Neuer „Tatort“ mit Devid Striesow in der Kritik
28.01.2013 | 18:07 Uhr 2013-01-28T18:07:00+0100
Essen. Die Neugier war groß, doch die Kritik an dem neuen „Tatort“ mit Saarbrücken-Fahnder Devid Striesow ist noch größer. Nur wenige Zuschauer fanden den Schauspieler und den Fall wirklich überzeugend.
Das Tatort-Universum ist um einen neuen Kommissar reicher: Devid Striesow ermittelte am Sonntag erstmals am Tatort in Saarbrücken. Und obwohl über neun Millionen Zuschauer einschalteten und durchhielten, entfachte der Kommissar mit Wickelhose und Hang zum Yoga eine Diskussion, die Deutschlands beliebtester Krimi seit seiner Erstausstrahlung im Juli 1970 noch nicht erlebt hat.
„Dieser Tatort begann ja ganz gut, ein etwas skurriler Kommissar, machte Lust auf mehr. Was aber folgte war eine gnadenlose Anhäufung abstruser! Gestalten.“ - Stefan
Man mag hier sagen: Stimmt nicht. Und auf die aufregende und aufgeregte Reaktion auf den ersten Schimanski verweisen. Doch der Vergleich hinkt. Bei der Kritik ging es 1981 darum, dass Schimanski zu viel fluchte, prügelte, mehr als in Maßen Alkohol trank, Currywurst zum Grundnahrungsmittel machte und seine Frauengeschichten ohne Hemmungen offenlegte. Sie taten den wunderbaren Geschichten aber keinen Abbruch.
„Nie wieder Saarbrücker Tatort! Story hanebüchen, Schauspieler grottenschlecht und hat auch nix mit Saarbrücken zu tun.“ - Ruhrpottralle
Das ist leider beim neuen Saarbrücker „Tatort“ anders. Striesow ist der Star, der erste von fünf neuen Tatort-Kommissaren, die von den ARD-Anstalten in diesem Jahr fast inflationär über den Fernseher gejagt werden. Im März ermittelt Til Schweiger, im April Wotan Wilke Möring, später im Jahr folgt das Trio Friedrich Mücke,Benjamin Kramme, Alina Levshin und zu Weihnachten beglückt uns das Duo Nora Tschirner/ Christian Ulmen.
„Es war nicht zum Aushalten. Ist das der Krimi der Zukunft? Hoffentlich nicht.“ - Avalona24
Die ARD versucht eine Erfolgsgeschichte ins Endlose zu kopieren. Leider zeigt die Entwicklung der letzten Jahre, dass dieser simple Gedanke nicht funktioniert. Ulrich Tukur als Kommissar Felix Murot (seit 2010) und seine Konversation mit dem Gehirntumor lässt viele Zuschauer gähnen. Die Schweizer Ausgabe um Kommissar Pflückinger (Stefan Gubser, ab 2011) musste vor der Premiere von einem zweiten Drehbuchautor überarbeitet werden und war dann immer noch nicht sehenswert.
Und auch der Dortmunder Ermittler Jörg Hartmann (seit 2012) lässt Zuschauer und Kritiker gleichermaßen ob seiner unkonventionellen Ermittlungsarbeit zusammenzucken. Die Entwicklung ist bedenklich. Auf der Jagd sucht man nach immer neuen, noch nie dagewesenen Charakteren und vergisst zunehmend das Wichtigste: eine gute Geschichte.

17:46
Das war kein Tatort, das war Löwenzahn (Peter Lustig) - reloaded oder 3.0. Also einen SB-Tatort wird sich so schnell wohl niemand mehr ansehen, tschüss Quote. Selten so etwas Grottenschlechtes im öffentlich-rechtlichen TV gesehen!
19:45
Ich fand den neuen Tatort Klasse. Bin zwar aus dem Ruhrgebiet, fand aber die beiden ersten Dortmund Tatorte dagegen echt grottenschlecht.
Die Handlung war prima, und das Team um Devid Striesow hat mich absolut überzeugt. Ihm ist diese Rolle wie auf den Leib geschneidert.
So wie es mir schon vor dem nächsten Dortmund - oder Ösi Tatort graut, so freue ich mich schon auf den nächsten Tatort aus Saarbrücken, den ich mir übrigens früher nie angesehen habe.
11:59
Im Vergleich mit den beiden Kommissaren des vorherigen Saarbrücker Tatortes schneidet dieser m.E. schlechter ab. Die gar nicht mal schlechte Handlung wurde leider durch hanebüchene Aktionen zerstört. Wie etwa die Entführung des Mädchens durch den Kommissar, der den Diplomaten das Kind aus dem Auto entreißt, dann eine alte Frau und dessen Auto kapert und anschließend bei dieser vorübergehend wohnt. Dabei hatte der Tatort mit seiner Spur Humor durchaus gut angefangen.
Die alte Dame und ihre Ehe waren doch köstlich dargestellt?!
Realistisch ist die Arbeit der Ermittler in den anderen Tatorten doch auch nicht?
17:29
Das Einzige, was mich stört, ist das "e" im Vornamen. Lebte seine Mama in der DDR?
Ansonsten habe ich mich köstlich unterhalten:
Witzig, originell, zum Brüllen komisch.
Das war ein Tatort?!
Geschenkt!
15:25
War das ein Krimi oder eine Satire-Sendung?
Die Schauspielerin, die die Staatsanwältin darstellen sollte, konnte selbst in ernsten Situationen nicht ohne vom Lachen verzerrte Grimassen aufgenommen werden.
nur noch schlecht gemacht.
Die Handlung und das dahinterstehende Thema kamen bei solch überzeichneten Figuren viel zu kurz.
Können die das nicht besser?
13:23
Devid Striesow ist auf jeden Fall ein guter Schauspieler, der ein besseres Drehbuch verdient hätte. Das war wirklich zu abstrus und was überhaupt nicht ging, war die Darstellerin der Staatsanwältin. Schwach gespielt und so überzogen, dass sie wie eine reine Comedy-Figur rüberkam. Striesow bekommt von mir aber eine zweite Chance, denn sein Kommissar ist ein Sympathieträger...
12:48
Devid Striesow ist ein guter Schauspieler und probiert mal was Neues und gibt der Figur mal einen anderen Charakter.(Monk finden auch nicht alle toll, hat aber Erfolg)
Es muss nicht immer alles negativ geredet werden.Erst mal die Rolle wachsen lassen und dann Kritik üben.
Gebt diesem Tatortkommissar eine zweite Chance.
Es kommen im Laufe des Jahres ja noch einige Neue Kommissare.
Da bin ich ja mal auf die Kommentare gespannt.......
12:28
Weiter so! Endlich ein Tatort den man erne auch zum zweiten mal sehen will!
Nur die sexististe Staatsanwältin nervt!
Weiter so Devid Striesow!
11:17
Bleibt doch mal locker!
Der David ist ein Super-Typ mit einer unheimlich guten Ausstrahlung und der Rest wird schon! Die Staatsanwältin war etwas dümmlich, aber das soll es ja auch in der Realität geben.
10:01
Das richtige wenn das Hirn in Urlaub ist. Lockt vielleicht sogar den ein oder anderen anspruchsvolleren Privatfernsehkunden weg von den Dokusoaps zur ARD.