Niedecken bedauert Verschwinden der Dialekte
15.03.2009 | 09:23 Uhr 2009-03-15T09:23:00+0100Köln. BAP-Sänger Wolfgang Niedecken bedauert das allmähliche Verschwinden der Dialekte aus dem Sprachgebrauch. Der Musiker führt das auf veränderte Lebensumstände zurück. Ihm selbst aber sei die Muttersprache wichtiger als das Vaterland, sagt Niedecken.
BAP-Sänger Wolfgang Niedecken bedauert das allmähliche Verschwinden der Dialekte aus dem Sprachgebrauch. «Im Alltag gibt es leider immer weniger Gelegenheiten, in der Mundart seiner Heimatregion zu sprechen», sagte Niedecken im Gespräch mit der Nachrichtenagentur ddp.
Laut einer im Februar veröffentlichten Untersuchung der UNESCO gilt der Erhalt von 13 Regionalsprachen in Deutschland als nicht mehr sicher. Akut vom Aussterben bedroht sei unter anderem das Ost- und Nordfriesische. Kölsch wird nach Angaben der UN-Bildungsorganisation noch von rund eine Million Menschen im Rheinland gesprochen, etwa 16 Millionen Menschen unterhalten sich auf bairisch.
Für Niedecken liegt das Verschwinden der Dialekte an den geänderten Lebensumständen: «Früher ging man aus dem Haus und dann zum Bäcker, Kaufmann oder Schuster in der Nachbarschaft. Und bei allen hat man ein Schwätzchen gehalten.» Heute gingen die Menschen in den Supermarkt und bekämen an der Kasse lediglich eine Zahl genannt.
Abends säßen die Leute auch nicht mehr in der viel besungenen «kleinen Kneipe an der Ecke» und ließen gemeinsam den Tag Revue passieren, bedauerte Niedecken: «Stattdessen sitzt man vor dem Fernsehen und zappt sich durch 50 hochdeutsche Sender».
«Meine Kinder wissen genau, wenn ich hochdeutsch schimpfe, dann es ist es noch nicht so schlimm»
Wie solle unter diesen Umständen der Dialekt noch weiter leben, fragt der Sänger, der bei BAP auch für die Texte der Lieder verantwortlich ist: «Ich behaupte immer noch, dass man Gefühle am besten in der Sprache formulieren kann, in der man aufgewachsen ist.» Die Muttersprache sei ihm eben lieber als das Vaterland. Überdies sei der Dialekt auch pädagogisch einsetzbar: «Meine Kinder wissen genau, wenn ich hochdeutsch schimpfe, dann es ist es noch nicht so schlimm», verrät der vierfache Vater.
Wolfgang Niedecken wurde im vergangenen Herbst in Dormagen mit dem Friedestrompreis für besondere Verdienste um die deutschsprachige Dialektliteratur ausgezeichnet. (ddp)
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04:03
ja Herr Niedecken,
nix mehr in Essens roten Teppich in der Lichtburg auf die Kacke hauen, lieber mal #13 lesen und weniger angeben..................
03:48
Dürftige Erklärung
Sicher mit dem Alter lernt man geschickt vom Thema abzuweichen oder es wurde nicht über alles berichtet aus diesem ddp-Interview Aber egal.
Wolfgang Niedeggen von der Firma BAP kann es auch nicht mehr wissen. Denn erlebt zum größten Teil seines Leben nicht mehr in Köln. Auf Stippvisite ist er schon mal da, wenn des gegen den Anti-Islamisierungkongress geht. Dafür unterbricht er auch schon mal seinen Jahres-Urlaub aus Mallorca. Als Ehrenmann von Köln, ist das allemal eine Auszeichnung wert?
Die Realität ist eine andere. Denn die neuen Kulturkreise, wo die sogenannten Einwanderer herkommen, werden in Zukunft nicht nur die kölsche Sprache verhindern, sondern auch das Kölsch (Getränk) als solches.
KHJ aus Köln
03:23
.......ein allgemeines Niedeckengenuschel? Schon peinlich der Mann...
03:12
#2: voraus mit einem r lau #1 war per Zufall richtig ...
00:57
Hau, wir reden, was wir reden. Und das deutlich.
22:54
@#8 Nee, ein Sprachfehler namens Nuscheln.
22:48
ist Grönemeierisch auch ein Dialekt?
22:45
#5 bukowski
Wer den ganzen tag nur kanakspraak um sich herum hört, bewegt sich dann wohl nur noch in den Schmuddelecken der Stadt.
Genau das habe ich auch gedacht heute morgen, war nur zu faul es nieder zu schreiben.
Danke
18:24
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17:12
Es war vor allem der Wunsch gläubiger Christen: Vor Gott.... sind alle gleich,
der mal Leitbild auch der deutschen Gesellschaft warWer den ganzen tag nur kanakspraak um sich herum hört, bewegt sich dann wohl nur noch in den Schmuddelecken der Stadt. Weder türkische StudentInnen, noch türkische Geschäftsleute nutzen sie, viel eher doch die Jugend, die auf Werte wie Bildung und Kultur
keinen Wert legen. Das Grillotheater ist übrigens regelmässig ausverkauft bei Aufführungen für SchülerInnen, es sind auch immer Jugendliche mit ausländischen Wurzeln dabei.