht zu Debatte, wenn schon vorher der Impfstoff geordert und Impftermine festgelegt werden?
Was kann man als Bürger daraus schließen?
Die Testreihen finden nur statt, damit hinterher keine Schadenersatzansprüche von Personen, die am Impfstoff erkrankt sind, gestellt werden können. Staat und Hersteller reiben sich die Hände, der Betroffene steht allein da. Hat er eben Pech gehabt, auf Einzelfälle kann keine Rücksicht genommen werden. Schließlich geht es hier um viel Geld.
Laßt sie nicht damit durchkommen!

14.09.2009
13:22
Blockierter Kommentar.
von Dr.VIRALPHOBIKER | #15

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

14.09.2009
13:19
Nutzt die Schweinegrippe-Impfung oder schadet sie?
von Dr.Seltsam | #14

Bitte bitte, informieren..
Es handelt sich bei diesem Impfstoff nicht um ein neues Präperat.

Es ist ein bestehender Grippe-Impfstoff, bei dem lediglich eine Stammanpassung stattgefunden hat.
Genauso werden Jahr für Jahr die Impfstoffe gegen die saisonale Grippe hergestellt.

Warum sollte der Impfstoff gegen diesen Stamm also ein höheres Risiko darstellen ?

Im Übrigen ist es ein toter Impfstoff, es befinden sich nur Bruchstücke des Virus darin.
Es ist also nicht möglich, sich per Impfung zu infizieren..

Ob es nun sinvoll ist, große Teile der Bevölkerung zu impfen, ist eine andere Frage.
Man stoppt damit die Ausbreitung des Virus.
Enthält aber allen nicht geimpften oder erkrankten den Kontakt zu diesem Virus vor.

Wenn man es einfach laufen lässt, könnten die meisten Menschen, durch Kontakt zu dem Virus einen natürlichen Schutz gegen diesen Stamm aufbauen.
Bei diesem glimpflichen Krankheitsverlauf könnte man es meiner Meinung nach riskieren..

14.09.2009
13:09
Nutzt die Schweinegrippe-Impfung oder schadet sie?
von ichbinschwanger | #13

Ich als Schwangere werde mich auf Anraten meiner Gynäkologin NICHT impfen lassen. Denn laut ihrer Überzeugung und der eines weiteren, nicht von Pharmakonzernen vereinnahmten Mediziners, sei bei dem neuartigen Impfstoff Vorsicht angesagt und ich könne im Notfall mit dem entsprechenden Medikament Tamiflu behandelt werden.

14.09.2009
13:03
Nutzt die Schweinegrippe-Impfung oder schadet sie?
von nie88 | #12

Der Nutzen liegt eindeutig bei der Pharmaindustrie

14.09.2009
12:33
Nutzt die Schweinegrippe-Impfung oder schadet sie?
von Schwangerschaft boykottieren | #11

Der beste Schutz vor staatlicher Willkür ist, einfach nicht mehr in diesem Schweinesystem schwanger zu werden !!!!!!! Die Profitgier der Pharmabrache kennt scheinbar keine Grenzen mehr. Hauptsache PROFITE machen !!!

14.09.2009
12:32
Nutzt die Schweinegrippe-Impfung oder schadet sie?
von Banjoboy10 | #10

Ich werde ersteinmal Frau Merkel eine Woche lang nach ihrer Impfung beobachten.

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