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Wasserqualität

Neun von zehn deutschen Badegewässern "ausgezeichnet"

21.05.2013 | 14:26 Uhr
Ohne Angst vor Infektionen kann man in Deutschland in Badegewässer springen - Die Wasserqualität hierzulande gehört zu den besten Europas.

Brüssel.  Das Wetter ist derzeit nicht optimal. Aber wenn es demnächst sonnig wird, können die Deutschen in ihren Badeseen unbesorgt das kühle Nass genießen. Deutschland gehört zu den Ländern mit den saubersten Gewässern, berichtet die Europäische Umweltagentur. Schlechte Qualität gibt es europaweit kaum.

Im bevorstehenden Sommer dürfen sich die Europäer laut einer EU-Untersuchung auf ungetrübten Badespaß freuen. In den 27 EU-Ländern haben mehr als drei von vier Badegewässern eine ausgezeichnete Wasserqualität, wie die Europäische Umweltagentur am Dienstag in Brüssel bei der Vorstellung des jährlichen Berichts über die "Qualität der europäischen Badegewässer" mitteilte. Demnach gehört Deutschland zu den Ländern mit den saubersten Gewässern: Neun von zehn getesteten Badestellen erfüllten im vergangenen Jahr die höchsten Standards bei der Wasserqualität.

Insgesamt wurden in der Bundesrepublik rund 2300 Badegewässer untersucht, von denen 88 Prozent die Bestnote erhielten. Weitere sieben Prozent waren demnach immer noch ausreichend sauber. Die deutschen Nord- und Ostseestrände erhielten zu 79,5 Prozent die Bestwertung, eine Verbesserung um 4,5 Prozentpunkte im Vergleich zu 2011.

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Mit dem Projekt „Sichere Ruhr“ soll der Fluss auch als Badegewässer attraktiver werden. Bislang ist es an vielen Stellen weder erlaubt, noch verboten, in die Ruhrfluten zu steigen. Nun sollen genauere Vorhersagemethoden für Keimbelastungen entwickelt werden.

Landesweit fielen nur 18 Gewässer durch, acht davon mussten sogar gesperrt werden. Laut Kommission sei dies im Einzelnen nicht zwingend auf Verunreinigungen zurückzuführen, sondern auch auf Baustellen oder andere Gefahren und Umstände.

Wasserqualität durchschnittlich im Mittelmeer besser als in Nord- und Ostsee

Besser als Deutschland bewertete die Europäische Umweltagentur - eine Einrichtung der Europäischen Union - lediglich Zypern, Luxemburg, Malta, Kroatien und Griechenland, wo die Wasserqualität in 95 bis hundert Prozent der getesteten Gewässer Bestnoten erhielt. Am schlechtesten fällt die Bewertung für Belgien aus, wo zwölf Prozent der Badegewässer durchfielen. In den Niederlanden erfüllten sieben Prozent, in Großbritannien sechs Prozent der Gewässer nicht die Mindestanforderungen.

EU-weit wurden rund 21.000 Badestellen an Seen, Flüssen und Meeren untersucht. Die Tester bewerteten 94 Prozent der Gewässer als ausreichend sauber, davon erhielten 78 Prozent die Bestnote. Die Proben wurden zum Beispiel auf Fäkalbakterien, Mineralölrückstände, Reinigungsmittel und giftige Säuren untersucht. Auf der Internetseite http://eyeonearth.org/ können sich Verbraucher über die Sauberkeit der einzelnen Gewässer informieren.

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Die Ergebnisse weichen zwischen Küsten- und Binnengewässern voneinander ab: 72 Prozent der Seen und Flüsse in der EU erhielten die Bewertung "ausgezeichnet", bei den Meeren sind es dagegen 81 Prozent. Ferner fällt die Wasserqualität im Schnitt im Mittelmeer deutlich besser aus als in Nord- und Ostsee.

Wasserqualität habe sich deutlich verbessert

Vom sauberen Mittelmeerwasser profitiert unter anderem das Urlaubsland Italien. Hier wurden mit knapp über 5500 Tests die mit Abstand meisten Überprüfungen vorgenommen, wovon 85 Prozent die Bestnote ergaben. Die bei deutschen Urlaubern beliebten Reiseziele Spanien und Österreich erzielten mit ihren Gewässern in 83 Prozent beziehungsweise 74 Prozent aller getesteten Gewässer Bestnoten.

Der Umweltagentur zufolge hat sich die Wasserqualität im EU-Raum in den vergangenen Jahren deutlich verbessert: Demnach erfüllten in den frühen Neunzigern nur etwa 60 Prozent der Gewässer die Höchststandards gegenüber 78 Prozent in 2012.

Auesee in Wesel

Der Anteil der Badegewässer, die Mindestanforderungen erfüllen, wuchs demnach von 70 auf 94 Prozent. Allerdings sind die Beurteilungssysteme in den EU-Ländern noch nicht alle auf demselben Niveau, so dass die Angaben nicht immer direkt vergleichbar sind. (afp)


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