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Verbrechen

Nach Vierfachmord erhärtet sich Verdacht gegen Sohn

16.04.2009 | 14:21 Uhr

Göppingen. Eine Woche nach dem Vierfachmord im baden-württembergischen Eislingen hat sich der Verdacht gegen den 18-jährigen Sohn der getöteten Familie und seinen 19 Jahre alten Freund erhärtet. Die Polizei ermittelt, ob die vier Opfer mit gestohlenen Waffen aus dem Schützenverein erschossen wurden.

Polizisten suchen auf einem Gelände in der Nähe des Fussballclubs in Eislingen nach Beweismitteln zur Aufklärung des Vierfachmords an einer Familie in Eislingen. Foto: ddp

Knapp eine Woche nach dem Vierfachmord im baden-württembergischen Eislingen hat sich der Verdacht gegen den 18-jährigen Sohn der getöteten Familie und seinen 19 Jahre alten Freund erhärtet. «Die Indizienkette schließt sich immer mehr», sagte Polizeisprecher Rudi Bauer am Donnerstag in Göppingen. Demnach gibt es anscheinend neue Beweise gegen die in Untersuchungshaft sitzenden Männer, die bisher das Verbrechen geleugnet haben. Es seien weitere Vernehmungen geplant. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen am (morgigen) Freitag in Ulm auf einer Pressekonferenz über den Stand der Ermittlungen informieren.

Einer der beiden Tatverdächtigen war am Mittwoch erneut vernommen worden. Zum Inhalt der Aussage wurden keine Angaben gemacht.

Sprecher Bauer sagte, es werde weiter nach Beweisen und der Tatwaffe gesucht. Aus einem Kleidercontainer wurde am Mittwoch Kleidung mitgenommen. Es werde nun geprüft, ob sie von den beiden Tatverdächtigen stamme.

Gestohlene Waffen aus dem Schützenverein?

Die Ermittler prüfen auch weiter, ob das Ehepaar und seine zwei erwachsenen Töchter mit gestohlenen Waffen aus dem Schützenverein des Ortes erschossen wurden. Aus dem örtlichen Schützenverein waren im vergangenen Jahr klein- und großkalibrige Pistolen und Gewehre im Wert von 11.000 Euro entwendet worden. Der Fall wurde noch nicht aufgeklärt. Die Spuren von damals sollten nun mit den jetzigen verglichen werden. Der 18-Jährige gehörte dem Schützenverein an.

Die jungen Männer stehen in Verdacht, den 57-jährigen Heilpraktiker, seine zwei Jahre jüngere Frau und die beiden Töchter im Alter von 22 und 24 Jahren am Freitag, 10. April, erschossen zu haben. Die Opfer starben an einer Vielzahl von Schüssen aus einer Kleinkaliberwaffe. Einbruchspuren wurden nicht gefunden. Auch weist die Lage der Leichen laut Polizei darauf hin, dass die Opfer nicht überrascht wurden. (ap)

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