Das aktuelle Wetter NRW 12°C
Verbrechen

Noch keine Spur von entführter Bankiers-Frau

14.05.2010 | 20:54 Uhr
Noch keine Spur von entführter Bankiers-Frau

Heidenheim. Zwei Tage nach der Entführung der Frau eines Heidenheimer Sparkassenchefs gibt es keine Spur. Eine Lösegeldübergabe war gescheiert. Die baden-württembergisches Polizei stellte die Suche am Freitagabend vorerst ohne Ergebnis ein. Am Samstag solle weiter gesucht werden, hieß es.

Die Suche nach der entführten 54-jährigen Frau aus Heidenheim ist am Freitagabend mit Einbruch der Dunkelheit vorläufig abgebrochen worden. Die Suchaktion werde am frühen Samstagvormittag fortgesetzt, teilte die Polizei Heidenheim mit. Bisher gebe es keinerlei Hinweise auf den Aufenthalt der Entführten oder ihres Autos. Bei der bisherigen mehrtägigen Suche im Bereich der Autobahn 7 seien verschiedene Gegenstände gefunden worden, darunter eine Halskette, die aber nachweislich nicht der Frau gehöre.

Bislang rund 100 Hinweise aus der Bevölkerung

Das Polizeifoto zeigt die vermisste Maria Bögerl.

Die Bewertung der am Freitag gefundenen Gegenstände stand zunächst noch aus. Die etwa 100 Einsatzkräfte der Polizei wurden bei ihrer Suche von rund 100 Hundeführern von zehn verschiedenen Rettungshundestaffeln der Region mit insgesamt 51 Hunden unterstützt. Zudem war am Nachmittag ein mit einer Wärmebildkamera ausgestatteter Polizeihubschrauber im Einsatz. Insgesamt seien in dem Entführungsfall etwa 350 Kräfte von verschiedenen Polizeidienststellen aus ganz Baden-Württemberg eingesetzt, teilte die Polizei mit. Bislang seien rund 100 Hinweise eingegangen, die nun von den Ermittlern abgearbeitet würden.

Die Ehefrau eines Bankchefs war am Mittwochmorgen mit ihrem Auto - einem schwarzen A-Klasse-Mercedes mit dem Kennzeichen HDH-MB 770 - verschwunden. Letztes Lebenszeichen ist ein Telefongespräch mit ihrem Ehemann. Bei ihm hatte der Entführer am Mittwoch gegen 11.20 Uhr angerufen und ein hohes Lösegeld gefordert. Er ließ auch die Entführte kurz etwas sagen. Sie konnte ihrem Mann nur kurz mitteilen, dass der Täter sie mit dem Tod bedroht habe.

Der Bankier deponierte wie vom Täter verlangt Geld neben der A 7 zwischen den Anschlussstellen Heidenheim und Oberkochen, das jedoch nicht abgeholt wurde. Das Lösegeld wurde wie verlangt an der A 7 zwischen den Anschlussstellen Heidenheim und Oberkochen hinterlegt und mit einer Deutschlandfahne gekennzeichnet. Der Entführer hat sich seither nicht mehr gemeldet, weswegen sich die Familie entschloss, die Polizei einzuschalten.

Der Ehemann und die beiden Kinder von Maria Bögerl hatte sich bereits am Donnerstag in einem dramatischen Appell direkt an den oder die Entführer gewandt. „Wir appellieren in unserer Verzweiflung an Ihre Menschlichkeit. Bitte geben Sie uns unsere geliebte Mama, meine Frau wohlbehalten zurück. Sie hat Ihnen nichts getan. Wir flehen Sie an, unsere Bitte zu erfüllen“, hieß es in der Botschaft, die mit Hilfe der Polizei in den Medien verbreitet wurde. (afp/apn/ddp)

DerWesten



Kommentare
25.05.2010
10:01
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #20

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

25.05.2010
10:01
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #19

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

25.05.2010
10:01
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #18

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

25.05.2010
10:01
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #17

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

25.05.2010
10:01
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #16

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

25.05.2010
10:01
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #15

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

25.05.2010
10:00
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #14

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

25.05.2010
10:00
Noch keine Spur von entführter Bankiers-Frau
von Harlekin | #13

Und außerdem: wer verlässt sich schon auf einen vollgetankten Wagen des Entführungsopfers? Also ich würd s nicht tun, mein Tank ist häufig so leer, dass ich es nur gerade bis zur Tankstelle schaffe. Und dann die Sache mit der verschwundenen Sim-Karte, wer s glaubt, wird selig, die Polizei sollte sich mal den Ehemann vorknöpfen und noch einmal sein Alibi checken

25.05.2010
03:10
Noch keine Spur von entführter Bankiers-Frau
von Brina | #12

Ist wirklich alles etwas merkwürdig, jedoch sollte man niemanden zu vorschnell verurteilen, auch ich habe meine persönliche Meinung zu der Situation, jedoch behalte ich sie bei mir und warte ab wie sich die ganze Sache entwickelt und hoffentlich bald aufklärt.
Ich denke die Polizei wird ihr Bestes tun, und meistens ist sie ja schon einen Schritt weiter als man vermuten mag, ist doch auch klar das nicht alles sofort an die Öffentlichkeit gelangt was der Polizei in die Finger fällt.

Das nach dem Auto doch als erstes gesucht werden würde ist doch eigentlich logisch, unlogisch ist allerdings das Handy ohne SIM Karte ?!

Vielleicht kommt ja bei der Datenauswertung der Rufnummer was neues raus ?!
Finde es allerdings eine Frechheit des Mobilfunkbetreibers sich da so querzustellen, dadurch geht auch nur unnötige und vorallem wichtige Zeit verloren.

Zu dem Video:
Vielleicht wurden Medikamente eingesetzt
(zur Beruhigung z.B) die Eltern und Geschwister meines besten Freundes hatten solche auch nach seinem tödlichen Unfall bekommen und die kamen auch ganz anders rüber als sie es wahrscheinlich ohne diese Mittel getan hätten.

25.05.2010
03:10
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #11

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Aus dem Ressort
Trickserei mit Organspenden am Herzzentrum Berlin
Organvergabe
Es war buchstäblich eine Prüfung auf Herz und Nieren: Zum zweiten Mal nach dem Organspende-Skandal in Göttingen haben Kontrolleure Transplantationen an Kliniken unter die Lupe genommen. Dabei entdeckten sie mit dem Deutschen Herzzentrum in Berlin erneut ein schwarzes Schaf. Weitere Fälle fanden sie...
Kokablätter im Unterricht - Gericht spricht Lehrer frei
Justiz
Zwei Lehrer einer schwäbischen Mittelschule hatten im Erdkundeunterricht Kokablätter an ihre Schüler verteilt. In Deutschland ist die Pflanze, die den Grundstoff für Kokain liefert, verboten. Das Gericht sprach die Pädagogen jetzt dennoch frei - Schüler und Eltern reagierten mit Applaus.
Jeder dritte Deutsche fürchtet Betrug im Internet
Angststudie
Ihr Alter geben die meisten Deutschen im Internet relativ sorglos an, bei der Kreditkartennummer zögern schon deutlich mehr. Jeder dritte Befragte einer Allensbach-Untersuchung gibt an, sich vor Betrug und Datenmissbrauch im Internet zu fürchten. Je älter die Nutzer, desto größer die Angst.
Gericht erlaubt männlichen Piloten, ihre Mütze abzusetzen
Lufthansa
Für die Frauen nur ein modisches Accessoir, für die Männer dagegen Pflicht? Ein Pilot der Lufthansa sah nicht ein, dass sein Arbeitgeber ihm vorschrieb, eine Mütze zu tragen, während seine Kolleginnen es sich aussuchen dürfen. Er zog vors Arbeitsgericht - und bekam Recht.
Luise über die Magersucht - "Ich konnte nie dünn genug sein"
Magersucht
Die Schülerinnen Alisa Jakob und Nadine Maihoff aus Essen haben das 14-jährige Mädchen Luise interviewt, das an Magersucht litt. Der Artikel wurde im September als bestes Interview des Projektes „Zeus – Zeitung und Schule“ausgezeichnet. Luise wurde gemobbt, weil sie nicht die Dünnste war.
Umfrage
Essen testet jetzt, ob nächtliches Tempo 30 auf Hauptverkehrsstraßen etwas für den Lärmschutz bringt. Was halten Sie davon?
 
Fotos und Videos