Neuseeland verschärft Grenzkontrolle wegen vier Fliegen

Wer sich vor der Paarung gegen Nebenbuhler behaupten muss, lernt etwas fürs Leben. Auf diese Formel könnte man das Resultat einer Schweizer Studie an Fruchtfliegen reduzieren.
Wer sich vor der Paarung gegen Nebenbuhler behaupten muss, lernt etwas fürs Leben. Auf diese Formel könnte man das Resultat einer Schweizer Studie an Fruchtfliegen reduzieren.
Foto: Archiv/dpa
Was wir bereits wissen
Fruchtfliegen sind zwei Millimeter groß – und damit groß genug für viel Wirbel: In Neuseeland werden die Grenzkontrollen wegen vier Tieren verschärft.

Wellington.. Vier winzige Fruchtfliegen haben in Neuseeland Alarm ausgelöst. Die Behörden befürchten eine Invasion der bislang im Land nicht vorkommenden Queensland-Fruchtfliege (Bactrocera tryoni), wie das Landwirtschaftsministerium am Montag mitteilte. Es untersagte den Transport von Obst und einigen Gemüsesorten aus dem Gebiet in der Stadt Auckland, wo die Fliegen entdeckt wurden. Zudem sind an den Flughäfen Schnüffelhunde im Einsatz. Alles Gepäck wird durchleuchtet, damit niemand das strikte Einfuhrverbot für Obst umgeht.

Die Fliegen legen Eier in mehr als 100 Obstsorten, darunter Avocados, Zitrusfrüchte und Kernobst. Die Larven ernähren sich von dem Fruchtfleisch, das Obst wird faul und fällt zu Boden.

Schädlinge Gartenbau-Produkte gehören zu den wichtigsten Exportbranchen

Bauern fürchten Exportstopps in einigen Ländern für alles neuseeländische Obst, auch den wichtigen Exportartikel Kiwi-Früchte, für den Fall, dass die Fruchtfliege nicht ausgemerzt wird. 2013 machten Gartenbau-Produkte acht Prozent der Warenexporte aus. Sie gehören zu den sieben wichtigsten Exportbranchen.

Die Bewohner des Gebiets in Auckland müssen Obstabfälle in speziellen Tüten entsorgen und dürfen vom Baum gefallenes Obst nicht anfassen. Inspektoren sind zu alarmieren, die dann das Obst auf Larven untersuchen. Experten haben unter anderem Giftköder für die Fliegen ausgelegt. Das Ministerium hat in den vergangenen Jahren eingeschleppte Fruchtfliegen mehrfach erfolgreich bekämpft. (dpa)