Miss Universe kontra Donald Trump

Bogotá..  Die Kritik an Donald Trump reißt nicht ab. Nach Neil Young, Cher und Shakira hat sich nun eine weitere Prominente über den Unternehmer und Milliardär geäußert: Die aktuelle Miss Universe bezeichnete dessen Äußerungen über Migranten als „ungerecht und verletzend“.

Trump (69) will US-Präsident werden und hatte mexikanische Einwanderer in seiner Antrittsrede als „Vergewaltiger“ bezeichnet, als Problemfälle, die Drogen und Kriminalität in die USA brächten. Manche seien wohl auch gute Menschen.

Die Kolumbianerin Paulina Vega wurde 2014 in den USA zur Miss Universe gewählt. Pikant: Der Schönheitswettbewerb war von Trump gegründet worden. Die 22-jährige Vega erklärte sich mit der Latino-Gemeinschaft in den USA solidarisch. Nach Trumps Rede waren in Kolumbien Stimmen laut geworden, die Vega aufforderten, ihre Schönheitskrone abzulegen. Diesen Schritt schloss sie jedoch aus, da sie zwischen der Organisation des Wettbewerbs und ihrem Gründer und Eigentümer differenziere. „Wenn die Miss-Universe-Organisation Antilatino- oder andere rassistische Vorurteile hätte, würde ich heute nicht an dieser Stelle stehen“, schrieb Vega im Internet.

Trumps Äußerungen haben derweil spürbare Konsequenzen: Die Stadtregierung von Bogotá nahm ihre Bewerbung zur Austragung der Wahl der Miss Universe 2015 zurück. Mehrere Fernsehsender in den USA und Lateinamerika kündigten an, die von dem Unternehmer organisierten Miss-Wahlen nicht länger auszustrahlen.

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