Mollath legt Revision gegen Freispruch ein

Prozess Gustl Mollath
Prozess Gustl Mollath
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Was wir bereits wissen
Der frühere Psychiatrie-Insasse wurde zwar freigesprochen - gleichzeitig jedoch befand das Gericht, er sei ein Gewalttäter. Damit ist Gustl Mollath unzufrieden - er will eine vollständige Rehabilitation.

Regensburg.. Der langjährige Psychiatrie-Insasse Gustl Mollath hat Revision gegen sein Freispruch-Urteil eingelegt. Ein Sprecher des Landgerichts Regensburg hat das am Freitag bestätigt. Das Gericht hatte zwar im Wiederaufnahmeverfahren die Vorwürfe der Freiheitsberaubung und Sachbeschädigung als nicht erwiesen angesehen, den 57-Jährigen aber für schuldig befunden, seine Ex-Frau misshandelt zu haben.

Er wurde freigesprochen, da das Urteil im Wiederaufnahmeverfahren nicht höher ausfallen durfte, als im ersten Prozess - dort war Mollath wegen Schuldunfähigkeit freigesprochen und in die Psychiatrie eingewiesen worden. Dort verblieb er jahrelang - allerdings unrechtmäßig, wie das Gericht befand. Dafür soll er Schadenersatz in Höhe von 50.000 Euro erhalten.

Mollath war unzufrieden mit dem Urteil und zielt auf eine vollständige Rehabilitation. Zudem will er eine angebliche Verschwörung gegen ihn vor Gericht behandelt wissen.

Ob die Revision gegen den jetzigen Freispruch statthaft und begründet ist, muss nach Angaben des Gerichts der Bundesgerichtshof entscheiden. (dpa)