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„Nicht Unangemeldete können leider nicht mit“ – die kuriosesten Zitate aus dem Jahr 2012

30.12.2012 | 17:01 Uhr
„Nicht Unangemeldete können leider nicht mit“ – die kuriosesten Zitate aus dem Jahr 2012
Die Tour zu Schimanski-Schauplätzen in Duisburg mit Dagmar Dahmen ist ein großer Erfolg. Darum ist sie „seit langem ausverkauft – das gilt für zahlende Tourteilnehmer ebenso wie für die Presse.“Foto: Hayrettin Özcan

Essen.  Wie man die Tochter unter der Burka findet und andere Kabinettstückchen aus der Region haben wir gesammelt. Doppeldeutiges, Fehlgeleitetes und Missverständliches. Denn es gilt: Versprochen ist versprochen. Schließlich können seltsame Äußerungen nicht nur Fußballern vorbehalten sein.

Sowas wie den „Fußballspruch des Jahres“, das kurioseste Zitat vom Platzrand, gibt es in anderen, ebenso lebenswichtigen Bereichen leider nicht. Aber auch Medien und Pressemitteilungen produzieren manche Fehlleistung; eine der schönsten ist noch aus dem Fernsehen der 90er-Jahre und fällt eher in die Kategorie, dass eine Redaktion sich auch bei unklarer Nachrichtenlage unbedingt zu helfen wissen sollte: „In dem westafrikanischen Staat ist es zu einem Putsch gekommen. Hintergrund sollen Meinungsverschiedenheiten zwischen der Regierung und dem Militär sein.“

Von 2012 jedenfalls stammt diese zufällige Sammlung: So sagte ein Vertreter von „Straßen NRW“, nachdem ihm in Kaarst ein Sicherheitstraining von Autobahn-Straßenwärtern vorgeführt worden war: „Ich darf mich herzlich bei Ihnen begrüßen.“

Sport
Die besten Sprüche der Bundesliga-Hinrunde

Es wurde gescherzt, es wurde geflucht, es wurde gejubelt: In der Hinrunde 2012/13 lieferten sich die Bundesliga-Klubs nicht nur auf dem Rasen ein heißes Duell. Auch abseits des Feldes ging es mitunter mächtig zur Sache - und zwar verbal. Die besten Sprüche im Überblick.

Guten Morgen, liebe Studenten und Präsidenten!

Und eine launige Moderatorin von Radio Köln, auch bekannt als WDR, sagte es so: „Joachim Gauck und seine Lebensgefährtin können heute nicht ausschlafen und ausgiebig frühstücken, denn sie werden um 11 Uhr in Schloss Bellevue erwartet.“

Die Boulevard-Zeitung ,Express’ schrieb im Fall einer verschwundenen jungen Türkin, die unter Salafisten vermutet wurde, in wunderbarer Logik: „Freunde der Familie haben den Verdacht, weil H. angeblich fast komplett verschleiert gesehen wurde – nur mit Sehschlitz. Da würde selbst die Mutter sie nicht erkennen.“

Der Schimmi-Touren-Veranstalter „DU-Tours“ machte auf Folgendes aufmerksam: „Die Premiere der Schimmi-Tour am 17. März ist seit langem ausverkauft – das gilt für zahlende Tourteilnehmer ebenso wie für die Presse. Nicht unangemeldete Pressevertreter können am Samstag leider nicht mitlaufen.“ Das ist natürlich besonders schade für die Kollegen, die sich angemeldet haben.

Das Justizministerium kombiniert messerscharf

Und das Justizministerium NRW teilte mit: „Wie die Anstaltsleitung berichtete, war das Zellengitter durchgesägt. Es muss davon ausgegangen werden, dass der Gefangene das Gelände der Justizvollzugsanstalt verlassen konnte.“

Jahresrückblick 2012
Zehn NRW-Geschichten, die im Gedächtnis bleiben

Ein Vorstandsvorsitzender, der einen Angriff auf seine Person erfindet und ein Student, der zu schnell studiert sind nur zwei der zehn Leute aus Nordrhein-Westfalen, über die im Jahr 2012 geredet wurde. Wir sagen, welche Geschichten in Erinnerung bleiben.

Ein Nachrichtensprecher im Radio hatte ganz genau gerechnet: „Es war Klitschkos 60. Knockout im 50. Kampf.“ Der Mann ist nicht umsonst Box-Weltmeister.

Reihen wir uns doch auch ein. Aus der WAZ stammt: „Nach 30 Jahren Ehe war Renate S. bei einer Flasche Wodka am Tag.“ Oder an anderer Stelle: Die Frau „ist tot aufgefunden worden, aus bisher ungeklärten Gründen.“ Vielleicht hatte ja jemand nach ihr gesucht? Dann machten sich Kollegen angemessen darüber lustig, dass eine Stadtverwaltung auf einem neuen Straßenschild den Weg zu einer „Akedemie“ wies – und schrieben zugleich über eine Meldung auf derselben Seite: „Polizei fandet nach Diebesgut“.

Zum Abschluss noch dieses: Als eine Dauerbaustelle auf der Autobahn 2 bei Hamm endlich endet, lässt ein Begleiter von Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) Folgendes verlauten: Der Minister habe die Autobahn, anders, als es im vorgedruckten Redetext stehe, keineswegs als „Marginalie“ bezeichnet, sondern als „Magistrale“.

Hubert Wolf



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Kommentare
Kommentare
01.01.2013
09:58
„Nicht Unangemeldete können leider nicht mit“ – die kuriosesten Zitate aus dem Jahr 2012
von bartie011 | #1

Naja, wer im Glashaus sitzt,....!

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