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Guinessbuch

Neuer Rekord im Schnellküssen

06.06.2009 | 13:23 Uhr

Berlin. Romantisch ist irgendwie anders: Michael Basting hat sich in Windeseile in das Guinessbuch der Rekorde geknutscht und damit den selbsternannten Schnellkuss-Meister Florian Silbereisen überflügelt. In einer Minute hagelte es 111 Küsse.

Mit «preußischer Disziplin» hat sich ein 31-jähriger Bayer in Berlin mit 111 Küssen in einer Minute einen Weltrekord im Schnellküssen erarbeitet. Damit hat der Webdesigner nicht nur einen Australier entthront, der mit 96 Küssen den bisherigen Guinness-Rekord hielt, sondern auch Volksmusik-Star Florian Silbereisen, der sich seit dem vergangenen Jahr als Schnellkuss-Meister wähnte.

Silbereisens Rekord habe aber nicht den strengen Guinness-Regeln entsprochen, teilten die Veranstalter des neuen Kussrekords am Samstag in Berlin mit. Und er küsste während einer Sendung 2008 auch nur 36 Mal pro Minute.

Möglichweise weniger fotogen, aber mit zähem Willen knutschte sich dagegen der Bayer Michael Basting zum Sieg. Der Webdesigner und Mitarbeiter eines Dating-Portals, der mit seiner Aktion gleichzeitig Wind für seinen Arbeitgeber machte, hatte sich vor dem Rekordversuch monatelang generalstabsmäßig vorbereitet, wie die Organisatoren mitteilten.

Unter anderem hatte er im Büro Probeküssen veranstaltet, allerdings mangels ausreichender Mitarbeiterzahl mit Hin- und Herlaufen, was nach den Guinness-Regeln beim eigentlichen Rekordversuch verboten ist, wie Sprecherin Martina Wagner sagte. Für den Ernstfall stellte er dann am Samstagabend auf dem Kurfürstendamm 120 Probanden auf, und zwar zwecks Zeitersparnis der Größe nach.

Außerdem mussten sich die zu Küssenden nach vorne beugen und dem Wettküsser die Wange kussbereit zudrehen. Denn auch das hatte Basting im Training verifiziert: Wangeküssen geht schneller. Nach den Guinness-Regeln müsse der Kuss nur «im Gesicht» landen, um gezählt zu werden, wie Wagner berichtete. Basting ist sich sicher, alles richtig gemacht zu haben, um den Rekord auch wirklich anerkannt zu bekommen, zumal nach Angaben der Sprecherin ein Berliner Polizist und ein Lehrer als «unabhängige Juroren» engagiert wurden.

Ob der Bayer die Beglückung des Küssens, die angeblich die Lebenserwartung verlängert und bis zu 38 Gesichtsmuskeln trainiert, voll genießen konnte, ist fraglich. «Ich habe an gar nichts gedacht», soll er anschließend gesagt haben. (ap)

DerWesten

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