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Grippeimpfung

Nach Impfstoff-Rückruf warnen Behörden vor Panik

26.10.2012 | 13:59 Uhr
Die deutschen Behörden haben vor einer Panik unter Patienten wegen des Rückrufs von Grippeimpfungen gewarnt.Foto: dapd

Köln/Berlin.  Die deutschen Behörden haben vor einer Panik unter Patienten wegen des Rückrufs von Grippeimpfungen gewarnt. Die verfügbare Menge von Impfstoffen sei knapper als in den vergangenen Jahren. In Deutschland waren in den vergangenen Tagen rund 750.000 mangelhafte Impfstoffdosen zurückgerufen worden.

Nach dem teilweisen Rückruf zweier Grippeimpfstoffe des Herstellers Novartis versuchen die Behörden eine Panik unter Patienten zu verhindern. Jeder könne sich bedenkenlos impfen lassen, versicherte der Präsident des für die Impfstoff-Zulassung zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Klaus Cichutek, am Freitag im ARD-"Morgenmagazin".

Die Menge der verfügbaren Impfstoffe ist unterdessen knapper als in den vergangenen Jahren. Für die kommende Woche wurden Gespräche zwischen Behörden, Herstellern und Krankenkassen angekündigt, um die Versorgung sicherzustellen.

PEI-Präsident Cichutek beruhigte verunsicherte Patienten, die betroffenen Chargen der Impfstoffe Begripal und Fluad seien von Novartis aus dem Verkehr gezogen worden. Es bestehe keine Gefahr, dass Patienten mit den betroffenen Seren, die erhebliche Nebenwirkungen auslösen könnten, geimpft würden.

In Deutschland seien 750.000 Impfstoffdosen zurückgerufen worden

Bei den entsprechenden Chargen von Begripal und Fluad kann es nach Meinung von Experten möglich sein, dass diese noch in der Ampulle ausflockten. Woher die Ausflockungen in den Impfstoffen stammten, sei noch nicht geklärt. Es gibt jedoch laut Cichutek die Vermutung, dass diese von dem neuen Antigen eines kursierenden Grippe-Virus herrührten.

Grippe-Impfung
Auslieferung von Novartis-Impfstoffen gestoppt

Deutschland hat die Auslieferung von Grippeimpfstoffe des Schweizer Pharma-Konzerns Novartis gestoppt. Sie sollen möglicherweise Nebenwirkungen und unerwünschte Reaktionen hervorrufen. Italien, die Schweiz und Österreich hatten bereits am Vormittag die Auslieferung gestoppt.

Nach Angaben der Schweizer Firma Novartis wurden bereits eine Million Dosen Begripal und Fluad verabreicht - ohne, dass es unerwartete Nebenwirkungen gegeben habe. In Deutschland seien ungefähr 750.000 Impfstoffdosen zurückgerufen worden, hieß es vom Bundesgesundheitsministerium.

Wie viele davon bereits Patienten gespritzt wurden, ist aber unklar. Ausgelöst wurde der Rückruf nach einem Auslieferstopp in der Schweiz und Italien. In Italien wird Begripal und Fluad auch für den deutschen Markt produziert.

Wo welcher Impfstoff eingesetzt wird, ist selbst Spitzenverbänden unklar

Cichutek versuchte auch, die Befürchtungen vor einem Impfstoff-Engpass zu bremsen. Es sei natürlich immer möglich, dass es zu kleineren Engpässen bei der Belieferung mit Impfstoffen komme, sagte er. Allerdings gebe es eine ganze Reihe von Alternativen zu den betroffenen Impfstoffen von Novartis. Das PEI hat aktuell 16 Stoffe zugelassen. Darunter ist auch ein drittes Mittel von Novartis, das im hessischen Marburg hergestellte Optaflu, das nicht vom Rückruf betroffen ist.

Wo welcher Impfstoff eingesetzt wird, ist selbst Spitzenverbänden unklar. Der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände lagen dazu am Freitag keine Informationen vor. Auch die Vereinigung der gesetzlichen Krankenkassen, der GKV-Spitzenverband, verwies auf die Kassen vor Ort. In manchen Regionen schließen sich Kassen zusammen und bestellen Impfstoffe verbilligt, auf Basis sogenannter Rabattverträge. Auch das Bundesgesundheitsministerium hat keine Übersicht, welcher Impfstoff in welchem Bundesland verbreitet ist.

Viele Bayrische Apotheken wurden nur unzureichend mit Impfstoffen versorgt

Pharmafirmen, Krankenkassen und das zuständige PEI werden kommende Woche darüber beraten, wie sich ein Engpass bei Grippeimpfstoffen vermeiden lässt. "Wir haben das PEI gebeten, mit den Herstellern und Krankenkassen Gespräche über die Sicherstellung der Impfstoffversorgung zu führen", sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums.

Ein Engpass kann offenbar nicht ausgeschlossen werden. Momentan liege die Produktion mit 14,2 Millionen zugelassenen Impfstoffdosen noch unter jener der vergangenen Jahre, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag. Die Produktion von Impfstoffen habe diesmal etwas später eingesetzt, weil die Weltgesundheitsorganisation WHO deren Stammzusammensetzung auch etwas später bekannt gegeben habe.

Großübung Impfung

Viele Bayerische Apotheker wurden weiterhin gar nicht oder nur unzureichend mit Grippeimpfstoff beliefert. Der Sprecher des Bayerischen Apothekerverbands (BAV), Thomas Metz, sagte am Freitag auf dapd-Anfrage: "Die Situation ist ganz, ganz schwierig."

Ärzteverband fordert Beendigung der Rabattverträge

Die Ärztekammer Westfalen-Lippe fordert die Beendigung der Rabattverträge zwischen Kassen und Arzneimittelherstellern für Impfstoffe. "Die Abschaffung dieser Verträge, die Qualität und Quantität beeinträchtigen, ist überfällig", sagte Kammerpräsident Theodor Windhorst am Freitag in Münster. Bevor Impfstoffe auf den Markt kämen, würden zwischen den Kassen und Herstellern vorab die Rabattverträge abgeschlossen. Dadurch bestimmten die Kassen die Marke und ließen Ärzten und Patienten keine freie Wahl.

Durch den vorsorglichen Rückruf von Impfstoffen kann es nach Einschätzung der Ärztekammer zu erheblichen Engpässen bei der Grippeschutzimpfung kommen. "Die Rückrufaktion und das Missmanagement forcieren die Verknappung", sagte Windhorst. (dapd)



Kommentare
27.10.2012
19:24
#4
von DerBiker72 | #5

Wenn du das so siehst ist das deine Sache, gefährlich ist es aber wohl nicht wirklich, wenn man verblendeten Menschen versucht die Augen zu öffnen. Es gibt auch noch eine Studie zu Gesundheitszuständen von Kindern. Mädchen und Jungs in verschiedenen Altergruppen, gesunde Kinder und manche hatte Eigenarten wie Allergien. Es gab aber ein auffälliges Merkmal bei den gesunden Kindern - alle von den gesunden sind niemals gegen irgendetwas geimpft worden. Zufall oder Verschwörungstheorie?

In den Impfstoffen gegen die Schweinegrippe sind nachweislich Spuren vom größten nicht-radioaktiven Gift, nämlich Quecksilber. Ist das gesund???
Nein, du müsstest mal die Taktiken kennenlernen, mit denen "gearbeitet" wird. Wer das nie wusste und damit konfrontiert wird, fällt erstmal um und will davon nichts wissen. Aber manche machen die Augen, und schlafen nicht weiter.

26.10.2012
18:53
#3 Impflüge
von popeye2 | #4

Wieder ein Vreschörungstheoretiker. Man könnte darüber hinwegsehen, wenn solche Äußerungen nicht gefährlich wären für die Volksgesundheit.
Lächerlich, wenn die gesamte Forschung und Wissenschaft als Lüge dargestellt wird.
Die Erfolge sind für jeden sichtbar. Nur durch Impfung ist die Polio besiegt und Diptherie, Masern und Mumps um über 99% in diesem Jahrhundert zurückgegangen.
Tetanus Schutzimpfungen haben unzähligen Menschen das Leben gerettet.
Erst durch Impfung haben die Röteln bei Schwangeren ihren Schrecken verloren.
Hepatitis C Impfungen schützt z.B. das gesamte medizinische Personal.
Ich hoffe sehr, es lässt sich keiner durch diese Stammtisch Parolen von notwendigen Impfungen abhalten.

26.10.2012
18:01
Nach Impfstoff-Rückruf warnen Behörden vor Panik
von DerBiker72 | #3

haha Impfung. Mit Angst lässt sich ein Volk zu Lemmingen degradieren. Einfach mal übern Sucher wie Google "Impflüge" eingeben und lesen. Wer sich z.B. gegen die hausgemachte Schweinegrippe hat impfen lassen, darf sich sicher sein, damit Quecksilber zugeführt bekommen zu haben.
Und ich hab hier noch ein Zitat bei der Sucherei gefunden:


Historisch gesehen, ist die Impfung einer der größten Irrtümer der heutigen Schulmedizin. Umfangreiche Literatur und zahlreiche Studien aus der ganzen Welt, liefern einen zweifelsfreien Beweis für diese Behauptung.

Obschon seit über 200 Jahren geimpft wird, ist uns die Medizin bis heute den Nachweis der Wirksamkeit der Impfung schuldig geblieben.
Zum Beispiel haben viele Eltern und Mütter in Salzburg und Oberösterreich die Behörden aufgefordert, ihnen doch einen wissenschaftlichen Beweis dafür zu liefern. Ein solcher wurde leider niemanden zugesandt, weil es eben auch keinen gibt. Es hört sich zwar unglaublich und unbegreiflich an, aber es stimmt.

1 Antwort
Nach Impfstoff-Rückruf warnen Behörden vor Panik
von DerBiker72 | #3-1

und hier noch was für Mütter/Väter deren Kinder noch klein sind :

Ihr Kind kann durch die Impfung schwer geschädigt werden. Die Gefahr, dass Ihr Kind durch die Impfung einen Schaden davonträgt ist um das vielfache größer, als die Möglichkeit, an der Krankheit selber zu erkranken, gegen welche geimpft wird.

26.10.2012
17:29
Nach Impfstoff-Rückruf warnen Behörden vor Panik
von popeye2 | #2

Warum kann der Apotheker eigentlich nicht impfen ? Warum extra zum Arzt ?
Kostet nur Zeit und Geld.
In den USA gibt es den Flu-Shot z.B. für 10,00 US$ in jeder Apotheke.

26.10.2012
16:18
Nach Impfstoff-Rückruf warnen Behörden vor Panik
von Pit01 | #1

Wem kann man denn überhaupt noch Glauben schenken? Ich verzichte lieber auf die Impfung.

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